Seitlicher Blick auf das gesamte D4 Gebäude.

Welche Sprache soll ich lernen?

Welche Sprache soll ich lernen?

Ist Chinesisch die Sprache der Zukunft oder soll ich doch lieber Russisch lernen? Und eigentlich möchte ich nächsten Sommer nach Island fahren, da wären ein paar Wörter Isländisch genau das richtige. Kennt ihr dieses Problem? Bei uns im Raiffeisen Sprachlernzentrum gibt es Lernmaterialien für mehr als 40 Sprachen und somit sind auch wir immer wieder mit der Frage konfrontiert, welche Sprachen man eigentlich lernen  sollte. Und auch wenn man mit Englisch eigentlich überall durchkommt, Fremdsprachen sind immer noch ein Plus am Arbeitsmarkt und außerdem auch der Schlüssel zu einer neuen Kultur und einer neuen Perspektive - nicht umsonst stellte schon Goethe fest: ​„Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.“

Eine mögliche Antwort zur "beste" oder mächtigsten Fremdsprache liefert der „Power Language Index“, der ein Ranking der Sprachen nach 20 Kriterien (z.B. wirtschaftliche Stärke, Zahl der Sprecher/innen, Tourismus, wissenschaftliche und politische Institutionen) vornimmt. Die Top 10 des Power Language Index lauten:

  1. Englisch

  2. Chinesisch (Mandarin)

  3. Französisch

  4. Spanisch

  5. Arabisch

  6. Russisch

  7. Deutsch

  8. Japanisch

  9. Portugiesisch

  10. Hindi

  11.  

Dieses globale Ranking berücksichtigt aber nicht den eigenen Standort: Das Lernen so genannter Nachbarsprachen wie für Österreich z.B. Italienisch oder auch Ungarisch ist nämlich sehr sinnvoll, da die vorhandenen Kenntnisse rasch und häufig angewendet werden können, was wiederum die Motivation hebt.

Im Power Language Index werden auch Sprachfamilien nur sehr bedingt berücksichtigt. Denn wer z.B. Slowakisch, Tschechisch oder Polnisch lernt, der wird zumindest einiges in der jeweils anderen Sprache auch verstehen. Dasselbe gilt für romanische Sprachen.

Und zu guter Letzt kommt es natürlich auch stark auf die eigenen Bedürfnisse an. Wer im Job viel mit Kolleg/innen aus Frankreich zu tun hat, sollte sich auf alle Fälle ein paar Brocken Französisch aneignen, selbst wenn die Kommunikation auf geschäftliche Ebene auf Englisch abläuft. Und wer jedes Jahr nach Kroatien auf Urlaub fährt, sollte vielleicht einen Kurs für Kroatisch besuchen.

Generell gilt: Englisch ist ein Muss, jede weitere Sprache ein Plus. Welche das ist, hängt aber von viel mehr Faktoren ab, als ein Index abbilden kann. Die Entscheidung bleibt euch also nicht erspart, aber vielleicht hilft der Beitrag bei der Auswahl.