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Movember: Mehr als ein Schnurrbart

03. November 2026

Warum der November ein guter Anlass ist, über Männergesundheit zu reden

Wer im November auffällig viele Männer mit Oberlippenbart sieht, begegnet Movember. Der Name verbindet das englische „Moustache“ mit „November“. Die Idee entstand 2003 in Australien und ist heute eine weltweite Spendenaktion für die Erforschung von Männerkrankheiten.

Der Bart ist dabei vor allem ein Aufhänger: Er soll Gespräche über drei Themen in Gang bringen, die viele lieber meiden, nämlich Prostatakrebs, Hodenkrebs und die seelische Gesundheit.

Zwei Krebsarten, zwei Altersgruppen

Prostatakrebs ist bei Männern die häufigste Krebsdiagnose. Im Jahr 2024 erhielten in Österreich 8.152 Männer diese Diagnose, fast jede dritte neue Krebsdiagnose bei Männern. Rund ein Achtel aller krebsbedingten Todesfälle bei Männern geht auf Prostatakrebs zurück. Er trifft überwiegend ältere Männer: Etwa zwei von drei Erkrankten sind bei der Diagnose älter als 65. statistik

Hodenkrebs zeigt sich dagegen meist bei jüngeren Männern, typischerweise zwischen 20 und 40. Wird er rechtzeitig entdeckt, stehen die Heilungschancen sehr gut.

Warum Früherkennung zählt

Das Heimtückische an Prostatakrebs: Anfangs spürt man nichts. Wer erst bei Beschwerden zum Arzt geht, kommt oft später als nötig. Liegt der Tumor noch innerhalb der Prostata, können nach heutiger Therapie etwa 95 % der Patienten weitgehend beschwerdefrei leben.

Urologische Fachstellen raten Männern ab 45 zu einer jährlichen Kontrolle. Gibt es Krebsfälle in der Familie, sollte man schon ab 40 beginnen.

Der PSA-Test: Nutzen und Grenzen

Beim PSA-Test wird Blut auf einen Eiweißwert untersucht, der bei Prostataveränderungen steigen kann. Er gehört nicht zum Standardumfang der allgemeinen Vorsorgeuntersuchung. Wer sich dafür interessiert, sollte aber über Chancen und Risiken ausführlich aufgeklärt werden. Die Risiken sind ernst zu nehmen: Ein auffälliger Wert muss keinen Krebs bedeuten, und manche gefundenen Tumore wären nie gefährlich geworden. Ob der Test für Sie in Frage kommt, klären Sie am besten mit einer Urologin oder einem Urologen. gesundheitgesundheit

Ein flächendeckendes Einladungsprogramm fehlt in Österreich bisher. 

Die Psyche nicht vergessen

Auch Erschöpfung, anhaltende Niedergeschlagenheit oder das Gefühl, alles werde zu viel, sind Gesundheitsthemen. Darüber zu sprechen ist kein Zeichen von Schwäche. Hilfe gibt es unter anderem bei der Gesundheitsberatung 1450, bei der Telefonseelsorge 142 (rund um die Uhr erreichbar) und bei der Männerberatung 24/7 unter 0800 400 777, anonym und kostenlos. gesundheit

Unser Fazit

Ein Bärtchen ersetzt keinen Arzttermin. Wer im November etwas tun möchte, kann einen Vorsorgetermin ausmachen oder das Thema im Freundes-, Familien- und Kollegenkreis ansprechen. Auch Rauchverzicht, regelmäßige Bewegung und ein gesundes Gewicht sind gut für die Prostata. Und das Thema betrifft nicht nur Männer, denn oft sind es Partnerinnen, Töchter oder Kolleginnen, die den entscheidenden Anstoß geben.

Quellen: Statistik Austria, MedUni Wien (Universitätsklinik für Urologie), MeinMed.at, Gesundheitsportal Österreich. Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung.

mustache

© Pixabay
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