Ein Student hält in der Bibliothek ein Buch in der Hand.

Migrationsforschung im Dialog: Zur wachsenden Distanz zwischen Wissenschaft, Politik und Medien

23. September 2026

Judith Kohlenberger moderierte das öffentliche Podium zur wachsenden Distanz zwischen Migrationsforschung und politisch-medialer Debatte.

Gemeinsam mit Rainer Bauböck (Europäisches Hochschulinstitut, Florenz), Marcus Engler (Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung, DeZIM), der Journalistin, Autorin und Podcasterin Solmaz Khorsand, Wiebke Sievers (Institut für Stadt- und Regionalforschung der ÖAW) und Peter Webinger (Bundesministerium für Inneres) diskutierte Judith Kohlenberger über die zunehmende Kluft zwischen Migrationsforschung, Politik und Medien.

Ein Schwerpunkt der Diskussion lag auf dem Verhältnis von Wissenschaft und Politik als gesellschaftlichen Teilsystemen, die jeweils eigenen Logiken folgen. Aus unterschiedlichen theoretischen Perspektiven, von Luhmann über Habermas bis Bourdieu, lässt sich dieses Verhältnis unterschiedlich betrachten. Diskutiert wurde zudem, welche Rolle Medien, Politik und Wissenschaft im öffentlichen Diskurs einnehmen und wie die Migrationsforschung dazu beitragen kann, dass wissenschaftliche Befunde nicht verkürzt oder aus ihrem Kontext gelöst werden.

Das Panel machte deutlich, dass Wissenstransfer nicht bei der Produktion wissenschaftlicher Erkenntnisse endet. Entscheidend ist auch, wie Forschung kommuniziert, eingeordnet und in gesellschaftliche und politische Debatten eingebracht wird. Der Austausch zwischen Wissenschaft, Medien, Politik und Verwaltung ist daher ein wichtiger Bestandteil einer wissensbasierten Auseinandersetzung mit Migration.

Wir danken allen Teilnehmenden sowie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Wien für gemeinsame Organisation.

zurück zur Übersicht