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Neues Forschungsinstitut eröffnet

10. Juni 2026

Forschungsinstitut für Migrations- und Fluchtforschung und -management (FORM) am 8. Juni an der WU eröffnet

Mit einem hochkarätig besetzten Festakt wurde am 8. Juni 2026 das von Judith Kohlenberger und Katharina Miko-Schefzig geleitete Forschungsinstitut für Migrations- und Fluchtforschung und -management (FORM) an der WU offiziell eröffnet. Vertreter*innen von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutierten dabei über die Herausforderungen und Chancen von Migration und Integration sowie die Rolle evidenzbasierter Forschung in einem gesellschaftlich hochrelevanten Themenfeld.

Den Auftakt bildeten Grußworte von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Magnus Brunner, EU-Kommissar für Inneres und Migration, sowie Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung. Sie unterstrichen die Bedeutung wissenschaftlicher Expertise für die Gestaltung einer zukunftsorientierten Migrations- und Integrationspolitik.

Im Zentrum der Veranstaltung stand die Keynote von Naika Foroutan, Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin und Direktorin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM), einer Partnerinstitution des FORM. Unter dem Titel „Migrantisches Gold?! Zum Mismatch zwischen Migrationsbedarfen und Migrationsabwehr und zur Rolle der Migrationsforschung in polarisierten Zeiten“ eröffnete sie einen differenzierten Blick auf aktuelle Debatten zu Migration, Integration und demografischem Wandel. Ihre Ausführungen regten dazu an, Migration nicht ausschließlich unter ökonomischen Gesichtspunkten zu betrachten, sondern sie auch im Kontext eines globalen Wettbewerbs um Talente und Fachkräfte zu verstehen.

Anschließend diskutierten Johannes Kopf (AMS), Silvia Angelo (ÖBB), WU-Professor und am FORM affiliierter Wissenschaftler Gabriel Felbermayr (WIFO) und Gertrude Schatzdorfer-Wölfel (Schatzdorfer Gerätebau) über die Herausforderungen und Chancen von Migration und Integration für den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Österreich. Dabei wurde deutlich, wie eng Fragen von Arbeitsmarkt, Fachkräftesicherung und gesellschaftlicher Teilhabe miteinander verknüpft sind.

WU-Rektor Rupert Sausgruber betonte die besondere Verantwortung der Universität, aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wissenschaftlich aufzugreifen: „Als Wirtschaftsuniversität greifen wir gesellschaftliche Herausforderungen aktiv auf. Das Forschungsinstitut für Migrations- und Fluchtforschung und -management leistet durch interdisziplinäre, unabhängige und evidenzbasierte Analysen einen wichtigen Beitrag dazu, komplexe Fragen einzuordnen und den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu stärken.“

Auch Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer (Wirtschaft, Energie und Tourismus) würdigte die Einrichtung des neuen Forschungsschwerpunkts und gratulierte der WU zu diesem Schritt. Migration zähle zu den zentralen gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Gleichzeitig verwies er auf den hohen Bedarf an qualifizierter Zuwanderung und die Bedeutung von Bildung und Qualifizierung für Menschen, die bereits nach Österreich gekommen sind.

Über FORM

FORM widmet sich aktuellen Fragestellungen rund um Flucht und Migration, analysiert komplexe gesellschaftliche Diskurse und fördert den evidenzbasierten Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Das Institut versteht sich als wissenschaftliche Einrichtung mit einer klaren Orientierung an Menschen-, Grund- und Freiheitsrechten. Forschung, Lehre und gesellschaftlicher Wissenstransfer werden dabei eng miteinander verbunden, um fundierte Analysen bereitzustellen und einen Beitrag zur Gestaltung einer vielfältigen Gesellschaft zu leisten.

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