NPO-Institut (Verein)

Neues aus der Forschung

Inhalt dieses Kapitels

Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz | Freiwilligenbericht erschienen

Der 5. Freiwilligenbericht (5. Bericht zum freiwilligen Engagement in Österreich) des Sozialministeriums ist erschienen. Dieser enthält ein Kapitel „Überblick über aktuelle und zukünftige Trends“ von Eva More-Hollerweger mit Ergebnissen einer Befragung, die unter anderem über den Verteiler von npoAustria versendet wurde.

Wir bedanken und bei allen, die sich daran beteiligt haben!

Für den Freiwilligenbericht: Bitte hier klicken!

Institut für Nonprofit Management und Governance | Neues Paper erschienen: Design Principles for Long-Lived Circular Organization

Florentine Maier, Michael Meyer und Hanna Schneider untersuchen in ihrem neuen Artikel, warum manche kreisförmig organisierten Organisationen langfristig bestehen und andere nicht.

Die Studie analysiert 18 Organisationen mit partizipativen Entscheidungsstrukturen wie Holacracy und Soziokratie und zeigt: Elinor Ostroms Designprinzipien zur Vermeidung der Tragödie der Allmende erklären auch die Langlebigkeit zirkulärer Organisationsformen. Besonders kritisch erweisen sich dabei die Prinzipien Monitoring, abgestufte Sanktionen, Konfliktlösungsmechanismen und die Balance zwischen individuellen Beiträgen und Belohnungen. 

Hier geht es zum Artikel

Zentrum für Nonprofit-Organisationen und Social Impact | Neue Studie zur Tafel Österreich

Eine Studie des NPO&SI-Zentrums wurde über die Wirkungen von Tafeln auf soziale Nonprofit Organisationen am Beispiel der Tafel Österreich publiziert. 

Die Studie zeigt: Lebensmittelspenden sind für soziale Organisationen zwar finanziell von untergeordneter Bedeutung, entfalten jedoch eine substanzielle soziale Wirkung. Sie ermöglichen es, bestehende soziale Dienstleistungen zu ergänzen, neue Angebote zu schaffen und den Zugang zu Beratung und Betreuung für armutsbetroffene Menschen deutlich zu erleichtern. Besonders hervorgehoben wird die Rolle von Lebensmitteln als „Türöffner“ für soziale Arbeit, soziale Integration und Gemeinschaftsbildung.

Methodisch basiert die Untersuchung auf einer Wirkungsanalyse mit Mixed-Methods-Design und kombiniert qualitative Interviews mit einer quantitativen Befragung von nahezu allen belieferten Organisationen in Wien. Die Ergebnisse unterstreichen den Mehrwert des kooperierenden Tafelmodells als wichtige Ergänzung im wohlfahrtsstaatlichen Versorgungssystem.

Autor Christian Grünhaus betont: „Bei Tafeln denkt man reflexartig an Armutsbetroffene und Essensausgaben. Wirkungen auf der Meso-Ebene von Sozialorganisationen waren bisher nicht im Fokus und sind vielfältiger als gedacht“.

Zur Studie

Center for Social Entrepreneurship and Social Innovation | Der Future Economy Report 2026 ist da!

Der Future Economy Report 2026 gibt einen nuancierten Einblick, wie junge Changemaker in Europa eine nachhaltige und inklusive wirtschaftliche Zukunft sehen und dazu beitragen.

Der Bericht zeigt ihre Perspektiven, Praktiken und Herausforderungen auf und gibt Einblicke in neue Wege für den wirtschaftlichen Wandel. Er dient auch als Grundlage für die Vernetzung wichtiger Akteure des Ökosystems in ganz Europa und als datengestützter Impuls zur Förderung des Dialogs, der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Handelns für eine gemeinsame Vision der europäischen Wirtschaft der Zukunft.

Der Bericht ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen The Possibilists, der Bertelsmann Stiftung, dem Institut der Europäischen Investitionsbank, dem Center for Social Entrepreneurship and Social Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien und einem Rat aus sieben jungen Changemakern aus ganz Europa.

Hier gehts zum Report: The Future Economy Report — The Possibilists

Johannes Kepler Universität Linz | Künstliche Intelligenz in Nonprofit-Organisationen

Die Masterarbeit von Anja Krichbaumer, BSc. am Institut für Public und Nonprofit Management der Johannes Kepler Unviersität befasst sich mit dem sehr interessanten Thema von Künstlicher Intelligenz in Nonprofit-Organisationen.

Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt in verschiedenen Lebens- und Arbeitsbereichen an Bedeutung. Während profitorientierte Unternehmen KI bereits vielfach für Prozessoptimierung und Personalisierung einsetzen, tun sich Nonprofit-Organisationen (NPO) mit der Implementierung noch schwer. Studien zeigen zwar ein hohes Interesse an KI im gemeinnützigen Sektor, jedoch verfügen nur wenige NPO über Strategien oder ausreichende Kompetenzen für den KI-Einsatz. Hauptgründe sind strukturelle Besonderheiten von NPO, begrenzte Ressourcen, ethische Anforderungen sowie Datenschutzbedenken. Trotz Herausforderungen bieten KI-Technologien Chancen, etwa durch Automatisierung von Routineaufgaben, verbesserte Kommunikation und gezieltes Stakeholder-Engagement.

Für eine erfolgreiche Einführung von KI sind neben technischen Lösungen vor allem organisationale Voraussetzungen („organizational readiness“) entscheidend, darunter eine offene Organisationskultur, passende technische Infrastruktur und Ausrichtung an Nutzerbedürfnissen. Die Forschung zu KI in NPO ist noch begrenzt und meist kontextabhängig.

Die Masterarbeit gliedert sich in einen theoretischen Teil, der Grundlagen zu NPO, KI und organisatorischer Bereitschaft behandelt, und einen empirischen Teil mit qualitativen Interviews in österreichischen NPO. Ziel ist es, Einsatzfelder von KI sowie fördernde und hemmende organisationale Faktoren zu identifizieren und die praktische Umsetzung besser zu verstehen.

Forschungsfragen sind:

  • Welche KI-Anwendungsfelder und Potenziale gibt es im Nonprofit-Sektor und welche Voraussetzungen sindrelevant?

  • Warum führen österreichische NPO KI (nicht) ein und welche Rolle spielen organisationale Voraussetzungendabei?

Der empirische Teil fokussiert auf große soziale NPO und ergänzt die Literatur durch praktische Einblicke und Expertenmeinungen. Abschließend werden Implikationen für Theorie und Praxis sowie zukünftige Forschungsbedarfe diskutiert.

Hier geht es zur Masterarbeit: Bitte hier klicken!