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25. Internationale Sommerakademie: „Synagoge im Mittelpunkt“

Von 8. bis 10. Juli findet an der WU die 25. Internationale Sommerakademie des Instituts für die jüdische Geschichte Österreichs in Kooperation mit dem Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der WU sowie den Wiener Vorlesungen statt. Diesmal steht die Geschichte der Synagogen in Mitteleuropa nach 1945 im Fokus der Veranstaltung.

Von 8. bis 10. Juli findet an der WU die 25. Internationale Sommerakademie des Instituts für die jüdische Geschichte Österreichs in Kooperation mit dem Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der WU sowie den Wiener Vorlesungen statt. Diesmal steht die Geschichte der Synagogen in Mitteleuropa nach 1945 im Fokus der Veranstaltung.

Wie Zivilgesellschaft gehört Religion zu den Gegengewalten, die verhindern, dass es nur ein monokratisches Herrschaftssystem gibt, das Gehorsam einfordert. Vor dem nationalsozialistischen Terror hat es in Österreich viele Synagogen gegeben, viele wurden zerstört. Die Menschen, die diese Gebäude mit ihrem Glauben belebt haben, wurden verfolgt, vertrieben und vernichtet. Die Zerstörung der Synagogen war ein Akt kultureller Barbarei, der nicht wieder gut zu machen ist. Bei der diesjährigen Sommerakademie geht es um einen adäquaten Umgang mit Geschichte und Kultur. Sie fokussiert auf die Frage, wie man mit leerstehenden Synagogen, die durch den Holocaust ihrer Gemeinden beraubt wurden, in den letzten 70 Jahren umgegangen ist und heute umgeht. Die Tagung hat sich als Diskussions-forum und hoch qualifizierter Vermittlungsort etabliert. Für diese wissenschaftliche und Bildungsarbeit ist dem Institut herzlich zu danken.
Univ.-Prof. Dr. Hubert Christian Ehalt, Wissenschaftsreferent der Stadt Wien

Eröffnet wird die Sommerakademie in feierlichem Rahmen in der ehemaligen Synagoge in St. Pölten am Dienstag, dem  7. Juli um 19:00 Uhr mit einem  Konzert der in Berkeley (USA) lebenden Pianistin Irene Schreier Scott, Enkelin des Architekten der St. Pöltner Synagoge Theodor Schreier (geb. 1873 in Wien – ermordet 1943 im KZ Theresienstadt).

Ein Bustransfer Wien-St. Pölten-Wien steht Konzertbesucher/inne/n zur Verfügung.
Am 8. Juli beginnt die Veranstaltung auf dem WU-Campus.

Aufarbeitung der Geschichte an der WU

„Der adäquate Umgang mit Geschichte und Kultur ist zentraler und wichtiger Bestandteil universitärer Identität. Auch an der WU widmen wir uns intensiv unserer Vergangenheit als Hochschule zurzeit des Zweiten Weltkriegs und danach“, so WU-Professor Peter Berger vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte. 2012 startete die WU ein Forschungsprojekt, das sich mit der Geschichte der ehemaligen Hochschule für Welthandel zur Zeit des „Anschlusses" und der NS-Herrschaft beschäftigt. Zum Gedenken an die ab März 1938 ausgegrenzten, vertriebenen oder ermordeten Angehörigen der Hochschule für Welthandel wurde auf dem neuen Campus an zentraler Stelle ein Mahnmal errichtet. Die Biographien der Opfer sind in einem virtuellen Gedenkbuch (http://gedenkbuch.wu.ac.at) nachlesbar. Darüber hinaus bemüht sich die Universitätsbibliothek um die Identifizierung und Restitution von in der NS-Zeit unrechtmäßig erworbenen Buchbeständen.

25. Internationale Sommerakademie

Wann: 7.-10. Juli
Wo: Ehemalige Synagoge St. Pölten und Campus WU, Festsaal 2, Library & Learning Center

Anmeldung für Vorträge nicht erforderlich, die Veranstaltung ist kostenlos.
Anmeldung für Bustransfer zur Eröffnungsveranstaltung in der ehemaligen Synagoge St. Pölten bitte telefonisch unter +43 664 310 08 61 (Kosten: € 10).

Kontakt:

Anna Maria Schwendinger
PR-Referentin
Tel: + 43-1-31336-5478
anna.schwendinger@wu.ac.at

WU-Presseinformation "25. Internationale Sommerakademie" als PDF



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