Hintere Außenansicht des D2 Gebäudes

DFP_Anreiz- und Akzeptanzanalyse zur Nutzung einer erweiterten Freiwilligenplattform des Sozialministeriums (BMASGPK)

Das Zentrum für NPOs und Social Impact führt gemeinsam mit der Johanniter Österreich Ausbildung und Forschung gem. GmbH eine Anreiz- und Akzeptanzanayles zur Nutzung einer erweiterten Freiwilligenplattform des Sozialministeriums durch.

Tiefgreifende demografische und sozialstrukturelle Veränderungen sowie entsprechende Transformationen der Motive für freiwilliges Engagement im Sinne der Individualisierung und Pluralisierung der Gesellschaft bedingen, dass sich auch der Freiwilligensektor dahingehend weiterentwickeln muss, neue Wege zu finden, Freiwillige zu gewinnen und zu halten. Digitale Freiwilligenplattformen gewinnen vor diesen Herausforderungen immer mehr an Bedeutung in der modernen Freiwilligenarbeit. Sie ermöglichen es, Einzelpersonen und Organisationen zu vernetzen und freiwilliges Engagement zu dokumentieren und zu zertifizieren. Der Erfolg solcher Plattformen hängt entscheidend davon ab, zentrale Akzeptanzfaktoren zu fördern und nutzerfreundliche Gestaltungsprinzipien zu integrieren, um die Nutzungsbereitschaft sowohl bei Freiwilligen als auch Organisationen zu steigern.

In Österreich bietet der vom BMASGPK betriebene digitale Freiwilligenpass (DFP) bereits einige Möglichkeiten der digitalen Verwaltung von freiwilligem Engagement. Zukünftig sollen die Funktionen des DFP noch stärker zu einer Plattform für Freiwillige und Freiwilligenorganisationen ausgeweitet werden. Insbesondere zwei Projekte im Programm KIRAS, haben sich mit Entwicklungsmöglichkeiten auseinandergesetzt: „CERTIFIER“ und „CIVolunteer“. Ein weiteres Projekt „VolunSphere“ setzt sich seit Jänner 2026 aufbauend auf den Ergebnissen der beiden Forschungsprojekte zum Ziel, weitere Entwicklungsmöglichkeiten ausloten. Vorab wird eine Anreiz- und Akzeptanzanalyse durchgeführt, bei dem vor allem die Bedürfnisse und Anforderungen von Freiwilligenorganisationen in den Fokus genommen werden sollen. Die Relevanz von Plattformen steigt mit ihrer Nutzung. Je mehr Nutzer:innen aktiv sind, desto größer wird der Anreiz für weitere Organisationen und Individuen, sich ebenfalls zu beteiligen. Damit soll ein Beitrag geleistet werden, neue Freiwillige zu finden und Organisationen im Management ihrer Freiwilligen zu unterstützen.

Im Rahmen der Studie werde eine quantitative Erhebung bei Freiwilligenorganisationen und Freiwilligen sowie leitfadengestützte Interviews durchgeführt.

Kontakt

Mag.rer.soc.oec. Eva More-Hollerweger

Eva More-Hollerweger

Senior-Researcherin, Obfrau des NPO-Instituts (Verein)
Aufgaben: NPOs, Zivilgesellschaft, Freiwilligenarbeit, Evaluationen und strategisches Management.