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Entwicklung

Mehr als 100 Jahre Wirtschaftspädagogik

Die Entwicklung der Wirtschaftspädagogik in Österreich ist sehr eng mit der Hochschule für Welthandel verknüpft, aus der sich die Wirtschaftsuniversität Wien entwickelt hat. Ähnlich wie in Deutschland liegt der Nukleus der Disziplin in der qualifizierten Ausbildung von Lehrer/inne/n wirtschaftlicher Fächer. Während in Deutschland Wirtschaftspädagog/inn/en primär im dualen System arbeiten, unterrichten die österreichischen Absolvent/inn/en der Wirtschaftspädagogik primär an BMHS, im Besonderen an Handelsakademien, HLWs etc. Es gab in der österreichischen Wirtschaftspädagogik seit Beginn eine enge Verknüpfung zur Betriebswirtschaftslehre, weil über mehrere Jahrzehnte betriebswirtschaftliche Lehrstühle die "Lehrer/innenausbildung" mitbetreuten.

Unter Hans Krasensky wurde das Institut im Jahr 1951 zu einem eigenständigen Lehrstuhl, der 1971 von Wilfried Schneider übernommen wurde. Von 2005 bis Februar 2016 hat Josef Aff den Lehrstuhl geleitet, im März 2016 hat Bettina Fuhrmann die Leitung übernommen.

In der Tradition unseres Instituts steht ein disziplinäres Selbstverständnis der Wirtschaftspädagogik, das auf den drei zentralen Handlungsfeldern Lehrer/innenausbildung, betriebliche Bildungsarbeit und ökonomische Alphabetisierung beruht.

Hans Krasensky hat in seinen zahlreichen Publikationen sehr früh deutlich gemacht, dass Wirtschaftspädagogik als Disziplin nicht nur auf die "Handelsschullehrer/innen-Ausbildung" beschränkt werden kann.

Unsere Aufgaben

Schon Hans Krasensky skizzierte drei zentrale Aufgabenfelder der Wirtschaftspädagogik am Standort Wien, die sich mit dem disziplinären Selbstverständnis der/des aktuellen Lehrstuhlinhaber/in/s weitgehend decken. Demnach hat die Wirtschaftspädagogik im Kern in folgenden Handlungsfeldern in Forschung und Lehre aktiv zu werden:

Lehrer/innenausbildung

Betriebliche Bildungsarbeit

Ökonomische Alphabetisierung