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Betriebsrat für das wissenschaftliche Personal

Diskussion der Ergebnisse der MitarbeiterInnenbefragung 2014

Kurz vor Ostern wurden vom Rektorat mit Unterstützung der durchführenden Firma IBG die Ergebnisse der MitarbeiterInnenbefragung 2014 für alle KollegInnen präsentiert. In einer komprimierten Form wurde hier ein interessanter Überblick über die Gesamtergebnisse der Befragung dargelegt und diese präsentierten Daten sind seither auch im Intranet für alle verfügbar.

Das Interesse an Detailergebnissen war natürlicherweise groß und hier wurde bei der Veranstaltung darauf hingewiesen, dass Detailergebnisse der Departments bzw. Serviceeinrichtungen den jeweiligen Leiter/innen der der Einheiten vorliegen und hier prinzipiell ein Informationsrecht jedes/jeder einzelnen Mitarbeiterin besteht – einzig die Form der Weitergabe der Detailinformationen bleibt dem/der jeweiligen LeiterIn überlassen.

Es wurde auch von Seiten des Rektorats das Angebot ausgesprochen, dass KollegInnen der Personalentwicklungsabteilung hier für die Zusammenfassung und die Moderation der Interpretationen der Detailergebnisse zur Verfügung stehen und unseres Wissens wird von diesem Angebot auch schon Gebrauch gemacht.

Es gibt Departments, die ihren regulären Departmentkonferenzen jetzt nach Ostern für dieses Thema nutzen. Manche Organisationseinheiten wählen andere Veranstaltungsformen, um die Detailergebnisse zu besprechen.

Somit konntet ihr vielleicht schon den einen oder anderen Einblick in die Befragungsergebnisse nehmen bzw. werdet ihr der nächsten Zeit davon in Kenntnis gesetzt.

Aus Sicht des wissenschaftlichen Betriebsrats sind folgende erste Punkte spannend:

  • Die sehr hohe Beteiligungsquote bei 70 % ist schon ein sehr spannendes Ergebnis. Wir verstehen die Freude des Arbeitgebers darüber , denn es zeigt, dass Bereitschaft zur Beteiligung an so einer Befragung doch in einem überaus hohen Maße vorhanden ist.

  • Die Gesamtergebnisse zeigen auf den ersten Blick ein recht zufriedenstellendes Bild – es lassen sich nicht wirklich große Krisenbereiche ausmachen, die bisher nicht eh schon ansatzweise bekannt waren.

  • Der Blick auf die Ergebnisblöcke zur psychischen Belastungen bzw. zur Ausprägung der Arbeitsmotivation zeigt bei den Ergebnissen der Beschäftigten im wissenschaftlichen Bereich auf, dass

  • das Themenblöcke wie Arbeitsbewältigung und auch Sinnfindung für manche Gruppen (insbesondere Prae-Docs, aber auch Habilitierte) als etwas unterdurchschnittlich gesehen werden;

  • das Einschätzungen von Organisationsklima und Führungsvermögen auch die eine oder Abweichung aufzeigt, die es Wert ist näher hinzuschauen.

Die Antworten zu den offenen Fragen zum Thema Arbeitszeit und Karrieremöglichkeiten zeigen dann auch einen Teil der zukünftigen Handlungsfelder auf. Mehrfache Nennungen der Wünsche nach Einhaltung von Arbeitszeitregelungen, Reduktion des Arbeitspensums oder auch mehr Homeoffice und Telework können als Zeichen gelesen werden, hier durchaus bei der Arbeitsgestaltung den KollegInnen noch mehr Unterstützung zukommen zu lassen. Außerdem wurde mehrfach in diesem offenen Antwortbereich besseren Karrieremöglichkeiten gefordert – ein Thema, dass uns schon seit mehr als einem Jahrzehnt in der Interessensvertretungsarbeit begleitet.

Bleibt zum Abschluss noch ein Blick auf die Befragungen zur Einschätzung der Arbeitsumgebung und dem Weg zur Arbeit zu werfen. Mit der Arbeitsumgebung sind unsere KollegInnen in der Befragung im Vergleich zu anderen österreichischen Organisationen überdurchschnittlich hoch zufrieden.

Interessant im Hinblick auf die Ergebnisse des Mobilitätsverhaltens der KollegInnen ist die Tatsache, dass nicht einmal grad 16 % mit dem Auto an die WU fahren. Alle anderen nutzen andere Verkehrsmittel (Fahrrad, Motorrad, Öffis) oder sind zu Fuß unterwegs. Der wissenschaftliche Betriebsrat hat her schon 2014 erste Verhandlungen mit dem Rektorat begonnen, hier eine Mobilitätsförderung, wie es z.B. zwei Universitäten in Graz schon umgesetzt wurde, in die Wege zu leiten. Mit Blick auf die breite Streuung der benutzten Verkehrsmittel werden wir ganz sicher dieses Vorhaben weiterverfolgen.

Wir würden uns freuen, wenn ihr uns Rückmeldungen zu den Diskussionen der Gesamt- und/oder Detailergebnisse in Euren Departments oder Organisationseinheiten gebt und falls dort hier noch nicht genannte Handlungsfelder auftauchen, freuen wir uns, wenn ihr uns auch diese weiterleitet – viele davon sind vielleicht nicht nur für eure unmittelbare Einheit relevant.

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