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Marktforschung einmal anders!

12. Mai 2020

„Marktforschung lehrt Demut!“ ist ein Satz, der in unserem Kurs Retail Marketing Consulting, in dem die Studierenden an einer großen empirischen Feldstudie arbeiten, jedes Semester irgendwann fällt. Meistens wenn wir die Studierenden darauf einschwören, dass sie in den nächsten Tagen vor der Filiale eines Händlers egal ob bei praller Sonne oder im prasselnden Regen Konsumenten ansprechen und für die Teilnahme an unserer Untersuchung gewinnen müssen.

Dieses Semester ist alles anders und damit auch unsere Erhebungsmöglichkeiten. Da eine Studie am Point of Sale nicht dem Distanzierungsgebot der Stunde gerecht wird, haben wir – wie so vieles andere auch – unsere Forschung in den virtuellen Raum übersiedelt. Im Rahmen einer Online-Befragung sollen nun für unseren Projektpartner Motive und Einstellungen der Konsumenten ermittelt werden. Was auf den ersten Blick einfach und bequem klingt – schließlich ist man weder dem Wetter noch dem Grant der Konsumenten unmittelbar ausgesetzt – bringt bei genauerer Überlegung neue Herausforderungen mit sich. Wie erreichen wir die richtigen Zielpersonen? Wie muss so ein Online-Fragebogen gestaltet sein, damit er selbsterklärend ist?

Im Zuge zahlreicher Video-Meetings wurde über diese und andere Fragen heftig diskutiert. Motiviert wie immer haben sich die Kursteilnehmer in das Projekt eingebracht. Nach einigen Adaptionen haben wir auf Qualtrics einen Fragebogen online gestellt und alle Teilnehmer haben fleißig die passenden Probanden akquiriert.

Wenn wir nun Tag für Tag im Live-Monitoring verfolgen, wie mehr und mehr Daten eintrudeln und dem erfolgreichen Abschluss der Feldphase und der Auswertung der Daten entgegenfiebern, dann stimmt der Satz wieder: „Marktforschung lehrt Demut!“ – auch online.

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