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Weichenstellungen für die Europäische Forschung und Entwicklung

Durch das 7. EU Forschungsrahmenprogramm wurden mehr als 30.000 Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und NGOs mit einer Fördersumme von rund 55 Milliarden Euro unterstützt. Am 19. November übergaben Louise O. Fresco, Präsidentin der Wageningen UR (University & Research Centre), und André Martinuzzi, Vorstand des WU-Instituts für Nachhaltigkeitsmanagement, in Brüssel die Programm-Evaluierung an EU Forschungskommissar Carlos Moedas.

In den letzten zehn Jahren wurden mehr als 25.000 Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit EU Mitteln unterstützt. Damit sollten wissenschaftliche Spitzenleistungen gefördert, die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Wirtschaft verbessert und zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beigetragen werden - vom Klimawandel über Gesundheitsforschung bis zu Sicherheitsfragen. Um die Wirksamkeit und Effizienz dieses weltweit größten Forschungsprogrammes zu evaluieren, wurde eine internationale Expert/inn/en-Gruppe eingesetzt. Mit der Redaktion wurde André Martinuzzi, Vorstand des WU-Instituts für Nachhaltigkeitsmanagement, betraut. Er wurde von der Europäischen Kommission für diese Aufgabe ausgewählt, da er seit vielen Jahren EU Projekte koordiniert und auf umfangreiche Erfahrungen in Forschung, Wirtschaft und Politik verweisen kann.

„Europas Investitionen in Forschung und Entwicklung tragen zu Wachstum bei, schaffen Arbeitsplätze und bieten Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen. Der Evaluationsbericht bietet exzellente Informationen darüber wie effizient und effektiv das EU Forschungsrahmen-programm war. Er enthält aber auch eine Vielzahl wertvoller Anregungen. Die Europäische Kommission wird ihn bei der Gestaltung der Zukunft derartiger EU Programme berücksichtigen“, so EU Forschungskommisar Moedas.

Mehr Abstimmung, mehr Einbindung

Die Expert/inn/en-Gruppe beschäftigte sich besonders mit den Wirkungen auf wissenschaftliche Exzellenz, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlichen Nutzen. „Wir müssen die Förderprogramme zwischen der EU und den europäischen Mitgliedsländern besser aufeinander abstimmen und strategische Schwerpunkte in Bereichen setzen, wo Europa eine weltweit führende Rolle spielen kann“, fasst André Martinuzzi einige der Empfehlungen zusammen. „Darüber hinaus sollten wir den Menschen in Europa eine prominentere Rolle in der Forschung geben und sie als gleichwertige Partner/innen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme betrachten. Sie sind es, die durch ihre Steuern Forschung ermöglichen und sie sollten auch von den Forschungsergebnissen profitieren.“

Der Expert/inn/en-Bericht enthält eine Vielzahl von Empfehlungen für das derzeit laufende Forschungsprogramm Horizon 2020. Die Europäische Kommission wird Anfang 2016 ihre Schlussfolgerungen und Weichenstellungen für die Zukunft der Europäischen Forschung und Entwicklung dem EU Parlament übermitteln.

Link zum Evaluationsbericht: http://ec.europa.eu/research/evaluations/pdf/fp7_final_evaluation_expert_group_report.pdf

Presserückfragen:

PD Dr. André Martinuzzi
Vorstand des Instituts für Nachhaltigkeitsmanagement
Welthandelsplatz 1, Gebäude D1, 1020 Wien
Tel. +43-1-313 36 - 4698
E: andre.martinuzzi@wu.ac.at
wu.ac.at/sustainability

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