Ein Student hält in der Bibliothek ein Buch in der Hand.

FORM Policy Brief Reihe

Wer baut dieses Land? Über den Widerspruch zwischen Fachkräftebedarf und Migrationsabwehr anhand der österreichischen Bauwirtschaft

Die österreichische Bauwirtschaft wird seit Jahrzehnten primär durch migrantische Arbeitskraft gestützt – rund ein Drittel der Beschäftigten am Bau besitzt eine ausländische Staatsbürgerschaft, ein noch höherer Anteil hat Migrationshintergrund. Zugleich wird dieselbe Zuwanderung öffentlich vorrangig als Belastung verhandelt. Dieser Widerspruch hat reale Folgen: gefährdet leistbares Wohnen durch die Verknappung der Ressource „Mensch“, die Sanierungswende und drängt einen Teil jener Arbeitskräfte, auf die der Wirtschaftszweig angewiesen ist, in Prekarität und Subunternehmerketten. Soll das Land also weiter ge- und bebaut werden, so muss man Migrationssteuerung und die Bauwirtschaft zusammendenken, statt sie weiter getrennt zu diskutieren.

Kohlenberger, J., & Becker, S. C. (2026). Wer baut dieses Land? Über den Widerspruch zwischen Fachkräftebedarf und Migrationsabwehr anhand der österreichischen Bauwirtschaft. FORM Policy Brief No. 01/2026 https://doi.org/10.57938/2111980c-1b5a-4309-a5b0-d7e9f31f6372

FORM_Policy-Brief_Wer-baut-dieses-Land_01_2026.pdf
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