Universität

WU erweitert Angebote für Ukrainer*innen

15. Juni 2022

Praktika, Forschungsstipendien, Austauschstudienplätze und finanzielle Unterstützung für WU Studierende

Für aus der Ukraine geflüchtete Forscher*innen stehen österreichweit im Rahmen der ÖAW-JESH-Stipendien nur wenige Plätze zur Verfügung, die Nachfrage ist groß. Die WU bietet derzeit zusätzlich die Möglichkeit, die eigenen Forschungstätigkeiten wiederaufzunehmen oder ein Praktikum zu absolvieren.

Erfolgsmodell Praktika an WU

Bereits 2015 hatte die WU an ihren Instituten und Dienstleistungseinrichtungen Praktikumsplätze zur Verfügung gestellt, um geflüchteten Menschen den Wiedereinstieg in das akademische Leben zu ermöglichen. Dieses Angebot wurde aufgrund der Situation in der Ukraine reaktiviert und mit der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) heuer eine Partnerin gefunden, die gerne bereit war, dies zu unterstützen. „Als öffentliche Universität sind wir uns unserer Verantwortung bewusst und setzen das Zeichen, dass geflüchtete Menschen bei uns immer willkommen sind“, so WU-Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger und ergänzt: „Wir haben in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen mit unseren Praktika gemacht. Viele haben die Chance genutzt, um an ihre bisherige Ausbildung anzuknüpfen und in Folge auf dem Arbeitsmarkt schneller Fuß fassen zu können. Das Feedback unserer ehemaligen Praktikantinnen und Praktikanten war durchwegs positiv“. Derzeit sind fünf Personen im Rahmen der Praktika an der WU tätig. Zwei weitere Personen, die leider kein JESH Stipendien erhalten haben, nutzen die Unterstützung der WU/OeNB, um ihre wissenschaftlichen Arbeiten fortzuführen.

Austauschstudienplätze für Ukrainer*innen

Viele Studierende, die derzeit noch in der Ukraine sind, wollen ihren Abschluss an ihren Heimatuniversitäten machen. Studieren ist in einigen Landesteilen derzeit aber kaum oder nur unter schwierigen Rahmenbedingungen möglich. Gleichzeitig haben auch ukrainische Universitäten ein großes Interesse daran, ihre Studierenden zum Abschluss zu bringen, da im Land langfristig natürlich gut ausgebildete Personen gebraucht werden. Die WU hat mit finanzieller Unterstützung der ERSTE Stiftung, der Erste Group und der Mayr-Melnhof AG ein eigenes Austauschprogramm mit 80 Studienplätzen für Ukrainer*innen konzipiert, das ab kommenden Studienjahr zur Verfügung steht. Studienleistungen, die an der WU absolviert werden, können an den Heimatuniversitäten entsprechend angerechnet werden. Die WU-Rektorin dazu: „Für die großzügige finanzielle Unterstützung unserer Sponsoren sind wir sehr dankbar. Damit können wir Angebote wie Praktika oder zusätzliche Austauschplätze ermöglichen“.

Da auch Personen, die bereits an der WU studieren, von den Folgen des Kriegs betroffen sind, hat sich die WU auch für diese Gruppe etwas überlegt. Weil viele nun in eine finanziell schwierige Lage geraten sind, hat die WU entsprechende Mittel freigemacht, um ihnen zumindest mit € 500 pro Person etwas unter die Arme zu greifen. Die Anträge werden über die ÖH WU abgewickelt, die Auszahlungen haben schon begonnen. 

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