Außenansicht des D3 Gebäudes
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Univ.-Prof. Dr. Susanne Kalss, LL.M. (Florenz)

Kalss

Universitätsprofessorin am Institut für Unternehmensrecht

Vorständin des Instituts für Unternehmensrecht

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Aktuelle Beiträge

Schwerpunkte

  • Unternehmensrecht

  • Gesellschaftsrecht

  • Kapitalmarktrecht

  • Familienunternehmen

  • Stiftungsrecht

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Aktuelles

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir alle sind seit mehreren Wochen dabei, mit den persönlichen und beruflichen Beschränkungen umgehen zu lernen und die neuen Rahmenbedingungen im Umgang mit dem COVID-19-Virus in unsere Arbeitswelt umzusetzen. Nun ziehen wir ein erstes Resümee:

I.    
Natürlich waren und sind wir an der Universität massiv vom Versammlungsverbot betroffen. Wir haben unseren Lehrbetrieb knapp nach Beginn des Sommersemesters 2020 auf Fernlehre und auf Distanzprüfungen umgestellt und beginnen gerade zu überlegen, wie wir das Wintersemester zu organisieren haben.

Wir haben in dieser kurzen Zeit neue Lehrformate entwickelt und bedanken uns bei den Studierenden für Ihre Flexibilität und Ihre Bereitschaft, auch mit neuen Lehrprogrammen und -formen umzugehen, und auch für die vielen positiven Rückmeldungen, die wir in den letzten Wochen erhalten haben.

So haben wir neben Audio- und Videocasts und völlig neu gestaltete Lehrbehelfe und –unterlagen auch Videomeetings und Besprechungen sowie neu arrangierte Seminar- und Hausarbeiten veranstaltet und ausprobiert. Von besonderer Bedeutung war, dass wir auch innovative Prüfungsformate angewendet haben und wir Fernprüfungen mit 150, 200 und 450 Kandidaten und Kandidatinnen mit digitaler Prüfungsaufsicht erfolgreich durchgeführt haben. Unsere Studierenden können dadurch zeitgerecht das Semester nicht nur in der Lehre, sondern auch in ihren Abschlüssen fortfahren und hoffentlich abschließen.

Wir bedanken uns für diese Möglichkeit, dass wir viel Neues ausprobieren dürfen. Es ist für uns alle eine besondere Herausforderung, die technischen Möglichkeiten bestmöglich für den jeweiligen Bedarf einzusetzen. Natürlich lassen sich die analogen Formen nicht ganz gleich in die virtuelle Welt übertragen. Wir haben erkannt, dass wir nicht alles digital lösen können, sondern dass für die juristische Arbeit auch der unmittelbare Austausch und das Gespräch sowie das Suchen nach Argumenten in der Gruppe von Bedeutung ist. Jedenfalls konnten wir aber einen großen Teil der Lehre auch in digitaler und elektronischer Weise abbilden und viel Wissen auch auf neue Art und Weise vermitteln. Wir freuen uns aber alle wieder sehr auf das persönliche Gespräch und auf den unmittelbaren Austausch im Hörsaal, um einen Fall zu lösen oder eine Rechtsfrage zu diskutieren.

II.    
Neben der Lehre waren und sind wir natürlich auch in der Forschung tätig. Die COVID-19-Gesetze und die völlig überraschende neue Situation wirft für das Unternehmensrecht zahlreiche Fragen auf. Wir haben einige unmittelbar aus dem Gesellschaftsrecht aufgegriffen, wie etwa die Gestaltung von virtuellen Versammlungen oder Fragen der Finanzierungsverantwortung in Gesellschaften. Darüber hinaus befassen wir uns wissenschaftlich auch mit anderen aktuellen Themen, die Unternehmen und Rechtsträger im Wirtschaftsleben jenseits der Gesundheitskrise beschäftigen. So ist vor Kurzem das Buch „Rechtsformwahl“ erschienen, das ich mit herausgebe und in dem wir etliche Beiträge beisteuern konnten. Einige Aufsätze und Entscheidungsbesprechungen sprechen weitere aktuelle Themen aus den Bereichen Unternehmensrecht, Stiftungsrecht, Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht an.

Auch wenn wir derzeit keine Veranstaltungen mit persönlicher Anwesenheit abhalten können, möchten wir Sie an unseren Überlegungen und Forschungsergebnissen teilhaben lassen und weisen sie daher auf unsere Homepage hin, auf der die verfassten Beiträge zum Download verfügbar sind.

Wir selbst haben auch einiges für uns gelernt; so halten wir unsere Team-Meetings schon wieder abwechselnd analog und virtuell und präsentieren und diskutieren unsere Fallthemen ebenso analog und virtuell; unsere Lernkurve ist stark steigend. Wir hoffen daher, möglichst viel unseren Studierenden und allen am Unternehmensrecht Interessierten weitergeben zu können.

Susanne Kalss
Jakob Deutsch
Florian Ebner
Melanie Hollaus
Veronika Kubasta
Alexander Leonhartsberger
Sandra Maier
Sophie Natlacen
Julia Nicolussi

Aktuelle Literatur

Arbeits- und Lehrschwerpunkte

Unternehmensrecht

Gesellschaftsrecht

Kapitalmarktrecht

Familienunternehmen

Stiftungsrecht

FWF-Forschungsprojekt Familienvermögensplanung

Univ.-Prof. Dr. Susanne Kalss ist als Forschungspartnerin an dem Projekt „Familienvermögensplanung“ beteiligt, das vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) gefördert wird und eine rechtsvergleichende Untersuchung von Gestaltungsmöglichkeiten für die familiäre Vermögensplanung zum Gegenstand hat. Für die verschiedenen Lebensphasen einer Familie – von der Gründung durch Eingehen einer Lebensgemeinschaft, Ehe oder eingetragenen Partnerschaft über den Zuwachs durch Kinder bis hin zur Familienauflösung und zum Ableben – sollen die maßgeblichen Anforderungen und Gestaltungsinstrumente für Vermögen unterschiedlichen Zuschnitts, insbesondere für unternehmerisches Vermögen, herausgearbeitet werden. Das grenzüberschreitende Projekt bezieht das Recht Österreichs, Deutschlands und der Schweiz ein und wird in Zusammenarbeit mit Univ.-Prof. Dr. Margareta Baddeley, Université de Genève, Univ.-Prof. Dr. Barbara Dauner-Lieb, Universität zu Köln, Univ.-Prof. Dr. Astrid Deixler-Hübner, Universität Linz, Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer, Universität Wien, und Univ.-Prof. Dr. Rita Trigo Trindade, Université de Genève, durchgeführt

Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten

Informationen zur Betreuung von Bachelorarbeiten
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Kontakt

Telefon: +43/1/31336-4647

Fax: +43/1/31336-90 4647

E-Mail: susanne.kalss@wu.ac.at

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