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Forschungsprojekt “Ökonomische Entscheidungen von Senioren”

Die Wiener Bevölkerung altert. Im Jahr 2020 werden 19% der Bevölkerung 65 Jahre oder älter sein, im Jahr 2030 steigt der Anteil auf 22.8%, und im Jahr 2050 auf 27.3%. Gleichzeitig wächst auch der Anteil des Vermögens, den die ältere Bevölkerung hält. Menschen, die 66 Jahre oder älter sind, sind die Gruppe mit dem durchschnittlich höchsten Einkommen in Österreich. Ihre Anzahl, ihr Vermögen und ihre Kaufkraft machen ältere Menschen zu wichtigen Akteuren im ökonomischen Kontext.

Angesichts dieser Entwicklung ist es überraschend, dass es bisher nur sehr wenig Forschung zu dem spezifischen ökonomischen Entscheidungsverhalten älterer Menschen gibt. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Projekte und Studien zu den Lebensumständen und zum Wohlbefinden älterer Menschen, der Ökonomik der Pflege, und den sozialpolitischen Schlussfolgerungen daraus. Es gibt jedoch nur sehr wenige Studien in der internationalen und nationalen Forschung, die sich explizit mit wirtschaftlichen Entscheidungen von alten Menschen beschäftigen. In unsere Studie wollen wir, in enger Kooperation mit Wiener Institutionen und Organisationen, diese wichtige Lücke schließen.

Es gibt verschiedenste Gründe und Aspekte, warum sich das Entscheidungsverhalten von älteren Menschen sich von dem der jüngeren Menschen unterscheiden kann. Die Innovation unseres Projektes besteht darin, alle diese Aspekte systematisch und gleichzeitig zu erfassen und mit originären Daten aus dem beobachteten Verhalten in echten Entscheidungsexperimenten zu komplementieren. Unsere Studie untersucht explizit Aspekte des sozialen und ökonomischen Entscheidungsverhaltens in der Altersgruppe der über 65jährigen in der Bevölkerung, mit einer (im Vergleich zur existierenden Forschungsliteratur) relativ großen gezielten Stichprobe. Dabei werden die Teilnehmer echte ökonomische und soziale Entscheidungen treffen. In unserer Untersuchung werden wir neben dem Alter und anderen demographischen Daten auch die kognitiven Fähigkeiten, die Risikoeinstellung, etc. erfassen, um so die Effekte von Kognition, Erfahrung, Alter, etc. methodisch sauber trennen zu können.

Das Forschungsteam in diesem Projekt besteht aus

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