NPO-Institut (Verein)

Thementische des 3. NPO-Vernetzungstreffens

Ziel der Thementische

Future Search - Gemeinsame Erarbeitung der „Kooperation von morgen“

Der Nachmittag steht ganz im Zeichen der Praxis: In moderierten Arbeitsgruppen entwickeln die Teilnehmer:innen in interaktiven Sessions innovative Ansätze zur Zusammenarbeit der Zukunft. Fragestellungen können u.a. sein:

  • Wie können sinnvolle und effiziente Kooperationen aussehen?

  • Wie kann mit fehlenden Zeitressourcen umgangen werden?

  • Wer soll sich vernetzen und bei welchen Themen ist es besonders wichtig?

Die erarbeiteten Ideen werden anschließend im Plenum präsentiert und diskutiert, um gemeinsam Perspektiven für zukünftige Kooperationen zu entwickeln.
 
 

Die Thementische am 15. Oktober 2026

Thementisch 1: Sport, Gesundheit & Gesellschaft – Bewegung mit Wirkung

Sport und Bewegung spielen eine zentrale Rolle für Gesundheit, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie fördern körperliches und psychisches Wohlbefinden, stärken Gemeinschaft und können Brücken zwischen Menschen schlagen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Geschlecht.

Der Thementisch lädt dazu ein, darüber zu sprechen, welchen Beitrag Sport und Bewegung in NPOs leisten können – von Gesundheitsförderung und Jugendbildung bis zu Inklusion, Gleichberechtigung und Prävention. Auch kritische Fragen zu Körperbildern, Zugangsmöglichkeiten und sozialen Ungleichheiten werden aufgegriffen.
 
Sport wirkt – wenn er inklusiv, gesundheitsfördernd und für alle zugänglich ist

Thementisch 2: Money-Mindful Development – Empowered Fundraising & solidarische Geldpraktiken

Geld ist für NPOs weit mehr als eine Frage der Finanzierung: Wie wir über Geld sprechen, wie wir Ressourcen verteilen und wie wir Fundraising gestalten, prägt Beziehungen, Zusammenarbeit und letztlich auch unsere Wirkung.

Der Thementisch lädt dazu ein, Fundraising und Geldpraktiken neu zu denken: Wie können Organisationen selbstbewusst und werteorientiert mit Geld umgehen? Wie entstehen faire, solidarische Beziehungen zwischen Teilnehmenden unserer Angebote, Fördernden, Organisationen und Communities? Und wie können wir uns von Konkurrenz- und Mangeldenken lösen und stattdessen eine Win-Win-Win-Kultur fördern, von der Organisationen, Geldgebende und Gesellschaft profitieren?

Money-Mindful Development bedeutet: bewusst mit Geld umgehen, Fundraising als Beziehung gestalten und Ressourcen so einsetzen, dass gemeinsames Wirken möglich wird.

Thementisch 3: Würde & Frieden – Was trägt uns im Miteinander?

Würde ist ein Begriff, auf den wir uns schnell verständigen können – und der gleichzeitig oft abstrakt und schwer greifbar bleibt. Doch was bedeutet es konkret, Menschen mit Würde zu begegnen? Wann können wir Würde erfahren – und welchen Beitrag leistet sie zu einem friedlichen gesellschaftlichen Miteinander?

Der Thementisch lädt dazu ein, Würde gemeinsam zu erkunden und erfahrbar zu machen. Im Mittelpunkt steht der Austausch darüber, wie eine Haltung der Würde unser Denken, Handeln und unsere Beziehungen prägen kann – im persönlichen Miteinander ebenso wie in Organisationen und Gesellschaft.
 
Frieden beginnt dort, wo wir die Würde des anderen – und unsere eigene – wahrnehmen und achten.

Thementisch 4: Nachhaltigkeitsberichterstattung – Wirkung sichtbar machen, Transparenz schaffen

Nachhaltigkeit gewinnt auch für Nonprofit-Organisationen zunehmend an Bedeutung. Doch was soll, kann oder muss eigentlich berichtet werden? Und wie lassen sich ökologische, soziale und organisationale Aspekte so erfassen, dass daraus mehr entsteht als ein zusätzliches Reporting?

Der Thementisch lädt dazu ein, Erfahrungen und Fragen rund um Nachhaltigkeitsberichterstattung, ESG, Wirkungsmessung und Transparenz auszutauschen. Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie NPOs relevante Kennzahlen und Wirkungen identifizieren, Reporting sinnvoll in bestehende Strukturen integrieren und Nachhaltigkeitsberichte auch als Instrument für Lernen, Steuerung und Kommunikation nutzen können.
 
Nachhaltigkeitsberichterstattung kann mehr sein als Dokumentation: Sie macht Verantwortung, Entwicklung und Wirkung sichtbar.

Thementisch 5: Adaptive Leadership – Veränderung wirksam gestalten

Gesellschaftliche Herausforderungen sind komplex – und einfache Lösungen greifen oft zu kurz. Gerade NPOs bewegen sich in einem Umfeld, das Flexibilität, Lernbereitschaft und neue Formen von Führung erfordert. Adaptive Leadership setzt genau hier an: Nicht fertige Antworten stehen im Mittelpunkt, sondern die Fähigkeit, gemeinsam zu lernen und nachhaltige Veränderungen anzustoßen.

Der Thementisch lädt dazu ein, darüber zu diskutieren, wie NPOs mit Adaptive Leadership positive gesellschaftliche Veränderungen gestalten können. Wie gelingt Führung in komplexen Situationen? Wie können Mitarbeitende und Stakeholder in Veränderungsprozesse eingebunden werden? Und wie lässt sich dieser Ansatz beispielsweise nutzen, um Herausforderungen wie Bildungsfairness und gesellschaftliche Teilhabe gemeinsam anzugehen?
 
Adaptive Leadership bedeutet: Veränderung nicht nur zu managen, sondern gemeinsam neue Wege zu entwickeln.

Thementisch 6: Mental Load, Care-Arbeit & ökonomische Unabhängigkeit – Unsichtbares sichtbar machen

Organisieren, mitdenken, vorausplanen, sich kümmern: Ein großer Teil der Care-Arbeit und des Mental Load bleibt im Alltag unsichtbar – obwohl diese Arbeit für Familien, Organisationen und unsere Gesellschaft unverzichtbar ist. Gleichzeitig beeinflusst ihre ungleiche Verteilung die Erwerbschancen, die finanzielle Absicherung und damit auch die ökonomische Unabhängigkeit.

Mit dem Projekt CARE SHIFT – Partnerschaftlich leben, gerecht arbeiten setzt sich ABZ*AUSTRIA dafür ein, unbezahlte Sorgearbeit und Mental Load sichtbar zu machen, Selbstbestimmung zu stärken und eine gerechtere Verteilung von Verantwortung zu fördern.

Am Thementisch wollen wir gemeinsam mit Wiener NPOs diskutieren, wie Mental Load und Care-Arbeit Selbstbestimmung und ökonomische Unabhängigkeit beeinflussen und welchen Beitrag NPOs zu mehr Sichtbarkeit, einer gerechteren Verteilung von Sorgearbeit und strukturellen Veränderungen leisten können.
 
Was unsichtbar bleibt, lässt sich schwer verändern. Sichtbarkeit ist ein erster Schritt zu mehr Fairness und Selbstbestimmung.

Thementisch 7: Gemeinsam stärker – Drei Hebel für zukunftsfähige Kooperationsnetzwerke

Komplexe gesellschaftliche Herausforderungen lassen sich immer weniger von einzelnen Organisationen allein bewältigen. Umso wichtiger werden starke Netzwerke, in denen Wissen geteilt, gemeinsam gelernt und Expertise organisationsübergreifend genutzt wird. Doch was braucht es, damit Kooperation nicht nur punktuell gelingt, sondern langfristig wirksam wird?

Der Thementisch stellt anhand von Erfahrungen aus dem Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen (DWS) drei zentrale Hebel für zukunftsfähige Zusammenarbeit zur Diskussion: interdisziplinäre und organisationsübergreifende Kooperation, gemeinsames Lernen sowie eine Kultur des Teilens von Wissen und Ressourcen. Gemeinsam wollen wir reflektieren, welche Strukturen und Lernräume gute Zusammenarbeit fördern, wie Wissen besser im Netzwerk zirkulieren kann und welche Kompetenzen und Ressourcen künftig gemeinsam entwickelt und genutzt werden könnten. 
 
Zukunftsfähige Netzwerke entstehen dort, wo Organisationen nicht nur zusammenarbeiten, sondern miteinander lernen, Wissen teilen und gemeinsam Neues entwickeln.

Thementisch 8: Vereinsrecht & Governance – Verantwortung kennen, sicher handeln

Vereine brauchen nicht nur Engagement und gute Ideen, sondern auch klare Strukturen und rechtliche Sicherheit. Von Statuten und Zuständigkeiten über Entscheidungs- und Kontrollstrukturen bis hin zu Haftungsfragen: Eine gute Governance hilft dabei, Verantwortung transparent zu gestalten und rechtliche Risiken frühzeitig zu erkennen.

Der Thementisch mit Mag. Schmelz bietet Raum für Fragen und Austausch rund um Vereinsrecht, Governance, rechtliche Rahmenbedingungen und Haftung. Welche Verantwortung tragen Leitungsorgane? Wie können Entscheidungsprozesse rechtssicher gestaltet werden? Wo liegen typische Stolpersteine in der Vereinspraxis – und was sollte man besser klären, bevor es zum Problem wird?
 
Gute Governance schafft Klarheit: Wer Verantwortung kennt, kann sicherer entscheiden und den Verein nachhaltig gestalten.

Thementisch 9: Keine Zeit für Kooperation – oder gerade deshalb?

Gerade in herausfordernden Zeiten können Kooperation und Vernetzung NPOs entlasten und ihre Handlungsfähigkeit stärken. Gleichzeitig braucht Zusammenarbeit Zeit, Abstimmung und Ressourcen – und kann damit schnell als zusätzliche Belastung empfunden werden. Wie also müssen organisationsübergreifende Kooperationen gestaltet und geführt werden, damit sie mehr ermöglichen, als sie an Aufwand verursachen?

Der Thementisch lädt dazu ein, gemeinsam zu diskutieren, was wirksame Kooperation auch unter knappen Ressourcen braucht. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Führung ohne formale Weisungsbefugnis, klaren Rollen und Verantwortlichkeiten, schlanken Entscheidungswegen und der richtigen Balance zwischen Verbindlichkeit und möglichst wenig zusätzlicher Bürokratie. Gemeinsam wollen wir ausloten, wie Kooperationen dazu beitragen können, NPOs resilienter zu machen und ihre Handlungsfähigkeit nachhaltig zu stärken.
 
Gute Kooperation kostet Zeit – kann aber genau die Ressource sein, die Organisationen in herausfordernden Zeiten stärker macht.

Thementisch 10: Nachhaltige Freiwilligenbindung – Engagiert bleiben statt aussteigen

Freiwillige zu gewinnen ist eine Herausforderung – sie langfristig für ein Engagement zu begeistern und zu halten eine mindestens ebenso große. Wertschätzung, Gemeinschaft, gute Rahmenbedingungen und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten können dabei eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Was führt dazu, dass Menschen ihr Engagement reduzieren oder ganz beenden?

Der Thementisch lädt dazu ein, gemeinsam zu diskutieren, was nachhaltige Freiwilligenbindung in der Praxis braucht. Ausgangspunkt sind Erkenntnisse einer Masterarbeit zur Freiwilligen Feuerwehr in Niederösterreich: Welche Faktoren stärken die Verbundenheit mit einer Organisation? Welche Aspekte können einen Austritt begünstigen? Und was können NPOs konkret tun, damit freiwilliges Engagement auch langfristig* motivierend, wertschätzend und gut mit dem eigenen Leben vereinbar bleibt?
 
Freiwilligenbindung beginnt dort, wo Menschen nicht nur gebraucht werden, sondern sich gesehen, wertgeschätzt und als Teil einer Gemeinschaft erleben.

Thementisch 11: Frauen digital stärken – Gemeinsam digitale Teilhabe ermöglichen

Die Digitalisierung eröffnet neue Chancen – doch nicht alle Menschen profitieren gleichermaßen davon. Fehlende digitale Kompetenzen, mangelnde technische Ausstattung, sprachliche Hürden oder begrenzte zeitliche Ressourcen können insbesondere für Frauen den Zugang zu Information, Bildung, Arbeitsmarkt, sozialen Leistungen und gesellschaftlicher Teilhabe erschweren.

Der Thementisch von ABZ*AUSTRIA lädt dazu ein, gemeinsam zu diskutieren, wie Wiener NPOs ihre Kompetenzen, Angebote und Ressourcen besser miteinander vernetzen können. Wo bestehen noch digitale Hürden und Angebotslücken? Wie können Frauen besser erreicht und organisationsübergreifend begleitet werden? Und was könnten NPOs gemeinsam entwickeln oder nutzen, anstatt parallele Strukturen aufzubauen? Praxisbeispiele von ABZ*AUSTRIA geben dazu erste Impulse.
 
Digitale Teilhabe gemeinsam gestalten – damit Digitalisierung Chancen eröffnet, statt neue Barrieren zu schaffen.

Thementisch 12: Crowdfunding – Gemeinsam Ideen möglich machen

Eine gute Idee ist da – doch wie wird daraus ein finanziertes Projekt? Crowdfunding verbindet Finanzierung mit Community Building und bietet NPOs, Initiativen und engagierten Menschen die Möglichkeit, Unterstützer:innen für ihre Vorhaben zu gewinnen und gemeinsam Wirkung zu entfalten.

Der Infotisch von respekt.net bietet Raum für Fragen und Austausch rund um Crowdfunding in der Praxis. Welche Projekte eignen sich für eine Crowdfunding-Kampagne? Was braucht es für eine erfolgreiche Umsetzung? Wie erreicht und aktiviert man die eigene Community? Und welche Erfahrungen und Tipps können dabei helfen, aus Unterstützer:innen echte Mitstreiter:innen zu machen?

Crowdfunding bedeutet mehr als Geld zu sammeln: Es bringt Menschen hinter einer gemeinsamen Idee zusammen.

Thementisch 13: Soziale Nachhaltigkeit – Menschen halten, Zusammenarbeit stärken, Teilhabe ermöglichen

Soziale Nachhaltigkeit beginnt in der eigenen Organisation. Wenn Mitarbeitende und Freiwillige sich wertgeschätzt, eingebunden und als Teil eines guten Miteinanders erleben, stärkt das die Motivation, Zusammenarbeit und langfristige Bindung. Ein nachhaltiges Personal- und Freiwilligenmanagement schafft dafür Rahmenbedingungen, in denen Menschen sich einbringen, entwickeln und Verantwortung übernehmen können.

Der Thementisch lädt dazu ein, gemeinsam zu diskutieren, wie soziale Nachhaltigkeit im Organisationsalltag konkret gelebt werden kann. Was brauchen Mitarbeitende und Freiwillige, damit sie gerne bleiben und sich langfristig engagieren? Wie fördern gute Zusammenarbeit, Beteiligung und eine wertschätzende Organisationskultur Motivation und Bindung? Und wie stärkt eine sozial nachhaltige Organisation ihre Glaubwürdigkeit als Kooperationspartnerin und ihre gesellschaftliche Wirkung?
 
Soziale Nachhaltigkeit wirkt von innen nach außen: Sie stärkt Mitarbeitende und Freiwillige, verbindet Teams und schafft die Basis für Glaubwürdigkeit, Kooperation und gesellschaftliche Teilhabe.

Thementisch 14: ProEuropeanValuesAT – Finanzierung für eine starke Zivilgesellschaft

Eine lebendige Demokratie braucht eine starke, engagierte und kreative Zivilgesellschaft. Genau hier setzt ProEuropeanValuesAT an: Die EU-geförderte Initiative stärkt zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für europäische Werte, Grundrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie einsetzen – mit besonderem Augenmerk auf Aktivitäten und Wirkung im digitalen Raum.

Am Thementisch dreht sich alles um ProEuropeanValuesAT und die nächste Finanzierungsrunde für Aktivitäten 2027. Welche Projekte können finanziert werden? An wen richtet sich die Ausschreibung? Welche Ideen und Aktivitäten sind gefragt? Der Tisch bietet Gelegenheit, die Initiative kennenzulernen, Fragen zur Finanzierung zu stellen und erste Ideen für Aktivitäten zu besprechen.
 
Gute Ideen für Demokratie und europäische Werte brauchen Raum – und manchmal auch die passende Finanzierung, um Wirkung zu entfalten.