Frontaler Blick auf das D4 Gebäude.

HR Analytics in Context (HRAIC)

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Unter dem Sammelbegriff der Human Resource Analytics (HRA) lässt sich ein breites und stetig wachsendes Feld von Softwareapplikationen fassen, die durch visuelle, deskriptive und statistische Analysen HR-bezogener Daten datenbasierte Personalentscheidungen ermöglichen sollen. Dabei ist die Anwendung solcher Praktiken nicht unumstritten, etwa im Hinblick auf Datenschutz oder Produktivitätseffekte.

Das Forschungsprojekt Human Resource Analytics in Context (HRAiC) hat zum Ziel, die Rahmenbedingungen für den Einsatz von HRA zu identifizieren und in der DACH-Region zu vergleichen. Ein kontextual-institutionalistischer Ansatz erlaubt es uns die Verbreitung von HR Analytics vor dem Hintergrund verschiedener Kontexte zu beobachten, die auf verschiedenen Ebenen sozialer Komplexität das Geschehen in Organisationen beeinflussen. Dadurch soll zum einen der wissenschaftliche Diskurs für die Relevanz der rechtlichen und gesellschaftskulturellen Rahmenbedingungen sensibilisiert werden. Zum anderen soll im Dialog mit der Praxis herausgearbeitet werden, wie der Einsatz von HRA sinnhaft gestaltet werden kann.

In einem ersten Schritt dieses Forschungsprojekts, zeigen die Daten des Cranet Netzwerks, dass die Anwendung in den unterschiedlichen Ländern sehr stark variiert. Die folgende Abbildung zeigt, dass der Durchschnitt der 1.133 analysierten Organisationen in Österreich, Deutschland, Dänemark und Slowenien bei 1 liegt, was der Anwendung in "leichtem Ausmaß" entspricht. Weiters sehen wir, dass Österreich und Dänemark deutlich weniger Organisationen angeben HR Analytics anzuwenden als in Deutschland und Slowenien.

HR Analytics im Ländervergleich

In einem weiteren Schritt dieses Forschungsprojekts werden Expert:inneninterviews in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt und Industrierichtlinien analysiert, die das breite Spektrum der Stakeholder in diesem Prozess abbilden und erste Erkenntnisse bezüglich des institutionellen Kontext der Entwicklung von Human Resource Analytics in diesen Ländern liefern sollen.

Falls Sie an unserer Studie teilzunehmen wollen oder sich für die Ergebnisse interessieren, kontaktieren Sie gerne die Projektverantwortlichen:

Felix Diefenhardt, Marco Rapp, oder o.Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mayrhofer