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1. Internationaler Tag der KMU: Seit über 80 Jahren Forschung und Lehre an WU

Klein- und Mittelunternehmen (KMU) sind ein wichtiger Bestandteil der internationalen Wirtschaft. Rund 2/3 aller Erwerbstätigen arbeiten auch hierzulande in KMUs. An der WU wird der Vielfalt dieser Unternehmensform seit mehr als 80 Jahren in Lehre und Forschung Rechnung getragen. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat nun den 27. Juni in Anerkennung der weltweiten Bedeutung von KMU als “Micro-, Small and Medium-sized Enterprises Day” ausgerufen.

Mit dem Welttag der KMU am 27. Juni würdigen die Vereinten Nationen die wichtige Rolle der eher im Hintergrund agierenden Unternehmen, die aber weltweit eine hohe Bedeutung als Motor für die Schaffung von Arbeitsplätzen und für nachhaltiges Wachstum haben. Alleine in Österreich entfallen 60% der Investitionen und 50% der Exporte auf KMU. Diese tragen rund 60% zur Bruttowertschöpfung bei. KMU dominieren nicht nur zahlenmäßig die Unternehmenslandschaft der meisten Volkswirtschaften, auch ihre herausragende Bedeutung für den Strukturwandel ist unbestritten. So können ca. 55% als innovationsaktiv charakterisiert werden. Diese Dynamik wirft auch ein Licht auf die Vielfalt von Unternehmen in der Gruppe der KMU.

Forschung und Lehre zu KMU bereits seit über 80 Jahren an WU

Bereits 1936 hat die Hochschule für Welthandel, die Vorgängerinstitution der Wirtschaftsuniversität Wien, im Wissen um die zentrale Rolle der KMU eine Professur für „Betriebswirtschaftslehre unter besonderer Berücksichtigung des Kleingewerbes“ eingerichtet, die mit Willy Bouffier besetzt wurde, der nach dem Anschluss 1939 in den Zwangsruhestand versetzt wurde. Die Geschichte des Lehrstuhls bis zum heutigen Institut für KMU-Management ist auf deren Website nachzulesen. „Die Rolle von KMU als Innovations- und Internationalisierungsmotor und folglich als Beschäftigungsmotor war und ist für die WU bedeutend. Um diese auch in Zukunft zu unterstützen, engagiert sich die WU mit ihrem Institut für KMU-Management nicht nur in der Forschung, sondern auch in der Ausbildung jener Personen, die das Potential von KMU in Zukunft ausschöpfen werden“, so WU-Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger. Neben Lehrbüchern, die das Verständnis des Faches KMU-Management im deutschsprachigen Raum mitgeformt haben, wurden vom Institut für KMU-Management auch einflussreiche Forschungsarbeiten publiziert, die sich bspw. mit Fragen der Unternehmensgründung, der Kooperation oder mit Spezifika der Familienunternehmen beschäftigen.

KMU ist kein verkleinertes Großunternehmen

Das Institut für KMU-Management eröffnet nicht nur vielen zukünftigen UnternehmerInnen eine fundierte Ausbildung, es unterstreicht auch deutlich das nachhaltige Engagement der WU für die Klein- und Mittelunternehmen. „Unser Institut beschäftigt sich unter anderem mit strategischen Entwicklungsprozessen von dynamischen KMU, deren Wachstum, Internationalisierung, Kooperationen, Corporate Entrepreneurship usw. Und auch in der Lehre vermitteln wir die Bedeutung von KMU-Management“, erklärt Institutsvorstand Dietmar Rößl und ergänzt: „Mit dieser Ausrichtung forciert das Institut das Entwicklungspotential der österreichischen mittelständischen Wirtschaft. Ein KMU ist nicht einfach ein verkleinertes Großunternehmen – sein Management folgt einer völlig anderen Logik. Diese Logik macht Handeln trotz Unbestimmtheiten, Ambiguitäten und zum Entscheidungszeitpunkt nicht verfügbarer Ressourcen möglich und macht Paradoxien handhabbar: gleichzeitig operativ und strategisch, gleichzeitig stabilisieren und verändern.“

Pressekontakt:
Mag. Cornelia Moll
Pressesprecherin
Tel: + 43-1-31336-4977
E-Mail: cornelia.moll@wu.ac.at

1. KMU Tag - Forschung und Lehre an WU seit über 80 Jahren dazu als PDF
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