Hintere Außenansicht des D2 Gebäudes

Die lebenswerteste Stadt

Seit mehreren Jahren in Folge wird Wien als die weltweit lebenswerteste Stadt gelistet. Dass bei der Entwicklung und Umsetzung solch erfolgsversprechender urbaner Initiativen ein möglichst breites Spektrum von Akteuer*innen miteinbezogen wird, ist kaum verwunderlich. Doch obwohl dieser Ansatz der “Interactive Governance“ bei der Konzeption smarter und lebenswerter Städte überaus anerkannt ist, bleibt das Wissen über die Hauptakteur*innen, die als Verantwortliche für solch gesellschaftlich-wertvolle Outcomes gesehen werden, sowie deren Austausch untereinander, nach wie vor fragmentiert. Durch einen Mixed-Methods-Ansatz soll herausgearbeitet werden, welche Akteur*innen als einflussreich für die Lebensfähigkeit Wiens gelten und wie ihre Bedürfnisse und Präferenzen in einem vernetzten Governance-System priorisiert und gegeneinander abgewogen werden. In der ersten Phase des Forschungsprojekts werden die Präferenzen beteiligter Akteuer*innen, sowie ihre Mitwirkung am urbanen Ökosystem auf qualitative Weise untersucht. Darauf folgt eine zweite Erhebungs-Phase, die durch eine quantitative Conjoint-Analyse, auf Grundlage von identifizierten kritischen Ereignissen aus der ersten Phase, gekennzeichnet ist. Ein vertieftes Verständnis über die Mitwirkung von Stakeholdern, sowie die gegenseitige Abwägung von Präferenzen und die Bereitschaft für Kompromisse, gewährt nicht nur einen Einblick in Governance und Management von lebenswerten Städten, sondern trägt auch zu Erkenntnissen über die Zusammenarbeit und den Widerstand verschiedener Stakeholder Gruppen bei. Die Ergebnisse dieses Projektes können somit zur Theoriebildung, wie auch zur Entwicklung von praktischen Empfehlungen in Bezug auf In- und Exklusionsdynamiken im urbanen Governance-Kontext beitragen.

Dieses Projekt wurde durch den Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die Wirtschaftsuniversität Wien (2020 -2022) finanziert. Updates zum Projekt werden hier veröffentlicht.