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Unterstützung für Österreichs Sozialunternehmen: NEXT Award Gewinner stehen fest

Im Früh­jahr hat das WU-Kom­pe­tenz­zen­trum für Nonprofit Orga­ni­sa­tionen und Social Entre­pre­neurship (NPO & SE) gemeinsam mit der UniCredit Bank Austria und der UniCredit Foun­da­tion öster­rei­chi­sche Sozi­al­un­ter­nehmen zur Teil­nahme am NEXT Award, einem Programm zur Förde­rung sozialer Inno­va­tionen, aufge­rufen. Zwölf ausge­wählte Fina­lis­tinnen und Fina­listen erhielten seitens WU knapp drei Monate lang profes­sio­nelle Unter­stüt­zung bei der Weiter­ent­wick­lung ihres Unter­neh­mens/ihrer Idee. Nun hat eine inter­na­tio­nale Jury drei Gewin­ne­rInnen gekürt. Die Unter­nehmen Erdbeer­woche, Nut & Feder sowie die Musik­schule DoReMi erhalten je 30.000 Euro Förde­rung.

Mithilfe inno­va­tiver Methoden verbes­sern die drei prämierten Orga­ni­sa­tionen die Lebens­si­tua­tion unter­schied­li­cher sozialer Ziel­gruppen und konnten so die Jury überz­eugen.

  • Erdbeer­woche ist das erste auf Mens­trua­tion und nach­hal­tige Monats­hy­giene spezia­li­sierte Social Busi­ness aus Öster­reich. Die Unter­neh­me­rinnen haben die Vision, das Tabu der Mens­trua­tion zu brechen und die Frau­en­hy­giene zu revo­lu­tio­nieren.

  • Ebenso prämiert wurde Nut & Feder, ein Sozi­al­un­ter­nehmen mit dem Ziel, Menschen mit Flucht­hin­ter­grund durch das Erlernen eines Hand­werks eine Perspek­tive am öster­rei­chi­schen Arbeits­markt zu bieten. Nut & Feder erhielt außerdem im internen Voting der UniCredit Bank Austria „Your Choice. Your Project.“ die meisten Stimmen und wird mit einer zusätz­li­chen Förde­rung in der Höhe von 5.000 Euro unter­stützt.

  • Auch der Musik­schule DoReMi des Vereins Open Piano for Refu­gees, geht es um Inte­gra­tion. Das Projekt bietet auf einer „zahle so viel du kannst“-Basis Musik­un­ter­richt für einkom­mens­schwache Personen.

WU-Kom­pe­tenz­zen­trum NPO & SE unter­stützte Unter­nehmen

Am WU-Kom­pe­tenz­zen­trum für Nonprofit Orga­ni­sa­tionen und Social Entre­pre­neurship werden Sozi­al­un­ter­nehmen durch Forschung und Capa­city Buil­ding in ihrer Entwick­lung von je her unter­stützt. Zwischen Juli und Oktober bot das Kompe­tenz­zen­trum am WU Campus den zwölf Fina­lis­tinnen und Fina­listen, darunter neben den drei Gewin­ne­rInnen u.a. die Sozi­al­un­ter­nehmen Sindbad, Habibi & Hawara, die Fair­mitt­lerei, Three Coins, Commu­nity Cooking der Caritas, das Institut für Sozi­al­dienste (IFS), IDUNA und Lunzers Maß-Greiß­l­erei, daher ein viel­fäl­tiges Programm zu Themen der Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung, Führung und Manage­ment. Die Inhalte waren auf die Bedürf­nisse der Sozi­al­un­ter­nehmen abge­stimmt, die nach ihrer Star­t-up Phase eine solide Basis schaffen und gesund wachsen wollen. „Gerade gemein­nüt­zige Unter­nehmen nehmen in der Lösung sozialer Probleme zuneh­mend eine wich­tige Rolle ein. Die Wirt­schafts­uni­ver­sität Wien ist eine verant­wor­tungs­volle Univer­sität und unter­stützt Sozi­al­un­ter­nehmen daher auch gerne dabei, ihre Ziele erfolg­reich zu errei­chen“, sagt die Rektorin der WU, Edel­traud Hanap­pi-Egger. Das Kompe­tenz­zen­trum bleibt nach Vergabe des NEXT Award weiterhin in engem Kontakt mit den drei Gewin­ne­rInnen und berät diese bei der Umset­zung ihrer Geschäftsi­deen.

Inter­na­tio­nale Jury begeis­tert

„Der NEXT Award ist aus meiner Sicht ein weiterer wich­tiger Baustein zum Aufbau eines agilen Social Entre­pre­neurship Ökosys­tems in und für Öster­reich“, sagt Jury­mit­glied Hannes Schwetz vom Austria Wirt­schafts­ser­vice. Teil der Jury waren außerdem Hannah Lux, selbst erfolg­reiche Sozi­al­un­ter­neh­merin und Geschäftsfüh­r­erin der Voll­pen­sion in Wien, Hinnerk Hansen aus Berlin, Mitbe­gründer des Impact Hub Vienna und lang­jäh­r­iger Geschäftsführer des Impact Hub Global, Gabriele Tatz­berger der Wirt­schafts­agentur Wien und Leiterin des Star­t-up Service, sowie Anna­lisa Aleati, wissen­schaft­liche Leiterin der UniCredit Foun­da­tion in Mailand und Martin Bachl der UniCredit Bank Austria. „Ich bin wirk­lich sehr glück­lich, diese Chance gehabt zu haben.“, sagt eine Teil­neh­merin, „Wir haben extrem viel aus dem NEXT Entwick­lungs­pro­gramm mitge­nommen und wissen jetzt noch besser, wie wir unser Ziel errei­chen können.“



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