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Ehrendoktorat der WU an Rechtswissenschaftler Peter M. Huber verliehen

03. Juli 2026

Höchste wissenschaftliche Auszeichnung der Universität für Staats- und Europarechtler Peter M. Huber

Am 2. Juli 2026 wurde Peter M. Huber, Professor für Öffentliches Recht an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), langjähriger Richter des Bundesverfassungsgerichts und Minister a. D., der Titel des Ehrendoktors der WU Wirtschaftsuniversität Wien verliehen. Die WU würdigt mit dem Ehrendoktorat seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen sowie sein prägendes Wirken in Wissenschaft, Rechtsprechung und Politik. Die Ehrendoktorwürde ist die höchste akademische Auszeichnung der WU.

Peter M. Huber zählt zu den einflussreichsten Staats- und Europarechtlern im deutschsprachigen Raum. Nach seinem Studium, seiner Promotion und seiner Habilitation an der LMU München war er Universitätsprofessor für Öffentliches Recht in Augsburg, Jena und Bayreuth, bevor er 2002 nach München zurückkehrte. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Staats- und Verwaltungsrecht sowie im Europarecht. Mit zahlreichen Publikationen in führenden Fachzeitschriften hat er die wissenschaftliche Diskussion nachhaltig geprägt.

Würdigung eines Juristen zwischen Wissenschaft, Politik und Rechtsprechung

Bei der feierlichen Verleihung des Ehrendoktorats hielt WU-Professor und Präsident des Österreichischen Verfassungsgerichtshofs, Christoph Grabenwarter, nach der Begrüßung durch Rektor Rupert Sausgruber und einer Ansprache des stellvertretenden Vorsitzenden des Senats, Martin Spitzer, die Laudatio auf den geehrten Wissenschaftler: „Mit Peter Huber ehren wir einen Wissenschaftler von internationalem Rang, der die Entwicklung des öffentlichen Rechts über Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt hat. Sein Einsatz für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die europäische Integration macht ihn zu einer herausragenden Persönlichkeit der Rechtswissenschaft unserer Zeit.“

„WU erste Adresse für Staatsrechtslehrer“

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war dieser auch in zentralen Funktionen in Justiz und Politik tätig. Er war unter anderem Vorsitzender des Deutschen Juristen-Fakultätentages sowie der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) und Vorstandsmitglied der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer. In den Jahren 2009/2010 war er Innenminister des Freistaats Thüringen. Von 2010 bis 2023 war er Richter des Bundesverfassungsgerichts. Er zeigte sich sichtlich erfreut über die hohe akademische Würdigung durch die WU: „Ein ‚Dr. h.c.‘ der WU Wien toppt alle vergleichbaren Ehrungen. Für Staatsrechtslehrer ist die WU Wien die erste Adresse in Österreich. Sie war von Anfang an der wichtigste Kristallisationspunkt für den fachlichen Austausch zwischen Österreich und Deutschland, der Leuchtturm gewissermaßen. Der Münchner fühlt sich hier zudem auch mentalitätsmäßig und kulturell besonders zu Hause. Schon beim Zugriff auf die Probleme versteht man sich ohne viele Worte.“

Die Verleihung der Ehrendoktorwürde ist eine der höchsten Auszeichnungen, die eine Universität vergeben kann, und bedarf einer genauen Begründung. Zuletzt wurde der Titel im Mai an die Finanzökonomin Toni M. Whited verliehen.

Pressekontakt:
Mag. Cornelia Moll
Pressesprecherin
Tel: + 43-1-31336-4977
E-Mail: cornelia.moll@wu.ac.at
 

C. Grabenwarter, P. Huber, Rektor Sausgruber, M. Spitzer ©Foto Pfluegl
C. Grabenwarter, P. Huber, Rektor Sausgruber, M. Spitzer ©Foto Pfluegl
C. Grabenwarter, P. Huber, Rektor Sausgruber, M. Spitzer_2©Foto Pfluegl
C. Grabenwarter, P. Huber, Rektor Sausgruber, M. Spitzer_2©Foto Pfluegl
 Dr.jur.h.c Peter Huber ©Foto Pfluegl
Dr.jur.h.c Peter Huber ©Foto Pfluegl
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