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BEPS and Double Taxation Conventions

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Der Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank fördert das Forschungsprojekt “BEPS and Double Taxation Conventions” (Die Auswirkungen von BEPS auf Doppelbesteuerungsabkommen) (Projektnr: 16281).

Univ.-Prof. Dr. Claus Staringer erhält für das geplante Forschungsprojekt „Die Auswirkungen von BEPS auf Doppelbesteuerungsabkommen“ Fördermittel des Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank. Aufgrund immer knapper werdender Staatskassen und dem Ziel einer gerechteren Steuerlastenverteilung, gewinnt das Bedürfnis nach dem Schließen von Steuerlücken für internationale Konzerne, die sich aus dem Zusammenspiel der Steuerrechtsordnungen verschiedener Länder ergeben, immer mehr an Bedeutung. Dabei zeigt sich, dass insbesondere im Bereich der Doppelbesteuerungsabkommen dringender Reformbedarf besteht, da die bestehenden Abkommen noch aus einer Zeit herrühren, die denen die Wirtschaft international kaum vernetzt war. Die OECD hat deshalb in den letzten Monaten einige Berichte zum Thema aggressive Steuerplanung veröffentlicht, in denen unter anderem auch Änderungen des OECD-MA vorgeschlagen werden.

Ziel dieses Forschungsvorhabens ist es daher zum einen die von der OECD vorgeschlagenen Änderungen des OECD Musterabkommens im Hinblick auf die bestehenden Möglichkeiten von aggressiver Steuerplanung wissenschaftlich zu analysieren. Zum anderen soll im Rahmen dieses Forschungsprojektes aus steuerpolitischer Perspektive untersucht werden, wie effektiv und welche möglichen negativen Auswirkungen von den vorgeschlagenen Änderungen ausgehen können. Dabei stellen sich insbesondere die Fragen, ob die OECD Vorschläge tatsächlich geeignet sind aggressive Steuerplanung wirksam zu bekämpfen und, ob durch die Vorschläge ein Rückgang des weltweiten Wirtschaftswachstums zu befürchten ist. Das von Univ.-Prof. Dr. Claus Staringer geleitete Forschungsprojekt wird voraussichtlich bis Dezember 2017 dauern.