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7. Österreichischer Aufsichtsratstag an der WU

Am Donnerstag, den 2. März 2017, findet an der WU bereits zum siebten Mal der Öster­rei­chi­sche Aufsichts­ratstag statt. Diesmal widmen sich die zahl­rei­chen Work­shops, Exper­tIn­nen­vor­träge und Diskus­si­ons­runden dem Thema „Uncer­tainty – Unge­wiss­heit: Risiko oder Chance?“ Durch Digi­ta­li­sie­rung und Globa­li­sie­rung verän­dern sich auch die Heraus­for­de­rungen, im Fokus stehen daher das neue „Rollen­profil“ des Aufsichts­rats und seine wandelnden Aufgaben im Unter­nehmen. Veran­staltet wird die Fach­ta­gung von WU-Pro­fes­sorin Susanne Kalss, Institut für Zivil- und Unter­neh­mens­recht, und WU-Pro­fessor Werner Hoff­mann, Vorstand des Insti­tuts für Stra­te­gi­sches Manage­ment.

Vorstand und Aufsichtsrat treffen seit jeher Entschei­dungen unter Unsi­cher­heiten. Sowohl das Ausmaß als auch die Viel­falt der Unge­wiss­heit sind jedoch durch Digi­ta­li­sie­rung, Globa­li­sie­rung und gesell­schafts­po­li­ti­sche Verän­d­e­rungen beträcht­lich gestiegen. Dieser disrup­tive Wandel stellt lang­jäh­rige Geschäftsm­o­delle in Frage und erfor­dert häufig eine grund­sätz­liche stra­te­gi­sche Neuaus­rich­tung der Unter­nehmen. Vorstand und Aufsichtsrat sind daher gefor­dert, das Unter­nehmen auf unter­schied­liche Zukunfts­sze­na­rien vorzu­be­reiten sowie die stra­te­gi­sche Leis­tungs­kraft und Resi­lienz des Unter­neh­mens zu erhöhen.

Mehr Risiko

Entschei­dungen über künf­tige stra­te­gi­sche Stoß­r­ich­tungen und Geschäftsm­o­delle, die vom Vorstand auszu­ar­beiten sind, müssen vom Aufsichtsrat mitge­tragen werden. Der Aufsichtsrat muss die vom Vorstand vorge­legten Überl­e­gungen und Geschäftsm­o­delle einschätzen, die stra­te­gi­schen Entwick­lungs- und Inves­ti­ti­ons­pläne kritisch hinter­fragen, und dabei vor allem die internen und externen Reali­sa­ti­ons­ri­siken beur­teilen können. Umwelt- und markt­be­zo­gene sowie geopo­li­ti­sche Entwick­lungen treffen Unter­nehmen in unter­schied­li­chem Maß und sind konkret für das Unter­nehmen zu berück­sich­tigen. „Diese ange­mes­sene Risi­ko­ein­schät­zung setzt unter­neh­me­ri­sches, aber auch recht­li­ches Wissen voraus; der Aufsichtsrat ist dabei nicht der lästige Verhin­derer, sondern hinter­fragt und setzt die Para­meter der Entschei­dungs­fin­dung und muss sich daher häufig tief in die Sache einlassen“, so WU-Pro­fes­sorin Susanne Kalss.

Mehr Gestal­tungs­po­ten­zial

Dem Aufsichtsrat wird dadurch eine hohe Verant­wor­tung zuge­wiesen, aber zugleich auch ein großes Gestal­tungs­po­ten­zial eröffnet. Dies wirft eine Reihe grund­sätz­li­cher Fragen auf: Welche Rolle soll der Aufsichtsrat bei der Weiter­ent­wick­lung oder Trans­for­ma­tion von Unter­nehmen spielen? Soll er eher den Vorstand unter­stützen, mögl­i­cher­weise sogar antreiben oder ihn umge­kehrt eher bei inno­va­tiven Verän­d­e­rungs­in­itia­tiven bremsen? Wie hoch darf der Risi­ko­ap­petit eines Unter­neh­mens sein und wie stark soll sich der Aufsichtsrat in seine Fest­le­gung invol­vieren? All diese Fragen werden zentrale Themen des 7. Öster­rei­chi­schen Aufsichts­rats­tags sein.

7. Öster­rei­chi­scher Aufsichts­ratstag
Wann: 2. März 2017, ab 9:30 Uhr
Wo: Campus WU, Welt­han­dels­platz 1, 1020 Wien, Work­shops: Gebäude D3; Plenum: Gebäude LC, Fest­saal
Weitere Infor­ma­tionen finden Sie unter: http://www.aufsichts­ratstag.at

Pres­se­kon­takt:
Mag. Anna Maria Schwen­dinger
PR-Re­fe­rentin
Tel: + 43-1-31336-5478
E-Mail: anna.schwen­din­ger@wu.ac.at



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