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Evaluation

Evalua­tion ist die Bewer­tung, Beschrei­bung und Analyse von Projekten, Programmen, Prozessen und Orga­ni­sa­tionen.

Evalua­ti­ons­ge­gen­stand kann sowohl ein Prozess wie auch ein Ergebnis sein.

Zusätz­lich können auch inhalt­lich unter­schied­liche Schwer­punkte gesetzt werden. So kann der Schwer­punkt beispiels­weise in der Messung psycho­lo­gi­scher Effekte, der Erhe­bung sozialer Effekte liegen oder auch ökon­o­mi­sche Aspekte.

Die metho­di­sche Heran­ge­hens­weise der Evalua­tion richtet sich nach den jewei­ligen Erfor­der­nissen und ist durch eine Kombi­na­tion aus auf quali­ta­tiven und quan­ti­ta­tiven sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen Methoden basie­renden evalua­tiven Methoden (plus Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung) gekenn­zeichnet.

Nach­ste­hende Graphik zeigt analy­tisch Programm­di­men­sionen auf, anhand derer jeweils für die Evalua­tion notwen­dige Erhe­bungen orien­tiert sind.

Evaluationen

Abbildung 1: Programmdimensionen (in Anlehnung an Bewyl 2004)

Der Kontext umfasst die Rahmen­be­din­gungen eines Programms, die sich nur lang­fristig und programm­un­ab­hängig ändern. Hier wären insbe­son­dere die regio­nalen sozialen, poli­ti­schen, wirt­schaft­li­chen und kultu­rellen Gege­ben­heiten zu nennen.

Unter Income wird alles verstanden, was von den Ziel­grup­pen­mit­glie­dern in das Programm einge­bracht wird. Dies können Einstel­lungen, Wissen, Werte oder auch Bedürf­nisse sein. Je nach Schicht, Alters­gruppe etc. kann der Income deut­lich vari­ieren.

Unter Input werden die finan­zi­ellen, perso­nellen u.ä. Ressourcen zusam­men­ge­fasst, die in ein Programm inves­tiert werden.

Der Begriff Struktur umfasst jene Bedin­gungen, die als Merk­male des Programm­trä­gers vorliegen. Es inter­es­sieren hier z.B. Rechts­form, Finan­zie­rungs­struktur, Perso­nal­res­sourcen, regio­nale Veran­ke­rung, Quali­täts­ma­nage­ment­system u.ä. struk­tu­relle Bedin­gungen.

Das Konzept beinhaltet die Fest­le­gungen der Programm­ver­ant­wort­li­chen darüber wann, welche Ziele, bei welchen Ziel­gruppen, mit welchen Akti­vi­täten erreicht werden sollen. Hierzu ist es notwendig Ziele in ein Ziel­system einzu­bringen und mit Bewer­tungs­kri­te­rien der Ziel­er­rei­chung zu verknüpfen. Weiters soll das Konzept fest­legen in welcher Art der Programm­pro­zess geplant und gesteuert werden soll.

Im Prozess werden jene Maßnahmen durch­ge­führt, die zur Ziel­er­rei­chung führen sollen.

Als Output werden die unmit­telbar erbrachte(n) Leis­tung(en) des Programms bezeichnet. Dies können z.B. Bera­tungs­stunden, Kurs­tage o.ä. direkt mess­bare Ergeb­nisse sein.

Outcome, auch als (Programm)Wirkung bezeichnet, stellt die ange­strebten Zustände dar, in denen sich die Mitglieder einer Ziel­gruppe eines Programms nach Durch­füh­rung des Programms (Projekts) befinden. Die Outputs sollen logisch, theo­re­tisch oder empi­risch begründet zu den gewüns­chten Outcomes führen.

Unter Neben­re­sul­taten (Neben­wir­kungen) werden jene posi­tiven wie nega­tiven Wirkungen verstanden, die nicht ursprünglich bei der Programm­pla­nung inten­diert waren (z.B. gesund­heits­för­dernde Effekte bei Nicht­ziel­grup­pen­mit­glie­dern).

Impact bezeichnet schließ­lich die meist nicht mess­bare gesell­schaft­liche Gesamt­wir­kung des Programms.