Eine Person liest eine spanische Tageszeitung

Vier Universitäten gründen Center for Digital Humanism Vienna: WU bringt Wirtschafts- und Gesellschaftsexpertise ein

24. Juni 2026

Das neue Zentrum bündelt Expertise zu KI, Demokratie und digitaler Verantwortung und stärkt die Zusammenarbeit von Forschung, Politik und Praxis.

Die WU Wirtschaftsuniversität Wien gründet gemeinsam mit der Universität Wien, der Technischen Universität Wien und der Central European University das „Center for Digital Humanism (CDH) Vienna“. Die gemeinsame GmbH wird mit 1. Juli 2026 eingerichtet, im Herbst nimmt das Zentrum seine operative Arbeit auf. Ziel ist es, Forschung, Praxis und gesellschaftlichen Dialog zum Digitalen Humanismus zu bündeln und international sichtbar zu machen.

Mit dem „Center for Digital Humanism Vienna“ entsteht in Wien eine neue gemeinsame Plattform für interdisziplinäre Zusammenarbeit an den Schnittstellen von Technologie, Gesellschaft und Verantwortung. Das CDH Vienna soll kooperative Forschungs- und Praxisprojekte unterstützen, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft vernetzen und den Digitalen Humanismus durch internationale Kooperationen, Konferenzen, wissenschaftliche Positionen und Fellowship-Programme stärken.

Beteiligte Personen von CDH Vienna

Für die WU ist die Beteiligung besonders relevant, weil digitale Transformation weit mehr ist als technologische Entwicklung. Sie verändert Märkte, Organisationen, Arbeit, Wettbewerb, Regulierung und gesellschaftliche Teilhabe. Hier bringt die WU ihre wirtschaftswissenschaftliche, sozialwissenschaftliche und wirtschaftsrechtliche Expertise ein, insbesondere dort, wo wirtschaftliche Dynamik, Verantwortung und gesellschaftlicher Nutzen zusammen gedacht werden müssen.

Neue Impulse für Forschung, Lehre und Transfer

Gleichzeitig eröffnet das CDH Vienna für die WU neue Anknüpfungspunkte für interdisziplinäre Forschung, gemeinsame Projekte, Lehr- und Ausbildungsformate, PhD-Aktivitäten sowie Veranstaltungen und Transferformate mit Partneruniversitäten und Akteur*innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die Forscher*innen bleiben dabei an den vier Trägeruniversitäten verankert, das CDH Vienna übernimmt eine koordinierende und vernetzende Rolle. Designierter Direktor ist Peter Knees, Professor für Informatik an der Technischen Universität Wien und UNESCO-Chair for Digital Humanism.

Anknüpfen kann die WU dabei an bereits bestehende Aktivitäten wie das Vienna Doctoral College on Digital Humanism, die Projekte „Fair OGD: Faire online Gruppenentscheidungen“ und „Citizen PB: Citizen-centered democratic innovation: Understanding citizen preferences for participatory budgeting algorithms“ sowie die bevorstehende Konferenz „Digital Democracy: Bridging Theory and Practice“ an der WU. Zudem soll das CDH wichtige Verbindungen zum Kompetenzzentrum für Applied AI and Scientific Computing herstellen.

Wirtschaftliche, soziale und rechtliche Folgen von technologischer Entwicklung im Fokus

WU-Rektor Rupert Sausgruber betont: „Digitaler Humanismus stellt die entscheidende Frage, nach welchen Maßstäben wir technologische Entwicklung gestalten wollen. Für die WU bedeutet das: Wir wollen dazu beitragen, dass Innovation nicht nur an Effizienz und Machbarkeit gemessen wird, sondern auch an ihren wirtschaftlichen, sozialen und rechtlichen Folgen. Das Center for Digital Humanism Vienna bietet dafür einen wichtigen gemeinsamen Rahmen, über Disziplinen und Institutionen hinweg.“

Pressekontakt:
Mag. Cornelia Moll
Pressesprecherin
Tel: + 43-1-31336-4977
E-Mail: cornelia.moll@wu.ac.at

zurück zur Übersicht