Hintere Außenansicht des D2 Gebäudes

Bildung

Bildung ist ein zentraler Hebel für gesellschaftliche Teilhabe, Chancengerechtigkeit und langfristige soziale wie ökonomische Entwicklung. Gleichzeitig stehen Bildungssysteme vor tiefgreifenden Herausforderungen: soziale Ungleichheiten im Bildungserfolg, Fragen der Inklusion und Integration, Digitalisierung, Fachkräftemangel sowie steigende Anforderungen an Qualität, Transparenz und Wirkungsorientierung. Neben staatlichen Akteur*innen spielen Nonprofit-Organisationen, Stiftungen und soziale Unternehmen eine zunehmend wichtige Rolle in der Gestaltung, Ergänzung und Innovation von Bildungsangeboten. Sie alle sind heute zunehmend gefordert, die Wirkungen ihrer Bildungsaktivitäten systematisch zu analysieren und nachvollziehbar darzustellen.

Das Zentrum für Nonprofit-Organisationen & Social Impact (NPO&SI) untersucht Bildung als ein zentrales gesellschaftliches Handlungsfeld an der Schnittstelle von Sozialpolitik, Zivilgesellschaft, öffentlicher Steuerung und organisationaler Praxis. Im Fokus stehen die Entwicklung von Wirkungsmodellen, die Evaluation konkreter Bildungsprogramme und die Analyse ihres gesellschaftlichen Mehrwerts sowie die strukturellen Rahmenbedingungen, unter denen Bildungsorganisationen arbeiten.

Zentrale Forschungsschwerpunkte

Ein Schwerpunkt liegt auf der Wirkungsmessung von Programmen und Initiative im formalen sowie non-formalen Bildungsbereich. Als Grundlage werden häufig Wirkungsmodelle entwickelt und in Folge Wirkungen gemessen und analysiert, um etwas den Beitrag formaler Bildungsinitiativen zu Chancengerechtigkeit, Kompetenzentwicklung und sozialer Integration sichtbar zu machen. Gleichzeitig analysiert das NPO & SI-Zentrum die Wirkung non-formaler Bildungsangebote, insbesondere solcher, die von Nonprofit-Organisationen und Stiftungen getragen werden, und untersucht, welchen Beitrag z.B. Mentoring-Programme, außerschulische Lernangebote und innovative Bildungsinitiativen zur individuellen Entwicklung und Integration junger Menschen sowie zur Entwicklung des Bildungssystems in Österreich leisten.

Methodischer Zugang

Die Forschung im Bereich Bildung ist durch einen methodisch pluralen und praxisnahen Ansatz gekennzeichnet. Häufig zum Einsatz kommen qualitative Interviews, standardisierte Befragungen, Wirkungsmodelle, Social-Return-on-Investment-(SROI)-Analysen, evidenzbasierte Ansätze sowie begleitende Evaluationen.

Ein besonderes Merkmal ist die enge Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen, Stiftungen und Nonprofit-Organisationen. Wirkungsmodelle werden häufig partizipativ entwickelt und gemeinsam mit zentralen Stakeholdergruppen validiert. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Analysen mit konkretem Nutzen für Kommunikation nach außen, Steuerung, Strategieentwicklung und Programmadaption zu verbinden.

Referenzprojekte

SROI-Analyse der gesellschaftlichen Wirkungen der Hobby Lobby

SROI-Analyse des Mentoring-Programms "Sindbad"

Wirkungsmodells für die Innovationsstiftung für Bildung

Wirkungsmessung der IDEAS-Community der Innovationsstiftung für Bildung

Wirkungsmessung des Wiener Bildungsversprechens

Wirkungsanalyse des Leuchtturmkindergartens der Kinderfreunde