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Sprache und Kultur als Hürden im Studienalltag: Welchen Beitrag kann kultursensible Beratung leisten? 28.102019

Prof. Dr. Gundula Gwenn Hiller und Prof. Dr. Eva Brüning (Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, Mannheim)

Sprache und eine unbekannte Lernkultur stellen für internationale Studierende und für Studierende mit Migrationshintergrund sowohl beim Eintritt in das Studium, währenddessen als auch beim Übertritt in den Arbeitsmarkt eine der größten Herausforderungen dar. Um Studierende in diesen wichtigen (Übergangs-) Phasen adäquat zu begleiten, bieten die Hochschulen der angewandten Wissenschaften ein breites Unterstützungsangebot, wie Beratungsleistungen, Buddy- und Mentorenprogrammen an, welches jedoch nicht durchweg von der Zielgruppe genutzt wird. Vor allem Beratungsangebote werden erst sehr spät in Anspruch genommen oder sind für die Studierenden nicht sichtbar.

Um die Gruppe der internationalen Studierenden bzw. der Studierenden mit Migrationshintergrund beraten zu können, sollte ein interkulturelles Verständnis auf Seiten der Beratenden vorhanden sein, denn nicht nur sprachliche Aspekte erschweren den Studienverlauf, sondern auch eine andere Lehr-Lernkultur sowie das Ankommen und Sich-Zurechtfinden in einem fremden Land. Die Weiterbildungsmöglichkeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Hochschulen scheinen recht umfangreich zu sein, wenngleich es nur wenige Angebote in den Bereichen Reflexion der eigenen Kultur, Sensibilisierung für Stereotype oder Vorurteile, Wertorientierung oder auch dem Fremd- und Selbstbild gibt.

Welche Auswirkungen sprachliche Hürden oder ein mangelndes interkulturelles Verständnis auf den Beratungsverlauf nehmen können, wird an einem Fallbeispiel erläutert.

Ort: Campus WU, Gebäude D2, Raum D2 2.228

Zeit: 15:00 - 17:00