Außenansicht des D2 Gebäudes

Sustainable Digitalization as a Challenge for Municipal Governments (NADIS)

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Forschungsfeld: (Neue) Organisationsformen und ihre Governancemechanismen

Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind wesentliche Transformationstreiber für Stadtverwaltungen. Obwohl die beiden Treiber einzeln große Aufmerksamkeit erfahren, bleiben ihre Wechselwirkungen weit weniger diskutiert. Vielfach trägt der lokale Einsatz von digitalen Technologien nur vordergründig zur Verwirklichung von Nachhaltigkeitszielen bei, während global wirksame ökologische, soziale und ökonomische Rückkoppelungseffekte den positiven Beitrag schmälern oder sogar zunichtemachen. Unerwünschte Rückkoppelungseffekte bleiben jedoch weitgehend unbeachtet, weil sie sich erst mit zeitlichem und räumlichem Abstand (z.B. Herstellung von Mikrochips oder Betreibung von Cloudspeicher, Deckung des steigenden Energiebedarfs von Rechenzentren durch angeschlossene Atomkraftwerke) materialisieren. lnwieweit dieses Spannungsverhältnis eine Rolle bei kommunalen Entscheidungen zum Einsatz digitaler Technologien spielt, ist kaum bekannt. Ebenso ist unklar, wie (un-)mittelbare negative Folgewirkungen solcher Technologien systematisch berücksichtigt werden können, damit Stadtverwaltungen den eigenen Nachhaltigkeitsanspruch erfüllen können. Hinzu kommt die Komplexität der Organisationslandschaften von Großstädten: Damit werden in ein- und derselben Stadt ähnliche Probleme von kommunalen Akteur:innen vielfach unterschiedlich angegangen – vor allem dann, wenn strategische Ansprüche zum Umgang mit der Herausforderung nicht institutionell verankert sind. Das Projekt systematisiert die Wechselwirkungen der Transformationstreiber und entwickelt ein integratives Verständnis, um fundierte Entscheidungen für einen nachhaltigen Technologieeinsatz in Stadtverwaltungen zu ermöglichen.

Projektleitung

Priv.-Doz. Dr. Stephan Leixnering, Ass.-Prof. Dr. Tobias Polzer