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Geschichte

WU heute

100

Tausend Quadratmeter Nutzfläche

Moderner Campus

5 Gebäu­de­k­om­plexe bilden im 2. Bezirk das neue, zentrale Library & Learning Center: fort­schritt­liche Hörsäle, die größte wirt­schafts­wis­sen­schaft­liche Biblio­thek Öster­reichs, genü­gend Arbeits­plätze für das Selbst­stu­dium und großz­ügige Compu­ter­räume. Das sind insge­samt 35.000 Quadrat­meter bebaute Fläche am neuen Campus.

23

Tausend Studierende

Die ganze Welt in Wien

An der WU nutzen jähr­lich über 23 % inter­na­tio­nale Studie­rende, mehr als 1.000 Austausch­stu­die­rende das umfang­reiche Studi­en­an­gebot: Zwei Bache­lor­stu­di­en­gänge, acht deut­sch- und sieben englisch­spra­chige Master­stu­di­en­gänge, sowie zwei deutsch­spra­chige Dokto­rats­stu­dien.

1111

Mitarbeiter/innen

Stän­diger Austausch mit der Wirt­schaft

Knapp 720 Forscher/innen, Lehrende und wissen­schaft­liche Mitar­beiter/innen sorgen für wissen­schaft­liche Viel­falt, die von Betriebs- und Volks­wirt­schaft bis zu Formal-, Recht-, Sozial-, und Sprach­wis­sen­schaften reicht. So entstehen an der WU Leis­tungen, die sowohl in der Grund­la­gen­for­schung als auch in der ange­wandten Forschung Maßstäbe setzen.

>200

Partnerunis

Wien in der ganzen Welt

Drei hoch­ran­gige, inter­na­tio­nale Akkre­di­tie­rungen beschei­nigen die hohen Quali­täts­stan­dards (EQUIS, AACSB und AMBA) an der WU. Weniger als 1 % aller Hoch­schulen welt­weit dürfen die Güte­siegel der renom­mierten Akkre­di­tie­rungs­agen­turen tragen. Die WU ist Teil dieses Netz­werkes mit Part­nerunis, wie der Univer­sity of Michigan oder der Emory Univer­sity.

 

 

WU damals

1898: Grün­dung

Die Wirt­schafts­uni­ver­sität Wien wurde vor über 100 Jahren, am 1. Oktober 1898, im ehema­ligen Palais Feste­tics gegründet.

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Heute würde man diese Ausbil­dungs­stätte wohl "Fach­hoch­schule für Export­wirt­schaft" nennen. Aber auch damals hatte man einen klin­genden Namen für die neue höhere Lehr­an­stalt parat, nämlich "k.k. Export­aka­demie". Diese sollte eine umfas­sende Ausbil­dung für die kauf­män­ni­sche Tätig­keit im Außen­handel vermit­teln. Unter­richtet wurden in einem einjäh­r­igen Vorbe­rei­tungs­kurs und in zwei Jahr­gängen folgende, durchaus modern anmu­tende Fächer: Fremd­spra­chen, Volks­wirt­schafts­lehre, kauf­män­ni­sche Fächer, Wirt­schafts­geo­grafie, öffent­li­ches Recht, Privat­recht und Waren­kunde.

1919: Die Hoch­schule für Welt­handel

Im Jahr 1919 erfolgte die Umwand­lung in die staat­liche "Hoch­schule für Welt­handel" mit nunmehr sechs­se­mest­riger Studi­en­dauer.

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Das Gebäude in der Berg­gasse war bald zu klein, daher wurde bereits vor Ausbruch des Ersten Welt­krieges der Bau eines neuen Gebäudes am Rande des Währ­inger Parks beschlossen. 1916 konnte die neue Bleibe bezogen werden. Schon in der Monar­chie gab es Bestre­bungen, der Export­aka­demie gesetz­lich den Rang einer Hoch­schule zuzu­er­kennen.

Unmit­telbar nach dem Kriegs­ende und der Grün­dung der Repu­blik war es soweit: Die staat­liche "Hoch­schule für Welt­handel" öffnete 1919 seine Pforten. Die ersten beiden Semester waren vor allem der handels­wis­sen­schaft­li­chen Vorbe­rei­tung gewidmet, die vier folgenden dienten der gründ­li­chen Ausbil­dung für den inter­na­tio­nalen Handel und das Bank­ge­schäft - mit Lehr­fächern der Wirt­schafts-, Rechts- und Handels­wis­sen­schaften. Den Absol­vent/inn/en wurde der akade­mi­sche Grad eines Diplom­kauf­mannes verliehen. Das Promo­ti­ons­recht (Doktor der Handels­wis­sen­schaften) erhielt die Hoch­schule nach langen Bemüh­ungen im Jahr 1930; was sich sofort in einem Anstieg der Zahl der Inskri­bie­renden auswirkte.

1939-1945: Auswir­kungen des natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Regimes

Auch die Hoch­schule für Welt­handel blieb vom natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Regime nicht verschont. Unmit­telbar nach dem Anschluss an das Deut­sche Reich wurden reichs­deut­sche Gesetze und Bestim­mungen einge­führt.

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Vor allem die "nich­t-a­ri­schen Hörer/innen" waren davon betroffen. Sie mussten die Hoch­schule sofort verlassen. Auch alle Lehr­kräfte, die eine andere poli­ti­sche Meinung vertraten oder als "Nich­ta­rier" galten, durften nicht mehr an der Hoch­schule lehren. Anstelle der ausge­schie­denen Lehr­kräfte kamen Profes­soren von deut­schen Univer­si­täten, aber auch regime­treue Wissen­schaftler aus Öster­reich wurden in den Lehr­körper berufen.

Ab dem Winter­se­mester 1939 gab es eine eigene deut­sche Studi­en­ord­nung. Nach dem neuen Lehr­plan dauerte das Studium nun sechs Semester, in diesem Zeit­raum musste man jedoch nur eine einzige Diplom­prü­fung absol­vieren. Diese setzte sich aus Allge­meiner und Beson­derer Betriebs­wirt­schafts­lehre, Volks­wirt­schafts­lehre, Recht sowie einem Wahl­fach zusammen. Die während des Krieges erwor­benen akade­mi­schen Titel wurden auch nach der NS-Zeit aner­kannt. Nach Ende des "Deut­schen Reiches" war der Lehr­körper der Hoch­schule für Welt­handel stark redu­ziert. Nicht weniger als 60 Professor/inn/en, Assis­tent/inn/en, Lehr­be­auf­tragte und Beamte/Beam­tinnen mussten im Zuge der "Entna­zi­fi­zie­rung" ausscheiden und die zuvor aus Deutsch­land beru­fenen Professor/inn/en gingen wieder zurück.

Ab 1946: Wieder­ein­füh­rung der öster­rei­chi­schen Studi­en­ord­nung

Mit dem Winter­se­mester 1946/47 kehrte man zur alten öster­rei­chi­schen Studi­en­ord­nung mit ihren zahl­rei­chen Prüfungs­fächern zurück.

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Vor allem mussten wieder zwei Fremd­spra­chen verpflich­tend belegt werden, was während des Krieges auf frei­wil­liger Basis beruhte. Von den Studie­renden wurde aber der "reichs­deut­sche" Studi­en­plan bevor­zugt, da dieser leichter war.

Ab 1948 gewann die Hoch­schule wieder zusätz­liche Lehr­kan­zeln und Forschungs­in­sti­tute hinzu. Es dauerte bis 1966, ehe die Hoch­schule für Welt­handel inlän­di­sche Konkur­renz als einzige akade­mi­sche Ausbil­dungs­stätte für Betriebs­wirte bekam. Im selben Jahr – die „Große Koali­tion alter Prägung" ging zu Ende – wurden per Studi­en­re­form an mehreren öster­rei­chi­schen Univer­si­täten sozial- und wirt­schafts­wis­sen­schaft­liche Studi­en­gänge einge­richtet.

Von da an betreute die Hoch­schule für Welt­handel vier Studi­en­rich­tungen: die handel­wis­sen­schaft­liche, die in Achtung der Tradi­tion weiterhin nur an der "Welt­handel" etabliert war, und darüber hinaus die betriebs­wirt­schaft­liche, die volks­wirt­schaft­liche und die wirt­schafts­pädago­gi­sche Studi­en­rich­tung. Das nunmehr acht­s­e­mest­rige Diplom­stu­dium schloss mit dem Magister, das Dokto­rats­stu­dium mit dem Doktor der Sozial- und Wirt­schafts­wis­sen­schaften.

1975: „Wirt­schafts­uni­ver­sität Wien“

Der dritte Namens­wechsel der Hoch­schule erfolgt im Zuge der Univer­si­täts­neu­or­ga­ni­sa­tion 1975. Die "Hoch­schule für Welt­handel" wurde in "Wirt­schafts­uni­ver­sität Wien" umbe­nannt.

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Seit mehr als zwei Jahr­zehnten beherrscht das rasante Ansteigen der Studie­ren­den­zahlen das Schicksal der öster­rei­chi­schen Univer­si­täten im allge­meinen und der nunmeh­rigen Wirt­schafts­uni­ver­sität Wien im Beson­deren. Das dadurch auftre­tende Raum­pro­blem ließ den Plan der Errich­tung eines Zusatz­baus reifen. Vorge­se­hene Erwei­te­rungs­bauten zum alten Welt­han­dels­ge­bäude hatten sich rasch als unge­nü­gend erwiesen.

Schließ­lich über­sie­delte die WU in ein neues Gebäude, das über dem Frach­ten­bahnhof des Wiener Fran­z-Jo­sef­s-­Bahn­hofs errichtet wurde, in das Univer­si­täts­zen­trum Althan­straße. Den Neubau besorgte das "Kura­to­rium zur Förde­rung der Wirt­schafts­uni­ver­sität Wien", jener Verein, der schon das alte Gebäude am Währ­inger Park errichtet hatte. Der neue Univer­si­täts­kom­plex wird nach Been­di­gung des Leasing­ver­hält­nisses zwischen Kura­to­rium und Bund in dessen Eigentum überg­ehen.

Nachdem der Bau für rund 9.000 Studie­rende konzi­piert wurde, es aber beim Einzug schon 9.863 waren, mussten bereits nach der Fertig­stel­lung neuer­lich Wohnungen für akade­mi­sche Einheiten ange­mietet werden. In den Neun­zi­ger­jahren pendelte sich die Zahl der Student/inn/en bei mehr als 20.000 ein. Zählt man das Lehr- und Verwal­tungs­per­sonal sowie die außeror­dent­li­chen Hörer/innen dazu, so sind heute bis zu 25.000 Personen im Gebäude der Wirt­schafts­uni­ver­sität Wien zu zählen.

1997: Geset­zes­än­d­e­rung und Studi­en­re­form

1997 brachte die Umset­zung des neuen Univer­si­tätsor­ga­ni­sa­ti­ons­ge­setzes (UOG ´93) für die WU eine große interne Neuord­nung: Die Univer­si­täten erhielten damit mehr Auto­nomie und eigene Satzungen, die Entschei­dungen wurden dezen­tra­li­siert.

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An der WU wurde auf ein neues Studi­en­recht umge­stellt und ein eigenes Forschungs­zen­trum gegründet. Der Rektor wird nach UOG ´93 nun auf vier Jahre gewählt und besitzt zudem mehr Entschei­dungs­spiel­raum. Der Rektor, dem an der WU vier Vize­rektor/inn/en zu Seite stehen, ist dem pari­tä­tisch zusam­men­ge­setzten, durch die Univer­si­täts­ver­samm­lung gewählten Univer­si­tätskol­le­gium verant­wort­lich.

Dieses wiederum fungiert als das oberste Gremial­organ der Univer­sität. Alle Perso­nal­ent­schei­dungen, darunter auch die Beru­fung von Professor/inn/en, fallen nunmehr in die Kompe­tenz der Univer­sität selbst. Seit dem Studi­en­jahr 1996/97 kann die Wirt­schafts­uni­ver­sität auf Grund­lage der von ihr beschlos­senen neuen Statuten alle Rege­lungen anwenden, wie sie im UOG ´93 vorge­sehen sind. Damit trat die WU kurz vor ihrem 100. Geburtstag in eine neue Phase ihrer Geschichte ein.

Mitte 2005 wurde einstimmig beschlossen, auf das inter­na­tional kompa­tible drei­glied­rige Studi­en­system umzu­steigen und damit auch für auslän­di­sche Studie­rende attrak­tiver zu werden. Ab dem Winter­se­mester 2006/07 bietet die WU daher anstelle der bishe­rigen Diplom­stu­dien die zwei Master­stu­di­en­pro­gramme Wirt­schafts- und Sozi­al­wis­sen­schaften (mit den Studi­en­zweigen Betriebs­wirt­schaft, Inter­na­tio­nale Betriebs­wirt­schaft, Wirt­schafts­in­for­matik und Volks­wirt­schaft) sowie Wirt­schafts­recht an. Darüber hinaus werden im Laufe der nächsten Jahre spezia­li­sierte Master­pro­gramme ange­boten. Als Ergän­zung zu den bishe­rigen Dokto­rats­stu­dien werden forschungs­in­ten­sive PhD-­Pro­gramme ins Angebot der WU aufge­nommen.

Das breite Angebot an wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­chen Fächern sowie die inter­na­tio­nale Ausrich­tung von Forschung und Lehre sollen auch in Zukunft die Posi­tion der WU als eine der führ­enden wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­chen Hoch­schulen Europas stärken.

2006: Einfüh­rung von Bache­lor- und Master­stu­dien an der WU

Die euro­päi­sche Hoch­schul­land­schaft ist in Bewe­gung. Im Rahmen des Bolo­gna-­Pro­zesses werden die unter­schied­li­chen Studi­en­sys­teme verein­heit­licht. Ab 2010 soll es in der Euro­päi­schen Union eine gemein­same drei­glied­rige Studi­en­ar­chi­tektur mit den Stufen Bachelor - Master - PhD geben.

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Die WU stellte ab Oktober 2006 das gesamte Studi­en­an­gebot auf das Bolo­gna-­System um und führte zwei Bache­lor­stu­dien - Wirt­schafts- und Sozi­al­wis­sen­schaften und Wirt­schafts­recht - ein. Die Diplom­stu­dien (Magis­ter­stu­dien) laufen damit aus. Die Einfüh­rung der Master­stu­dien beginnt im Herbst 2007.

2007: EQUIS-Ak­kre­di­tie­rung – eine hohe Auszeich­nung

Im Februar 2007 wurde die WU mit dem renom­mierten Quali­täts­gü­te­siegel EQUIS (Euro­pean Quality Impro­ve­ment System) durch die aner­kannte Agentur EFMD (Euro­pean Foun­da­tion for Manage­ment Deve­lop­ment) ausge­zeichnet.

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Die EQUIS-Ak­kre­di­tie­rung ist die bisher höchste inter­na­tio­nale Auszeich­nung für die WU, die als erste öster­rei­chi­sche Univer­sität in den Kreis der EQUIS-ak­kre­di­tierten Hoch­schulen vordringt. Ein Kreis, zu dem im deutsch­spra­chigen Raum nur drei Univer­si­täten zählen (Univer­sität Mann­heim, WHU Otto Beis­heim School of Manage­ment, Univer­sität St. Gallen).

2013: Neuer Campus am Wiener Prater

Nach nur 4 Jahren Bauzeit entstand 2013 auf einem Gelände zwischen Messe und Prater ein moderner Campus für die WU mit ca. 90.000 Quadrat­me­tern Nutz­fläche.

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Um das zentrale Library & Learning Center grup­pieren sich 5 Gebäu­de­k­om­plexe, die von inter­na­tio­nalen Star­ar­chi­tekt/inn/en geplant wurden. Zusammen ergeben die Gebäude eine bebaute Fläche von rund 35.000 Quadrat­me­tern. Die rest­li­chen 55.000 Quadrat­meter sind als öffent­lich zugäng­li­cher Frei­raum konzi­piert.

Der Campus WU ist damit ein einzig­ar­tiger Univer­si­täts­campus, der Studie­renden und Lehrenden opti­male Rahmen­be­din­gungen für Lehre und Forschung bietet. 25.000 Studie­rende und 1500 Mitar­beiter/innen können am Campus WU arbeiten, studieren, forschen und lehren.