Hintere Außenansicht des D2 Gebäudes

Pflege und Gesundheit

Gesundheit und Pflege sind Themen, die uns früher oder später alle betreffen – sei es als Gesellschaft, als Organisation oder ganz persönlich. Dass unser Versorgungssystem unter Druck steht, ist kein Geheimnis: Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel fordern neue Lösungen, die über die rein medizinische Behandlung hinausgehen. Es geht heute mehr denn je darum, wie wir Unterstützung im Alltag organisieren, welche Rolle Nonprofit-Organisationen dabei spielen und wie wir die Lebensqualität auch unter schwierigen Rahmenbedingungen sichern können.

Das Kompetenzzentrum für Nonprofit-Organisationen und Social Impact erforscht diese Entwicklungen an der Schnittstelle von Sozialpolitik, organisatorischer Praxis und gesellschaftlichem Mehrwert.

Zentrale Forschungsschwerpunkte

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Analyse und Optimierung von Unterstützungsleistungen, um die Lebensqualität vulnerabler Gruppen langfristig zu sichern. Dazu zählen insbesondere:

  • Vernetzung von Medizin und Sozialem: Untersuchung innovativer Versorgungsmodelle (wie z. B. Social Prescribing), die medizinische Primärversorgung mit psychosozialen Dienstleistungen verknüpfen, um Gesundheit ganzheitlich zu fördern.

  • Versorgungssicherheit und Barrieren: Analyse der rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für den Zugang zu spezialisierten Leistungen, insbesondere im Bereich der Palliativ- und Hospizversorgung.

  • Arbeitswelt und Digitalisierung: Forschung zu den Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Arbeitsbedingungen in der Pflege sowie zur Attraktivität des Berufsfeldes angesichts personeller Engpässe.

  • Resilienz gegenüber Umweltfaktoren: Untersuchung der Folgen des Klimawandels (z. B. Hitzeperioden) für die mobile Pflege sowie die Entwicklung von Anpassungsstrategien für Organisationen und Betroffene.

  • Governance und Steuerung: Analyse der Finanzierungs- und Steuerungsmodelle von Gesundheits- und Pflegedienstleistungen, die maßgeblich von Nonprofit-Organisationen im Auftrag der öffentlichen Hand erbracht werden.

Methodischer Zugang und Wirkung

Unsere Forschung folgt einem interdisziplinären und empirisch fundierten Ansatz. Wir kombinieren quantitative Analysen (z.B. zur Bedarfsermittlung) mit qualitativen Methoden, um die Perspektiven von Pflegebedürftigen, Angehörigen und Fachkräften abzubilden.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Praxispartner*innen und politischen Entscheidungsträger*innen tragen unsere Ergebnisse dazu bei, Versorgungslücken zu identifizieren und evidenzbasierte Grundlagen für die Weiterentwicklung des österreichischen Gesundheits- und Sozialwesens zu schaffen.

Referenzprojekte:

Palliative Notfallmedikamente – Evaluierung: https://www.wu.ac.at/npocompetence/forschung/projekte/2026/palliative-notfallmedikamente-evaluierung

Social Prescribing: https://www.wu.ac.at/npocompetence/forschung/projekte/2024/social-prescribing

Social and Health Impacts of Climate Change Adaptation Efforts on Long-Term Care (SHINE): https://www.wu.ac.at/npocompetence/forschung/projekte/2026/social-and-health-impacts-of-climate-change-adaptation-efforts-on-long-term-care-shine

Work 4.0 Care: https://www.wu.ac.at/npocompetence/forschung/projekte/2025/work-40-care

Kontakt

Mag.rer.soc.oec. Eva More-Hollerweger

Eva More-Hollerweger

Senior-Researcherin, Obfrau des NPO-Instituts (Verein)
Aufgaben: NPOs, Zivilgesellschaft, Freiwilligenarbeit, Evaluationen und strategisches Management.
Katharina Wankat, BA, MSc (WU)

Katharina Wankat

Researcherin
Aufgaben: Themen: Pflege, Wohnen