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Architektur & Gebäude

Universität der Zukunft

Internationalität, Innovation, Vielfalt - auf dem neuen Campus WU wird ein modernes Universitäts-Konzept in eine räumliche Form gegossen. Die Grundprinzipien der Architektur setzen das um, was wir an der Wirtschaftsuniversität für wichtig halten.

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Als öffentliche Institution hat die WU ihre Verantwortung wahrgenommen, ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltig zu bauen. Durch die Ansiedelung der WU im zweiten Bezirk wird die Gegend als Bildungsstandort definiert. Denn wir haben nicht nur neue Gebäude errichtet, wir haben dabei auch Ideen umgesetzt, wie eine Universität der Zukunft aussehen kann. Der neue Campus ist mehr als ein Ort der Forschung und eine Trainingsstätte für praktische Fertigkeiten - er soll Raum geben für gesellschaftliches, kulturelles und politisches Leben.

Dass Lehre und Forschung im Zentrum stehen, wird durch das imposante "Library & Learning Center" (LC) der irakisch-britischen Architektin Zaha Hadid untermauert. Um dieses gruppieren sich fünf Gebäudekomplexe, etwa das "Teaching Center" (TC), in dem sich der Großteil der Hörsäle befindet. Während diese primär für Bachelorstudierende konzipiert sind, laufen die Masterprogramme stärker in den Departmentgebäuden, lebenslanges Lernen findet in der Executive Academy statt. Damit ist die dreigliedrige Bologna-Struktur auch in den Gebäuden abgebildet.

Ein weiterer bestimmender Faktor war die Gliederung der Universität in Departments: Deren Institute waren bisher auf diverse Standorte verstreut - nun sind sie in vier Departmentgebäuden zusammen- gefasst, was das universitäre Leben sowohl für Studierende als auch für Lehrende wesentlich erleichtern wird.

Überhaupt bringt der neue Campus enorme Verbesserungen: Alle Räume verfügen über Tageslicht, die Hörsäle sind mit modernster Lehrtechnologie, etwa mit Smartboards, ausgestattet. Den Studierenden stehen 3.000 Arbeitsplätze zur Verfügung - dreimal so viele wie in den alten Gebäuden im neunten Bezirk. Nicht nur in Selbststudienzonen, sondern auch in Projekträumen, die von Lehrenden wie Studierenden gebucht werden können. Dabei wird auf unterschiedliche Bedürfnisse Rücksicht genommen: Es gibt genügend Gelegenheiten sowohl für wissenschaftliches Arbeiten in ruhigen Ecken als auch für gemeinsame Projekte in kommunikativen Studienzonen.

Oberstes Ziel bei der Planung des Campus war es, eine produktivitäts- und kommunikationsfördernde Arbeitsumgebung für Studierende und Mitarbeiter/innen der WU zu schaffen.

Nicht nur die Gebäude selbst, auch die großzügigen Flächen dazwischen bieten vielfältige Möglichkeiten zur Begegnung; 55.000 der 100.000 Quadratmeter umfassenden Gesamtnutzfläche sind unbebaut und für die Öffentlichkeit zugänglich. Zäune und Absperrungen wären ein Widerspruch zum Konzept eines offenen Campus. Anrainer/innen und Besucher/innen sind uns ausdrücklich willkommen. Der Campus bietet ja nicht nur geistige Nahrung, sondern auch Gastronomie und Geschäfte. Und das in spannender architektonischer Umgebung. So verschieden sich die Gebäude aber präsentieren, eint sie doch ein gemeinsames techni- sches Konzept: Der Betrieb ist standardisiert, was Energieversorgung, Lüftung, Sanitäranlagen und statische Umsetzung betrifft. Der gesamte Campus wurde nach einem "Green Building"-Konzept errichtet, die Energieversorgung erfolgt hauptsächlich durch thermische Nutzung des Grundwassers.

Nicht zuletzt ist die Barrierefreiheit auf dem Campus hervorzuheben. In jedem Hörsaal gibt es Möglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen, jeder Bereich ist für Rollstuhlfahrer/innen erreichbar, ein taktiles Leitsystem für Sehbehinderte weist den Weg über den Campus.

Wir haben dabei nicht nur die gesetzlichen Vorgaben eingehalten, sondern uns an "Best Practice"-Erfahrungen orientiert. Denn die WU will eine Vorreiterrolle spielen. In jeder Hinsicht.