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...in Grenoble

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Grenoble Ecole de Management (GEM),
Grenoble, Frankreich

Nachdem ich bereits im ersten Semester meines Masterstudiums das Sprachangebot der WU nutzen konnte, um mein ziemlich eingerostetes Französisch aufzubessern, entschied ich mich sehr bald dafür ein Auslandssemester in Frankreich zu absolvieren. Da ich auch gerne in einem französischen Programm studieren wollte und mir die Universität durch diverse Rankings bereits bekannt gewesen war, wählte ich schließlich die Grenoble Ecole de Management.

Im September 2015 war es dann so weit. Gleich bei der Ankunft wurde mir klar, warum Grenoble mit Innsbruck um den Titel „Hauptstadt der Alpen“ kämpft. Umringt von Bergen haben die beiden Städte optisch einige Gemeinsamkeiten.

Die GEM hat im Vergleich zur WU einen relativ kleinen Campus, liegt dafür aber mitten im Zentrum der Stadt. Zu Semesterbeginn wird man vom Welcome Team sehr offen empfangen, zu zahlreichen Aktivitäten eingeladen, die das Kennenlernen anderer Austauschstudierenden fördern, und auch hinsichtlich der notwendigen „formalités“ (Stichwort: französische Bürokratie – très horrible!), die sich über die ersten Wochen hinausziehen, unterstützt.

Nachdem ich in meinem Programm nur eine von zwei ERASMUS-Studierenden war, war es sehr leicht französische Kolleg/inn/en kennen zu lernen – da jeder wissen wollte, woher ich komme. Das Kursprogramm war hier im Vergleich zu meinem eher theoretischen Masterprogramm an der WU sehr praxisbezogen. Case Studies, Gruppenarbeiten und Präsentationen gab es in jedem Fach, dafür haben schriftliche Prüfungen meistens nur einen kleinen Teil der Note gebildet. Es war für mich zwar kein Problem den Professor/inn/en im Unterricht zu folgen, Gruppendiskussion waren aber eine Herausforderung. Es hat dann doch manchmal einiges an Überwindung gekostet nicht nur Englisch zu sprechen. Da sämtliche Kolleg/inn/en aber wirklich hilfsbereit waren und mich gerne in ihre Teams aufgenommen haben, waren die sprachlichen Unsicherheiten kein wirkliches Hindernis.

Wenn man gerne Ski fährt und wandert, ist Grenoble wirklich die ideale Stadt! Wir haben fast jedes Wochenende auf einem anderen Berg verbracht. Die zentrale Lage ermöglicht Wochenendtrips nach Genf, Lausanne, Mailand, Nizza und an die restliche Côte d'Azur.

Ich war persönlich sehr überrascht, dass so viele der Klischees, die man oft über Frankreich hört, in Grenoble nicht zu treffen. Grenoble ist durch zahlreiche Expats und die hohe Anzahl an Austauschstudierenden wirklich international. Auch mit geringen bis keinen Sprachkenntnissen kommt man hier recht gut durch. So überschaubar die Stadt jedoch ist und so freundlich einem die Menschen hier auch begegnen, muss ich an dieser Stelle trotzdem betonen, dass man es als Frau vermeiden sollte, hier nachts alleine auf der Straße zu gehen. Es war für mich im Vorhinein nur schwer vorstellbar, dass Begleitung in einer europäischen Stadt wirklich notwendig ist, aber man gewöhnt sich schnell daran. Trotzdem ist mir Grenoble so sehr ans Herz gewachsen, dass ich im Februar schon wieder eine Woche auf Urlaub dort war.

Wie bei wohl jedem Auslandssemester hatte ich die Möglichkeit mir ein sehr großes internationales Netzwerk aufzubauen, aus dem auch viele enge Freundschaften entstanden sind.

Beitrag und Fotos von Anna Berger, Auslandssemester im WS 2015/16.
Vielen Dank!

Grenoble Ecole de Management (GEM)

  • Standort: Grenoble, Frankreich

  • Einwohnerzahl Grenoble: ca. 158.000

  • Studierendenzahl: ca. 7.800

  • Akkreditierungen: AACSB, AMBA, EQUIS

  • Austauschlevel: Bachelor, Master