Hintere Außenansicht des D2 Gebäudes

Zirkuläre Organisation

Immer mehr Menschen wollen nicht mehr in konventionellen Organisationsstrukturen arbeiten. Sie suchen nach sinnvoller und eigenverantwortlicher Arbeit in gleichberechtigten Teams. "Zirkuläre Organisation" und "Selbstorganisation" sind in aller Munde. "Soziokratie", "Holokratie", "Teal-Organisation" usw. sind die aktuellen Schlagworte.  In diesem Forschungsprojekt wollen wir die Potentiale und Risiken solcher Organisationsformen beleuchten. Wir untersuchen Organisationen, die Erfahrungen mit den folgenden Praktiken gesammelt haben:

  •  Organisation in Kreisen, in denen Entscheidungen gleichberechtigt getroffen werden,

  •  bewusste und verbindliche Regeln für Diskussion und Entscheidungsfindung,

  •  weitreichende Autonomie für Kreise und Einzelpersonen, und

  •  Bottom-up-Beteiligung (z.B. doppelte Verknüpfung von Kreisen, Beteiligung der MitarbeiterInnen an strategischen Fragen).

Wir interessieren uns für die Anlässe, Umsetzungsprozesse und Auswirkungen dieser Praktiken. Wir wollen Erfolgsfaktoren und mögliche Fallstricke zirkulärer Organisation identifizieren.

Als Grundlage für die Studie führen wir Interviews mit Beteiligten aus vielfältigen Organisationen, sammeln organisationsinterne Dokumente und besichtigen Betriebe. Die so gesammelten Daten werten wir mithilfe qualitativer Inhaltsanalyse aus. Bei der Datenerhebung und Analyse wirken sowohl WissenschafterInnen als auch PraktikerInnen mit.

Wir erwarten uns dadurch Forschungsergebnisse, die nicht nur wissenschaftliche Ansprüche erfüllen, sondern auch besonders nützlich für die Praxis sind. Sie sollen interessierten Organisationen helfen, kreisförmige Strukturen angemessen und produktiv umzusetzen. Die Ergebnisse sollen nicht nur in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht werden, sondern auch in Form von Blogbeiträgen und Beratungstätigkeit direkt an interessierte Organisationen weitergegeben werden.