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Institute for Production Management

Na­chruf Dr. Jo­han­nes Fichtinger: 1976 – 2017

Dr. Johannes Fichtinger

Dr. Jo­han­nes Fichtinger, Assisten­zpro­fessor am In­sti­tut für Produk­tions­man­age­ment der WU Wien, ist nach zweijähriger schwerer Krankheit im Al­ter von 41 Jahren am 1. Septem­ber 2017 ver­storben.

Als im Jahre 2005 am In­sti­tut für Produk­tions­man­age­ment eine Prae­doc-S­telle zu be­set­zen war, wurde vom (dam­als noch ex­isti­er­enden) In­sti­tut für Op­er­a­tions Re­search Jo­han­nes Fichtinger als überaus tal­en­tierte und krit­ische Per­son genannt, der in Lehrver­an­stal­tun­gen ein­er­seits Fra­gen stets richtig beant­worten kon­nte und an­der­er­seits auch durch das Stel­len von kniff­li­gen aber berechtigten Fra­gen aufge­fallen ist. Er hat sich rasch in das für ihn dam­als neue Lehr-und Forschungs­ge­biet des Op­er­a­tions und Sup­ply Chain Man­age­ment eingearbeitet. Die Mit­arbeit am WWTF-­Pro­jekt ID­SCM (In­teg­rated De­mand and Sup­ply Chain Man­age­ment) prägte nicht nur seine weit­eren Forschungsin­teressen, son­dern auch seinen privaten Lebensweg – seine spätere Ehefrau Emel Arikan war ID­SCM-­Pro­jek­tassist­entin.

Nach sehr er­fol­greichem Ab­schluss des Dok­t­or­atsstu­di­ums war klar, dass Dr. Jo­han­nes Fichtinger seine beru­f­liche Lauf­bahn als akademis­cher Lehrer und Forscher fortset­zen wird. Er hatte zwei Ange­bote aus England und entschied sich let­zt­lich für die renom­mierte Cran­field Busi­ness School. Dort war er von 2010 bis 2013 als Lec­turer für De­mand Chain Man­age­ment tätig. Das Cran­field-Ange­bot seine wis­senschaft­liche Kar­ri­ere als Senior Lec­turer fortzu­set­zen lehnte er ab und kehrte auch aus privaten Gründen An­fang 2014 als Assisten­zpro­fessor an seine Alma Ma­ter WU zurück. Die Jahre in Cran­field haben seine Forschung­sakt­ivitäten aber vor allem seine Persönlich­keit als akademis­cher Lehrer nach­haltig bee­in­flusst, so­dass er so­fort zu einem Eck­p­feiler der Fac­ulty des Mas­ter­stu­di­ums Sup­ply Chain Man­age­ment wurde.

Bald nach seiner Rück­kehr hatte Jo­han­nes Fichtinger die Idee die ISIR Sum­mer School an der WU zu ver­an­stal­ten. Im Jahre 2015 er­hielt er vom ISIR-Präsidium den Zusch­lag die Kon­fer­enz im August 2017 auszurichten (In­ter­na­tional So­ci­ety for In­vent­ory Re­search: www.isir.hu). Ende 2015 er­hielt er dann die nieder­schmet­ternde Dia­gnose seiner schweren Erkrankung. Damit war das für das Win­tersemester 2016/2017 ge­plante Hab­il­it­a­tions­ver­fahren vorerst nicht möglich. Jo­han­nes Fichtinger hat aber im August 2016 das von ihm er­arbeitete Konzept der Sum­mer School mit dem Gen­er­althema „Com­pet­it­ive Ad­vant­age through Re­source Ef­fi­ciency“ anläss­lich des ISIR Sym­posi­ums in Bud­apest persönlich vorges­tellt. Trotz rap­ider Ver­schlechter­ung seines Ge­sund­heit­szus­tands ab An­fang 2017 hat er die Vorbereit­ung der Sum­mer School, von In­sti­tut­smit­gliedern un­terstützt, fed­erführend vor­an­getrieben. Jo­han­nes Fichtinger kon­nte die einwöchige ISIR Sum­mer School am 21. August 2017 noch persönlich eröffnen und vorerst auch die Sitzungslei­tung übernehmen. Die let­zten drei Tage kon­nte er aber nicht mehr an der Kon­fer­enz teil­nehmen. Der geschäftsführende ISIR-V­izepräsid­ent At­tila Chi­kan, Corvinus Uni­versität Bud­apest, und Werner Jam­mernegg kon­nten ihn via Email noch über den Er­folg der Kon­fer­enz und die große Zu­fried­en­heit aller Teil­nehmer­Innen in­formieren und ihm für die her­vor­ra­gende Or­gan­isa­tion und Be­treuung herz­lich danken.

Am 23. August hat sich Jo­han­nes Fichtinger von den Mit­gliedern des In­sti­tuts für Produk­tions­man­age­ment via Email ver­ab­schiedet. Nur eine gute Woche später am 1. Septem­ber 2017 hat ihn dann seine mit be­wun­dernswerter Kraft und Stärke er­tra­gene Krankheit be­siegt. Un­ser gan­zes Mitgefühl gilt seiner Fam­ilie, ganz spez­i­ell seiner Frau Dr. Emel Arik­an-Fichtinger, Assisten­zpro­fess­orin am In­sti­tut für Produk­tions­man­age­ment, und dem fünfjährigen Sohn Serkan.

Werner Jam­mernegg und Al­fred Taudes, im Na­men des In­sti­tuts für Produk­tions­man­age­ment

Tina Wakolbinger, für das Mas­ter­stu­dium Sup­ply Chain Man­age­ment

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