Außenansicht des D2 Gebäudes

Democracy Under Pressure – Challenges for Democratic Governance in Times of the Polycrisis

Forschungsfeld: Urbane Transformationsprozesse zur Nachhaltigkeit aus der Perspektive von Recht und Governance

Vor dem Hintergrund aktueller globaler und regionaler Herausforderungen (Stichwort Poly-Krise) stehen Demokratie und demokratische Governance weltweit zunehmend unter Druck. Nicht nur die Zahl autokratisch regierter Staaten steigt beständig. Auch in etablierten Demokratien nehmen Populismus und Polarisierung, die Erosion demokratischer Institutionen, Prozesse und Grundwerte zu. Diese Entwicklungen sind auch für Städte als Zentren demokratischer Teilhabe und Innovation von zentraler Bedeutung. Das vorliegende Projekt untersucht die Ursachen und Auswirkungen dieses „authoritarian turn“ aus einer multidisziplinären Perspektive. 2026 wird im Rahmen des Projekts eine internationale Konferenz zum Thema „Democracy Under Pressure – Conditions of the Authoritarian Turn Yesterday and Today“ zusammen mit dem Institut für Räumliche und Sozial-Ökologische Transformationen (ISSET) organisiert, die im Mai 2027 in der ehemaligen Europäischen Demokratie-Hauptstadt Wien stattfinden wird. Die Konferenz hat zum Ziel, Wissenschafter*innen aus verschiedenen Disziplinen zusammenzubringen – darunter Ökonomie, Politische Ökonomie, Wirtschaftssoziologie, Rechtswissenschaften, Verfassungstheorie, Politikwissenschaft und Geschichte – und drängende Fragen im Zusammenhang mit existenziellen Bedrohungen zu untersuchen, denen viele Demokratien heute weltweit ausgesetzt sind. Querbezüge bestehen zu weiteren Projekten des Forschungsinstituts, die sich mit Populismus, Polarisierung, Fragmentierung und Bürokratie, mit Demokratischen Innovationen im Klimawandel sowie dem Wiener Demokratiebeitrag zum österreichischen Verfassungskonvent beschäftigen.

Projektleitung: Univ.-Prof.in Dr.in Verena Madner, Univ.-Doz. Dr. Stefan Mayr, LL.M.