Institut für Nachhaltigkeitsmanagement
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Verantwortung als Thema bei Europas größter Tagung für Forschung und Innovation

ESOF ist die größte Begegnungsstätte für EU finanzierte Forschung und zieht jährlich 40.000 BesucherInnen aus Industrie, Forschung, Politik und Gesellschaft an. Auf der diesjährigen ESOF wurde ein besonderer Schwerpunkt auf europäische Projekte gesetzt, die sich mit verantwortungsvoller Innovation auseinandersetzen. Katharina Jarmai und Norma Schönherr, Projektmanagerinnen am Institut für Nachhaltigkeitsmanagement, nutzten die Gelegenheit, um zwei vom Institut für Nachhaltigkeitsmanagement geleitete Projekte zu verantwortungsvoller Innovation, finanziert vom aktuellen Framework Programm der Europäischen Kommission „Horizon 2020“, vorzustellen: COMPASS (www.innovation-compass.eu) und LIVING INNOVATION (www.living-innovation.net).

Im ersten Teil des vom Institut für Nachhaltigkeitsmanagement organisierten Workshops nahmen fünf ExpertInnen aus Industrie und Wissenschaft Stellung zur Bedeutung von Zusammenarbeit für verantwortungsvolles Innovieren.

  • Einführend zum Thema der nutzenbringenden Zusammenarbeit zeigte André Martinuzzi, Vorstand des Instituts für Nachhaltigkeitsmanagement in Österreich, die Relevanz von vertrauensvollen Beziehungen, Engagement und beidseitiger Lernbereitschaft auf.

  • Einblicke in die Wertschöpfung durch Zusammenarbeit wurden von Karsten Bolz, Projektmanager im Bereich Innovation und Technologie bei Steinbeis 2i in Deutschland, aus einer Fallstudie im Gesundheitssektor gegeben, der insbesondere die Bedeutung hervorhob, Räume für Zusammenarbeit zu schaffen.

  • Wie und warum ein mittlerer IT Betrieb in Großbritannien verantwortungsvolle Forschung betreibt schilderte Julie Dawson, Policy Direktorin bei Yoti Ltd. in Großbritannien.

  • Auf die Bedeutung von Sprache in der Zusammenarbeit ging Emad Yaghmaei, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Ethik und Technologie an der Delft University of Technology in den Niederlanden, ein.

  • Von Atos‘ Erfahrungen mit Kampagnen zur Bewusstseinsbildung und MitarbeiterInnen-Engagement berichtete Lydia Montandon, Direktorin der Geschäftsentwicklung der Atos Research and Innovation Gruppe.

Im zweiten Teil des Workshops waren die rund 40 TeilnehmerInnen dazu eingeladen, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren nutzenbringender Zusammenarbeit mit den ExpertInnen an fünf Tischen zu diskutieren. Um den Workshop abzurunden, fassten die Moderatorinnen Katharina Jarmai (Institut für Nachhaltigkeitsmanagement), Heike Vogel-Pöschl (Institut für Nachhaltigkeitsmanagement), Josephina Antoniou (University of Central Lancashire Cyprus), Catherine Flick (De Montfort University) und Margaret Pesuit (Isinnova) die wichtigsten Eindrücke von jedem Tisch zusammen. Sie gingen dabei insbesondere auf die Bedeutung von gegenseitigem Verständnis in Bezug auf Rahmenbedingungen und Ziele, die Notwendigkeit vertrauensbasierte Beziehungen sowie die Relevanz von beidseitigem Zugang zu Information kombiniert mit hoher Prozess-Transparenz als Erfolgsfaktoren für nutzenbringende Zusammenarbeit ein. Gegenseitiges Verständnis, Vertrauen und Transparenz bilden also die Basis für eine Zusammenarbeit, die beiderseitiges Lernen und die Weiterentwicklung von Unternehmen und Gesellschaft ermöglichen.



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