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Komplexe Netzwerke für komplexe gesellschaftliche Probleme? Neues SEC Working Paper veröffentlicht

In den vergangenen Jahren sind „grand challenges“ zunehmend in den Fokus öffentlichen Interesses gerückt – große, gesellschaftliche Herausforderungen, die die Handlungsoptionen einzelner Akteure oft weit übersteigen. Zugleich scheint auch die Zahl von Verbänden zu wachsen, die solchen Problemen in losen, kollektiven Strukturen begegnen, z.B. als wirkungsorientierte Alumni-Verbände, Community Foundations oder thematische Allianzen.

Vor diesem Hintergrund freuen wir uns, gemeinsam mit dem iac Berlin ein Grundlagenpapier zu „Impact-oriented Networks“ zu veröffentlichen. Ziel des Papieres ist es, einen Einstieg in das Themenfeld zu geben und die Rolle von wirkungsorientierten Netzwerken in diesem Kontext zu diskutieren. Basierend auf Literaturauswertung und theoretischen Überlegungen werden Eigenschaften und Typen von wirkungsorientierten Netzwerken zusammengefasst und ihre möglichen Wirkungen diskutiert.

Wir verstehen „Impact-oriented Networks“ dabei als Verbände von heterogenen, wirkungsorientierten Akteuren (Individuen wie Organisationen), die durch mindestens ein strukturierendes Moment lose miteinander verbunden sind: durch eine gemeinsame Erfahrung (z.B. Alumni-Netzwerke), einen geographischen Ort (z.B. Community Foundations) oder ein geteiltes Wirkungsziel (z.B. soziale Bewegung). Das Wertschöpfungspotential wirkungsorientierter Netzwerke kann sich auf verschiedenen Ebenen entfalten: auf der gesellschaftlichen Makroebene können sie kollektive Antworten auf komplexe Herausforderungen geben, einen fruchtbaren Boden für soziale Innovationen bieten sowie Vertrauen und Sozialkapital aufbauen. Auf der individuellen und organisationalen Ebene schaffen sie Zugang zu Ressourcen, erhöhen Legitimität im Feld, bieten soziale und emotionale Unterstützung und ermöglichen Einzelnen ihre Wirkung zu skalieren.

Zugang zum Working Paper erhalten Sie über folgenden Link: bit.ly/2oxfUb3



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