Forschung

Kurt Hornik und Team erhalten Rousseeuw-Preis

17. Juni 2026

Große Auszeichnung: WU-Professor Kurt Hornik wurde gemeinsam mit Kolleg*innen mit dem Rousseeuw Prize for Statistics geehrt.

Der Rousseeuw-Preis gilt als Nobelpreis für Statistik. Die dritte Auszeichnung des renommierten, mit einer Million Dollar dotierten Preises geht an die Entwickler des R-Projekts, einer Open-Source-Software, die seit den 1990er-Jahren von einem internationalen Team entwickelt wird. Auch WU-Professor Kurt Hornik, Institut für Statistics and Mathematics, ist im R Core Team. Die Auszeichnung würdigt nicht nur individuelle Exzellenz, sondern auch den Beitrag der WU Wien zur globalen Data-Science-Landschaft.

Auszeichnung an Prof. Kurt Hornik

Der Preis wird von der König-Baudouin-Stiftung verliehen und vom renommierten belgischen Statistiker Peter Rousseeuw, emeritierter Professor an der KU Leuven, finanziert. Die diesjährige Auszeichnung geht an die fünf Mitglieder des R Core Teams, die laut Jury den längsten und nachhaltigsten Beitrag geleistet haben: Brian Ripley (University of Oxford), Martin Mächler (ETH Zürich), Kurt Hornik (Wirtschaftsuniversität Wien), Peter Dalgaard (Copenhagen Business School) und Luke Tierney (University of Iowa). 

Wie R Wissenschaft, Wirtschaft und Politik prägt

Die Software „R“ wird in zahlreichen Bereichen eingesetzt: Von der Medizin und Pharmaforschung über die Finanzwirtschaft und Klimaforschung bis hin zum öffentlichen Sektor. So kommt R etwa bei der Auswertung klinischer Studien für regulatorische Zulassungen zum Einsatz, in der makroökonomischen Modellierung von Zentralbanken oder in der Genomik zur Analyse von DNA- und Krebsdaten. Auch während der COVID-19-Pandemie spielte „R“ einezentrale Rolle, etwa bei international beachteten Dashboards und epidemiologischen Modellen, die die Basis für politische Entscheidungen bildeten.

Über den Rousseeuw-Preis für Statistik

Der Rousseeuw-Preis für Statistik ist ein belgischer Wissenschaftspreis, der alle zwei Jahre vergeben wird und mit einer Million US-Dollar dotiert ist. Er wird oft als Nobelpreis der Statistik bezeichnet. Der Preis wird von der König-Baudouin-Stiftung verwaltet und vom Statistiker Peter Rousseeuw finanziert, um herausragende Leistungen in der Statistik weltweit ins Rampenlicht zu rücken. Die Organisation des Preises liegt bei den Statistikern Mia Hubert und Stefan Van Aelst von der KU Leuven. Die bisherigen Preisvergaben würdigten Arbeiten zur kausalen Inferenz in der Medizin (2022, überreicht von König Filip an der KU Leuven) sowie zur False Discovery Rate (2024).

Weitere Informationen finden Sie unter: www.rousseeuwprize.org.

R-Projekt

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