Öffentlichkeit

Neue Professorin für Nachhaltigkeitsökonomie

02. März 2026

Die WU Wirtschaftsuniversität Wien freut sich, Anne-Sophie Crépin ab März als neue Professorin für Sustainability Economics zu begrüßen.

In ihrer Forschung beschäftigt sie sich u.a. damit, wie ein dynamisches Zusammenspiel zwischen Natur und Gesellschaft das Risiko großer und oft plötzlicher Veränderungen beeinflusst und wie sich damit verantwortungsvoll umgehen lässt. 

Anne-Sophie Crépin (55), sie besitzt die schwedische und französische Staatsbürgerschaft, promovierte 2002 an der Stockholm University im Fach Economics, wo sie sich 2017 auch habilitierte. Seit 2009 ist sie stellvertretende Direktorin des Beijer-Instituts für Ökologische Ökonomie an der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm, eine international bekannte und angesehene Forschungseinrichtung im Bereich Nachhaltigkeit, ökologische Ökonomie und transdisziplinäre Umweltforschung. Darüber hinaus ist sie wissenschaftliche Beraterin bei FORMAS, dem schwedischen Forschungsrat für nachhaltige Entwicklung, einer staatlichen Einrichtung, die Forschung zu Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit finanziert und die Regierung in diesen Fragen fachlich berät und ist Senior Research Fellow am Stockholm Resilience Centre, ein Forschungszentrum, das untersucht, wie Gesellschaften und Ökosystem widerstandsfähig gestaltet werden können.  

Wechselwirkungen zwischen menschlichem Verhalten, Wirtschaft und Nachhaltigkeit 

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen an der Schnittstelle von Wirtschaft, Ökologie, menschlichem Verhalten, Systemtheorie und Nachhaltigkeitswissenschaft. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeiten liegt auf sogenannten Regimewechseln, also abrupten und dauerhaften Umbrüchen in Ökosystemen, die nach dem Überschreiten kritischer Kipppunkte auftreten können. Beispiele dafür sind das plötzliche Überwuchern von Korallenriffen oder Seen durch Algen mit erheblichen Folgen für Fischerei und Tourismus. Ziel der Arbeit ist es zu zeigen, wie menschliche Aktivitäten solche Prozesse auslösen oder verhindern können und welche wirtschaftlichen Analysen und politischen Strategien nötig sind, um langfristiges menschliches Wohlergehen zu sichern. Anne-Sophie Crépin tritt ihre Stelle im Rahmen einer Teilzeitprofessur am Department für Sozioökonomie an.  

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