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Vorbild Maria Schaumayer: das eigene Vermögen für die Wissenschaft

Was im angloamerikanischen Raum oft vorkommt, ist hierzulande selten der Fall: das Hinterlassen eines Teils von Vermögen an Universitäten. Eine, die nicht nur zu Lebzeiten viel für Frauen in der Wissenschaft getan hat, war Maria Schaumayer. Sie war für die Wirtschaftsuniversität Wien eine sehr bedeutende Absolventin und hat ihre Alma Mater auf vielfache Weise gefördert und das über ihren Tod hinaus. Am 07. Oktober wäre Maria Schaumayer 86 Jahre alt geworden.

Maria Schaumayer (1931 – 2013) war die Förderung von Frauen in der Wissenschaft stets ein Anliegen.Bereits zu ihren Lebzeiten wurde 1999 das „Dr. Maria Schaumayer Habilitationsstipendiums“ der Oesterreichischen Nationalbank eingerichtet und ermöglicht jungen Forscherinnen an der WU seitdem, eine wissenschaftliche Laufbahn zu ergreifen. Im Frühsommer wurde das diesjährige Stipendium erneut vergeben. Die Wirtschaftswissenschaftlerin und Politikerin blieb ihrer Alma Mater auch nach ihrem Tod verbunden und hinterließ der WU „zur Förderung wissenschaftlicher Arbeiten von Frauen“ einen Teil ihres Vermögens. 2014 wurden damit an der WU zwei weitere Förderprogramme eingerichtet. „Maria Schaumayer war in vielerlei Hinsicht ein Vorbild. Sie hat in ihrem Leben Großes geleistet und erreicht. Sie war nicht nur die erste Präsidentin einer Notenbank weltweit, sondern hat bereits zu Lebzeiten wissenschaftliche Frauenkarrieren gefördert. Dass sie ihrer Alma Mater auch über ihren Tod hinaus treu geblieben ist, macht sie zu einer ganz besonderen Absolventin“, sagt WU-Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger. Anlässlich ihre Geburtstages, der sich am 07. Oktober zum 86mal gejährt hätte, findet sich ein kurzer Abriss über ihr Leben auf der WU-Website.

Unis fördern – Entstehung von relevantem Wissen sichern

Maria Schaumayer hat mit ihrem Testament dafür Sorge getragen, dass junge Wissenschaftlerinnen an der WU langfristig Unterstützung erhalten und hat gezeigt, dass Wissenschaft und vor allem dessen Förderung dank privatem Vermögen nachhaltig sein kann. Spenden und Vermächtnisse sind für Universitäten zunehmend von Bedeutung. „Gerade Hinterlassenschaften oder Zuwendungen von großzügigen Spenderinnen und Spendern können wesentlich dazu beitragen, die Entstehung von für die Gesellschaft relevantem Wissen nachhaltig zu sichern und unterstützen dabei, Projekte zu realisieren, die aufgrund der knappen Budgets nicht finanzierbar wären“, so WU-Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger.

Pressekontakt:
Mag. Cornelia Moll
Pressesprecherin
Tel: + 43-1-31336-4977
E-Mail: cornelia.moll@wu.ac.at 



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