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Institut für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit (IGN)

Das IGN untersucht, wie die Entwicklung moderner Gesellschaften und deren Debatten bzw. Politiken der Nachhaltigkeit sich wechselseitig beeinflussen. Es befasst sich mit Fragen der Nachhaltigkeit, die sonst oft als ökonomische, naturwissenschaftliche oder technologische begriffen werden, aus dezidiert sozialwissenschaftlicher Perspektive.  

Gesellschaftswandel verstehen wir nicht als normative Forderung, sondern vor allem als eine sich stetig entfaltende Realität, deren Ursachen, Implikationen und Auswirkungen wir bestenfalls bruchstückhaft verstehen. Im Zentrum steht für uns die Frage, wie dieser kontinuierliche Wandel die Rahmenbedingungen für eine gelingende Nachhaltigkeitspolitik verschiebt und das Verständnis des Nachhaltigkeitsbegriffs selbst verändert.   

Nachhaltigkeit als Idee und Projekt bezieht sich für uns immer auf kulturell begründete und gesellschaftlich ausgehandelte Werte und Normen. Was nachhaltig ist, wo gesellschaftliche Wahrnehmungen von Nicht-Nachhaltigkeit entstehen, in welchem Maße solche Wahrnehmungen Besorgnis erregen und welche Handlungsformen daraus entstehen, sind ganz wesentlich soziologische und kultur- bzw. politikwissenschaftliche Fragestellungen. Um sie kreist unsere Arbeit.

Organisatorisch ist das IGN Teil des Departments für Sozioökonomie, in dem die Nachhaltigkeitsforschung mit mehreren Professuren ein fest etablierter Schwerpunkt der Forschung und Lehre ist. Das Institut wird geleitet von Prof. Dr. Ingolfur Blühdorn (vorher University of Bath, GB), der 2015 auf die neu eingerichtete Professur für Soziale Nachhaltigkeit an die WU Wien berufen wurde.