Hintere Außenansicht des D2 Gebäudes

Erwerbsarbeit vulnerabler Gruppen

Erwerbsarbeit ist weit mehr als Einkommenssicherung: Sie strukturiert den Alltag, eröffnet soziale Kontakte, stärkt Selbstwirksamkeit und ist in oft die Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Menschen, die vulnerablen Gruppen angehören, stoßen häufig auf strukturelle Hürden beim Zugang zu Erwerbsarbeit.

Geflüchtete und Menschen mit Migrationserfahrung sind häufig mit Sprach- und Informationshürden, nicht anerkannten Qualifikationen, unsicheren Aufenthalts- bzw. Arbeitsmarktzugängen sowie Diskriminierung konfrontiert, was Übergänge in Ausbildung und Beschäftigung erschwert. Menschen mit Behinderung treffen auf Barrieren in Betrieben und im Arbeitsumfeld (z. B. fehlende barrierefreie Strukturen), auf Vorbehalte bei Arbeitgeber*innen und haben Bedarf an passgenauer, längerfristiger Unterstützung wie Arbeitsassistenz oder Jobcoaching, damit Beschäftigung nachhaltig stabil bleibt. Langzeitarbeitslose erleben oft eine Kumulation von Vermittlungshemmnissen – etwa gesundheitliche Belastungen, Care-Verpflichtungen, geringe formale Qualifikationen oder „Stigma“-Effekte – und benötigen deshalb Angebote, die Stabilisierung, Qualifizierung und Vermittlung verlässlich verbinden.

Das Zentrum für NPO und Social Impact untersucht daher, wie arbeitsmarktpolitische Programme und Unterstützungsleistungen wirken, für wen sie unter welchen Bedingungen funktionieren – und welche gesellschaftlichen sowie ökonomischen

Was wir in diesem Forschungsfeld leisten

  • Wirkungsorientierte Programmevaluationen: Wir analysieren, welche Effekte Programme zur Unterstützung vulnerabler Gruppen auf dem Arbeitsmarkt auf deren Beschäftigungschancen, Bildungs- und Sozialkapital sowie subjektives Wohlbefinden haben – und welche Faktoren diese Wirkungen verstärken oder begrenzen. Dafür setzen wir quantitative und qualitative Methoden ein.

  • Kosten-Nutzen- und Szenarioanalysen: Wir stellen Programmkosten den kurz- und langfristigen Wirkungen gegenüber und berücksichtigen dabei verschiedene Perspektiven (z. B. Teilnehmende, Trägerorganisationen, öffentliche Hand, Sozialversicherung, Unternehmen).

  • Umsetzungs- und Systemperspektive: Wir untersuchen, wie Programme in der Praxis funktionieren (Governance, Kooperationen, Zielsteuerung, Qualitätsentwicklung) und übersetzen Erkenntnisse in umsetzbare Empfehlungen für Träger, Fördergeber und Verwaltung.

  • Messung gesellschaftlicher Wirkung & innovative Finanzierungslogiken: Wir arbeiten an Ansätzen, um soziale Wirkung robust zu erfassen und mit Fragen der Steuerung, Skalierung und Finanzierung zu verbinden.

Referenzprojekte

Studie zum Netzwerk Berufliche Assistenz (NEBA)

Wirkungsanalyse der Wiener Jugendcolleges

Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Beeinträchtigung

Interreg Social Impact Vouchers