Neues aus der Forschung
Inhalt dieses Kapitels
- Kompetenzzentrum für Nonprofit-Organisationen und Social Entrepreneurship | Evaluation zeigt: Jugendcolleges fördern wichtige Voraussetzungen für die Arbeitsmarktintegration junger Geflüchteter
- Schober, D.. Die Bedeutung von Resilienz in NPOs: Chancen und Herausforderungen für die Zukunft (2026)
- Andeßner, R. | Neue Publikation: Finanzierung in freien Kulturinitiativen (2026)
- Institut für Translation | Kurzbericht: NPIT7-Konferenz an der Universität Graz (14.–16.05.2026)
Kompetenzzentrum für Nonprofit-Organisationen und Social Entrepreneurship | Evaluation zeigt: Jugendcolleges fördern wichtige Voraussetzungen für die Arbeitsmarktintegration junger Geflüchteter
Am 17. August wurde im Rahmen einer Pressekonferenz die gemeinsame Studie des NPO&SI-Zentrums und des FORMs zu den Wirkungen der Jugendcolleges und College25+ auf Bildung, soziale Netzwerke und Arbeitsmarktchancen präsentiert.
Die Jugendcolleges bieten intensive Bildungsmaßnahmen mit Fokus auf Deutschlernen, Basisbildung und arbeitsmarktrelevante Kompetenzen. Die empirischen Erkenntnissezeigen, dass die Programme insbesondere bei Geflüchteten mit niedriger Vorbildung ansetzen und deren Bildungskapital sowie deutschsprachige soziale Netzwerke signifikant stärken. Zudem konnte gezeigt werden, dass diese Faktoren die Wahrscheinlichkeit, eine Arbeits- oder Lehrstelle in Aussicht zu haben, signifikant erhöhen.
Die Evaluation basiert auf einer quantitativen Panel-Befragung von Teilnehmenden der Jugendcolleges und College25+ sowie einer Kontrollgruppe und nutzt ein Difference-in-Differences-Design. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von sozialem und Bildungskapital für die Arbeitsmarktintegration und liefern Evidenz für die Effektivität intensiver Bildungsprogramme wie den Jugendcolleges. Autor Julian Kettl betont: „Unsere Analyse zeigt, dass das Jugendcollege zentrale Voraussetzungen für den Übergang in den Arbeitsmarkt stärken konnte. Intensive Bildungsprogramme wie das Jugendcollege bereiten insbesondere junge Geflüchtete mit niedrigem Bildungsniveau besonders effektiv auf den Arbeitsmarkt vor.“
Die Studie ist unter diesem Link erreichbar.
Schober, D.. Die Bedeutung von Resilienz in NPOs: Chancen und Herausforderungen für die Zukunft (2026)
In: B. Martin-Grüb (Hrsg.), NPOs in Österreich: Trends und Perspektiven. Springer Verlag
Der Buchbeitrag widmet sich dem vielschichtigen Konzept der Resilienz auf individueller, organisationaler und gesellschaftlicher Ebene und beleuchtet dessen Potenzial, Nonprofit-Organisationen (NPOs) für die Zukunft zu stärken. Ziel ist es, NPOs besser auf Krisen und gesellschaftliche Herausforderungen vorzubereiten. Im Mittelpunkt steht die Resilienz der Mitarbeitenden und deren Einfluss auf die Widerstandsfähigkeit der Organisationen.
Der Beitrag zeigt den Mehrwert von Resilienz für Einzelpersonen, Organisationen und die Gesellschaft auf und stellt resilienzfördernde Maßnahmen wie betriebliche Gesundheitsförderung und unterstützendes Führungsverhalten vor. Resilienz wird als Chance für NPOs dargestellt, wobei auch die positiven Effekte hervorgehoben werden. Zudem werden kritische Aspekte der Resilienztheorie beleuchtet. Abschließend betont der Beitrag die Notwendigkeit eines ausgewogenen Verständnisses von Resilienz, das sowohl individuelle als auch kollektive Verantwortung in den Blick nimmt.
Andeßner, R. | Neue Publikation: Finanzierung in freien Kulturinitiativen (2026)
In: Moser-Plautz, B.; Hauser-Oppelmayer, A.; Lesnik, T. (Hrsg.), Öffentliche Betriebswirtschaftslehre – Herausforderungen und Zukunftsperspektiven. Nomos Verlag
Freie Kulturinitiativen leisten einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und gesellschaftlichen Teilhabe, in der Stadt ebenso wie im ländlichen Raum. Gleichzeitig stehen sie vor der Herausforderung, ihre kulturellen Zielsetzungen mit den Anforderungen einer langfristig tragfähigen Finanzierung in Einklang zu bringen.
In seinem Beitrag „Finanzierung in freien Kulturinitiativen“, erschienen im Sammelband „Öffentliche Betriebswirtschaftslehre – Herausforderungen und Zukunftsperspektiven. Festschrift für Prof. Dr. Paolo Rondo-Brovetto“ (Nomos), wirft René Andeßner einen Blick auf die Finanzierungsstrukturen freier Kulturarbeit. Der kurze (Überblicks-)Beitrag geht auf die Merkmale freier Kulturinitiativen und deren Stellung in der lokalen und regionalen Governance ein. Anschließend thematisiert er die Bedeutung eines ausgewogenen Finanzierungsmixes, der Eigenerlöse, Ehrenamt und Freiwilligenarbeit, private Spenden und öffentliche Förderungen umfasst. In diesem Zusammenhang berücksichtigt er auch die diesbezüglichen Neuerungen durch die Gemeinnützigkeitsreform 2023.
Institut für Translation | Kurzbericht: NPIT7-Konferenz an der Universität Graz (14.–16.05.2026)
Die 7th International Conference on Non-Professional Interpreting and Translation (NPIT7) fand vom 14.–16. Mai 2026 an der Karl-Franzens-Universität Graz statt.
Die Konferenz widmete sich nicht-beruflichen Dolmetsch- und Übersetzungsdiensten sowie deren Rolle in Non-Profit-Organisationen (NPOs). Highlights waren:
Eröffnung durch Vizerektorin Mireille van Poppel.
Rundtischdiskussion „NPIT in Austria“ mit jungen Forscher:innen zu gesellschaftlichem Engagement.
Vorträge zu rechtlichen, gesundheitlichen und technologischen Aspekten.
Die NPIT7 betonte die Bedeutung von NPOs für Integration und Gerechtigkeit. Mehr Infos: NPIT7 2026.