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Betriebsrat für das wissenschaftliche Personal

Aktuelles Thema: "Sexuelle Belästigung" an der WU

In den letzten Wochen haben Medienberichte ein Thema mit der WU in Verbindung gebracht, das einen sehr heiklen und sensiblen Bereich darstellt:

Die Meldungen behandelten das Urteil der Disziplinarkommission des Wissenschaftsministeriums, in dem diese Kommission in einige nachgewiesene Fällen, das Verhalten eines Kollegen gegenüber Studierenden bzw. KollegInnen als „schwere Dienstpflichtverletzung“ eingestuft hat.

Gegenstand in diesen Fällen waren verschiedene Facetten von sexueller Belästigung.

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Sexuelle Belästigung ist ein Verhalten, das von betroffenen Personen als unerwünscht, unangebracht und anstößig empfunden wird und ein demütigendes Umfeld schafft. Solche Belästigungen sind keine fiktiven Größen. Das zeigt dieser Fall wiederum aufs Neue. Sie verletzen die Privatsphäre von Einzelnen, wirken sich auf das Arbeitsklima aus und können auch einen Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses darstellen – auch das hat im aktuellen Fall eine wesentliche Rolle gespielt.

Die Leitung der WU hat im vorliegenden Fall sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe agiert, entsprechende Ermittlungen durchgeführt und die Vorfälle dann im Rahmen ihrer disziplinarrechtlichen Möglichkeiten verfolgt – die Behandlung der Causa hat mehrere Monate angedauert und  der Ausgang dieses Verfahrens ist mittlerweile bekannt.

Parallel zu diesem Entscheidungsprozess der zuständigen Disziplinarkommission hat es von den involvierten AkteurInnen hier an der WU erste Maßnahmen gegeben. Die Verantwortlichen in der betroffenen Organisationseinheit wurden so weit es möglich war, auf den schwierigen Umgang mit diesem heiklen Thema, vorbereitet. Außerdem hat das Rektorat, insbesondere die Inhaberin der Stabstelle „Gender Policy“ Sonja Lydtin, gemeinsam mit den Verantwortlichen des Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen und Vertreterinnen des wissenschaftlichen Betriebsrats eine Informationsbroschüre für MitarbeiterInnen und Studierende der WU erarbeitet, die in den nächsten Tagen in Ihren Postfächern bzw. Emailordnern zu finden sein wird.

In dieser Broschüre „Nein zur Belästigung!“ werden alle WU-Angehörigen ermutigt gegen unterschiedlich auftretende Formen der Belästigung einzutreten. Es wird aufgezeigt, wie sich Betroffene wehren, wie Vorgesetzte und Lehrpersonen handeln, und wie Zeuginnen und Zeugen Unterstützung bieten. Es finden sich weiters auch Information zu Orientierungshilfen und Beratungsstellen.

Mit dieser Broschüre wendet sich die WU gegen jedliche Form der Belästigung und Diskriminierung und es liegt an uns allen, in Zukunft Situationen, wie sie in diesem aktuellen Fall vorgekommen sind,  vorzeitig vorzubeugen. Hier sind wir alle gefragt, sensibel und wertschätzend miteinander umzugehen!

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