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Erneut Praktikumsstellen für Geflüchtete erfolgreich besetzt

Die Wirt­schafts­uni­ver­sität Wien hat im Rahmen ihrer Initia­tive für Geflüch­tete bereits zum zweiten Mal acht Prak­ti­kums­stellen für die Dauer von drei Monaten im wissen­schaft­li­chen Bereich für asyl­be­rech­tigte Personen ausge­schrieben und mitt­ler­weile erfolg­reich besetzt. Die neuen Prak­ti­kan­tInnen wurden an der WU im Rahmen einer Will­kom­mens­ver­an­stal­tung herz­lich begrüßt und haben ihre Tätig­keiten erfolg­reich aufge­nommen.

Bereits zum zweiten Mal wurden an der WU Prak­tika für geflüch­tete Personen, deren Asyl­ver­fahren in Öster­reich bereits positiv abge­schlossen ist und die eine begon­nene, fort­ge­schrit­tene oder abge­schlos­sene wirt­schafts-, sozi­al­wis­sen­schaft­liche oder andere akade­mi­sche Ausbil­dung vorweisen, ausge­schrieben. 2016 haben bereits acht Personen an unter­schied­li­chen Insti­tuten der WU bei wissen­schaft­li­chen Projekten für drei Monate mitge­ar­beitet. Auch in der jetzigen Tranche sind sieben Männer (sechs aus Syrien, einer aus Somalia) und eine Frau aus Syrien dabei, die an Projekten in unter­schied­li­chen Insti­tuten und Einheiten der WU mitar­beiten. „Die WU ist als öffent­liche Univer­sität in beson­derem Maße der Gesell­schaft verant­wort­lich. In dieser Rolle ist es uns ein wich­tiges Anliegen, ein Zeichen der Soli­da­rität zu setzen. Die Prak­tika an der WU sollen den Menschen die Mögl­ich­keit geben, an ihre bishe­rige Ausbil­dung anzu­knüpfen, um in weiterer Folge auf dem Arbeits­markt schneller Fuß fassen zu können. Wir wollen den Menschen die best­mög­l­i­chen Inte­gra­ti­ons­chancen in Öster­reich geben und ihnen eine Perspek­tive für die Zukunft eröffnen und auch die Mögl­ich­keit, nicht mehr nur über ihren Flücht­lings­status defi­niert zu werden, sondern als Wissen­schaft­le­rinnen, Wissen­schaftler und WU-ler“, so Rektorin Edel­traud Hanap­pi-Egger. Dass das auch gut funk­tio­niert, zeigen Rück­mel­dungen von ehema­ligen Prak­ti­kan­tInnen, die mitt­ler­weile am Arbeits­markt inte­griert sind oder studieren.

Work­shop zu Beginn der Tätig­keit

Vor Beginn der Tätig­keit in den jewei­ligen Einrich­tungen der WU wurden die ange­henden Prak­ti­kan­tInnen im Rahmen einer Kick-off Veran­stal­tung an der WU will­kommen geheißen. „Unsere Prak­ti­kan­tinnen und Prak­ti­kanten erhalten natür­lich umfas­sende Unter­stüt­zung und Betreuung, wir stellen mit WU-Pro­fessor Josef Aff einen eigenen Mentor und an den jewei­ligen akade­mi­schen Einheiten direkte Betreu­ungs­per­sonen zur Verfü­gung. Es geht darum, den Personen die Einge­wöh­nung - vor allem auch im öster­rei­chi­sche Univer­si­täts­um­feld - zu erleich­tern und das Prak­tikum so effi­zient wie möglich zu gestalten“, so Michael Lang. Die acht Prak­ti­kan­tInnen werden anhand ihrer Vorbil­dung und Kennt­nisse in Forschungs­pro­jekte einge­bunden. So arbeitet u.a. ein syri­scher Jurist am Institut für Unter­neh­mens­recht beispiels­weise an einer arabi­schen Über­s­et­zung des öster­rei­chi­schen Miet­rechts, ein soma­li­scher Infor­ma­tiker unter­stützt am Institut für Wirt­schafts­geo­grafie und Geoin­for­matik den Aufbau einer Daten­bank für ein Forschungs­pro­jekt zum Thema Prei­se­ge­stal­tung von Expres­s-­Pa­ket­lie­fe­rungen und ein syri­scher BWL-­Stu­dent unter­stützt das Institut für Inter­ac­tive Marke­ting and Social Media bei der Kodie­rung von Werbe­an­zeigen für ein Forschungs­pro­jekt. Die Prak­ti­kums­stellen werden dank Unter­stüt­zung der Bern­dorf Privat­stif­tung einge­richtet.

Die PraktikantInnen gemeinsam mit Mentor Josef Aff (g.re) und ihren BetreuerInnen von den jeweiligen Instituten
Die PraktikantInnen gemeinsam mit Mentor Josef Aff (g.re) und ihren BetreuerInnen von den jeweiligen Instituten


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