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Internationaler Vorreiter: WU-Forschungsinstitut für Kryptoökonomie

Anfang des Jahres wurde an der Wirt­schafts­uni­ver­sität Wien das Forschungs­in­stitut für Kryp­to­ö­ko­n­omie einge­richtet, in dem die inter­dis­zi­pli­nären Kompe­tenzen der WU von mitt­ler­weile 30 Forsche­rinnen und Forschern aus acht Depart­ments rund um das Thema Block­chain, Kryp­towäh­rungen und Distri­buted Ledger Tech­no­logie gebün­delt werden – welt­weit in dieser Form und Größe bisher einzig­artig. Das Inter­esse an deren Arbeit ist daher entspre­chend hoch.

Kryp­to­ö­ko­n­omie ist ein junges Forschungs­feld mit weit­rei­chenden tech­ni­schen sowie sozio­ö­ko­n­o­mi­schen Impli­ka­tionen. Der inter­dis­zi­pli­näre Zugang, der an der WU verfolgt wird, ist daher zukunfts­wei­send. „An der WU haben wir die besten Voraus­set­zungen, um das Thema Kryp­to­ö­ko­n­omie in all seinen Facetten wissen­schaft­lich voran­zu­treiben und Akzente zu setzen. Das Institut ist welt­weit die erste Forschungs­ein­rich­tung mit dieser Größe und Viel­fäl­tig­keit, das sich mit diesen Frage­stel­lungen ausein­an­der­setzt“, so WU-Rek­torin Edel­traud Hanap­pi-Egger.

Forschungs­ein­rich­tungen zu Kryp­to­ö­ko­n­omie in meisten Ländern erst im Entstehen

„Wir verfolgen die inter­na­tio­nale Szene natür­lich. Die meisten Einrich­tungen sind erst im Entstehen, sehr klein oder widmen sich nur fach­spe­zi­fisch einem Crypto/Block­chain-Thema“, so Shermin Voshmgir, die als Direk­torin des Forschungs­in­sti­tuts fungiert und zuvor den Block­chainHub in Berlin gegründet hat. Die wissen­schaft­liche Leitung liegt bei WU-Pro­fessor Alfred Taudes, der zudem das Austrian Block­chain Center, ein öster­reich­weites Forschungs­kon­sor­tium führ­ender öster­rei­chi­scher Forschungs­ein­rich­tungen zum Thema Block­chain, mit insge­samt 20 wissen­schaft­li­chen Part­ne­rInnen, 54 zum Teil inter­na­tio­nalen Unter­neh­men­s­part­ne­rInnen und 17 asso­zi­ierten Part­ne­rInnen aus dem öffent­li­chen Bereich, initi­iert und bean­tragt hat. Die Mitglieder des Forschungs­in­sti­tuts der WU sind renom­mierte Spit­zen­for­sche­rInnen aus unter­schied­li­chen Diszi­plinen.

Breites öffent­li­ches Inter­esse

Das Inter­esse an den Tätig­keiten des Forschungs­in­sti­tuts ist bereits jetzt enorm. Die Forsche­rinnen und Forscher des Insti­tuts teilen ihr Wissen daher nicht nur mit der Forschungs­com­mu­nity, sondern ganz im Sinne der Third Mission auch mit der breiten Öffent­lich­keit, Medien, Politik und Wirt­schaft. „Das Institut hat mit einer Reihe an Vorträgen und Konfe­renzen - insge­samt sechs Veran­stal­tungen in den ersten fünf Monaten – auf die große Nach­frage entspre­chend reagiert und somit viele Fragen von Privat­per­sonen, Studie­renden, Politik und Wirt­schaft bear­beitet. Der Ansturm ist unge­bremst groß, mitt­ler­weile haben bereits tausende Menschen unsere Veran­stal­tungen besucht. Der erste Cryp­to­monday - ein internes Forschungs­se­minar – musste aufgrund der großen Nach­frage in den Fest­saal der WU verlegt werden“, berichtet Shermin Voshmgir. Weitere Akti­vi­täten wie die Vorstel­lung der öster­rei­chi­schen Block­chain „Artis“, die „Crypto Asset“- oder die „Block­chain for Science“-Kon­fe­renz waren eben­falls sehr erfolg­reich, zahl­reiche Aufsätze und Papers wurden publi­ziert sowie Work­shops mit Unter­nehmen und öffent­li­chen Insti­tu­tionen durch­ge­führt. Des Weiteren haben die Mitglieder des Forschungs­in­sti­tuts auch bei externen Veran­stal­tungen zum Thema Block­chain & Kryp­to­ö­ko­n­omie Vorträge gehalten, Pres­se­an­fragen beant­wortet und unter­stützen aktiv Verwal­tung und Politik bei der Gesetz­ge­bung, beispiels­weise im Fintech Beirat des Bundes­mi­nis­te­riums für Finanzen. Das Forschungs­in­stitut unter­stützt außerdem ein bereits aus mehr als 100 Mitglie­dern beste­hendes Students Chapter.

Unter dem Motto „Programming a Sustainable World” soll am Institut das erste offi­zi­elle Forschungs­pro­jekt zum Thema Block­chain & Nach­hal­tig­keit initi­iert werden. Koope­ra­ti­ons­partner sind das RCE Wien (Regional Centre of Exper­tise zur Bildung für nach­hal­tige Entwick­lung), UNIDO sowie andere natio­nale und inter­na­tio­nale Regie­rungs­ein­rich­tungen und NGOs. Eine Forschungs­part­ner­schaft mit der Stadt Wien wurde eben­falls bereits ange­bahnt.

Forschungs­in­stitut für Kryp­to­ö­ko­n­omie



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