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Provenienzforschung an der WU: zehn Werke aus AK-Bestand nun zurückgegeben

14. Juli 2014

Am Mittwoch , 9. Juli, wurden im Rahmen einer kleinen Feier zehn Bücher, die ursprünglich aus dem Bestand der Arbeiterkammer-Bibliothek stammen, von der WU an die AK-Wien zurückgegeben. Wie die Werke im Jahr 1936 ihren Weg in die WU-Bibliothek fanden, bleibt im Dunklen.

Am Mittwoch , 9. Juli, wurden im Rahmen einer kleinen Feier zehn Bücher, die ursprünglich aus dem Bestand der Arbeiterkammer-Bibliothek stammen, von der WU an die AK-Wien zurückgegeben. Wie die Werke im Jahr 1936 ihren Weg in die WU-Bibliothek fanden, bleibt im Dunklen.

Die WU widmet sich seit einiger Zeit ausführlich der Provenienzforschung in ihrer Bibliothek. Dabei soll anhand der Durchsicht der derzeitigen Bestände geklärt werden, ob im Zeitraum 1933-1945 bedenkliche Erwerbungen erfolgt sind. Finden sich solche Werke, werden diese nach Möglichkeit an die rechtmäßigen Eigentümer/innen bzw. deren - institutionellen - Rechtsnachfolger/innen restituiert.

Spurensuche: Bibliothek als Ort der Geschichte

Im Zuge der Provenienzforschung an der WU fand das Projektteam (Mag. Roswitha Hammer und Regina Zodl) Bücher aus dem Bestand der AK-Bibliothek, die im November 1936 in den Bestand der damaligen Bibliothek der Hochschule für Welthandel gelangten, darunter drei Bände aus dem Nachlass Leopold Winarskys (1873-1915) und eines aus der Bibliothek Engelbert Pernerstorfers (1850-1918), beides Politiker der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, die die AK in den 1920er Jahren erworben hatte. Wie genau die Bücher 1936 in die heutige Universitätsbibliothek der Wirtschaftsuniversität Wien kamen, ist unklar.

Nikolaus Berger, Direktor der WU-Bibliothek, hat nun die Bücher wieder der AK Bibliothek übergeben und zeigte sich erfreut, dass "diese Werke nun, nach über 70 Jahren wieder in den ursprünglich dafür gedachten Bücherregalen interessierten Leser/innen zur Verfügung stehen werden", so Berger.

"Wir sind dankbar, dass Sie diesen Weg gehen und diese Werke in eine leider sehr zerrissene Sammlung wieder zurückführen", so Mag. Ute Weiner, Leiterin der AK-Bibliothek. Nach Ende des 2. Weltkrieges war die AK-Bibliothek leer geräumt und ihr Bestand über ganz Europa zerstreut. Die Jahre des Ständestaates und des NS-Raubes hatten ihre Spuren hinterlassen.

Weitere Infos zur Provenienzforschung: http://www.wu.ac.at/library/about/provenance

Rückfragen:
Mag. Melanie Hacker
PR-Referentin
melanie.hacker@wu.ac.at
Tel.: +43-1-31336-5478
http://www.wu.ac.at/press

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