AI in Action Hackathon 2026
Potentiale von AI für die Hochschule erkunden und hands-on erproben - hochschulübergreifend, interdisziplinär und innovativ!
Von 21. – 23. September 2026 stand das ExpLAB der Uni Mannheim ganz im Zeichen des Experimentierens rund um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im universitären Kontext.
Auftakt & Einstieg
Den Blick öffnen: Perspektiven auf KI und Hochschule
Den Auftakt des Hackathons bildete eine Podiumsdiskussion mit Expert*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Hochschulpraxis. Gemeinsam wurde der Blick darauf gerichtet, was wir über die aktuellen Entwicklungen rund um KI bereits wissen und vor allem, welche Fragen uns auf dem Weg in die Zukunft begleiten. Im Mittelpunkt standen dabei bewusst die Potenziale: Welche neuen Möglichkeiten eröffnet KI für Hochschulen? Wie könnten sich Lernen, Lehren, Forschen und Arbeiten verändern?
In der Diskussion wird klar: KI ist ein neues Werkzeug, dessen sinnvoller Einsatz gelernt, erprobt und kritisch hinterfragt werden muss. Entscheidend wird dabei nicht, mit KI alles lösen zu können, sondern die richtigen Fragen zu stellen, Ergebnisse kritisch zu beurteilen und Fachkompetenz mit KI-Wissen und interdisziplinären Fähigkeiten zu verbinden. Kritisches Denken und ein guter „Bullshit-Detektor“ werden damit zu zentralen Zukunftskompetenzen. Gleichzeitig gilt es immer wieder zu prüfen: Welches Problem wollen wir eigentlich lösen und ist KI dafür tatsächlich die richtige Antwort?
Die unterschiedlichen Perspektiven des Podiums lieferten Denkanstöße, Reibungsflächen und Inspiration und bildeten damit den Ausgangspunkt, um im anschließenden Hackathon selbst Potentiale zu erkennen, Lösungsansätze zu entwickeln und konkret werden zu lassen.
Am Podium diskutierten:
Heiko Paulheim - CIO & Professor für Data Science, Universität Mannheim
Maria Becker - Forschungsgruppenleiterin CHAI Lab: Computational Humanities & AI, Universität Heidelberg
Christoph Schmidt – Geschäftsführer, Wolters Kluwer Steuertipps GmbH
Mascha Will-Zocholl - Arbeitssoziologin mit Schwerpunkt Digitalisierung von Arbeit und Organisation, Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit
Mats Yamakoshi – Studierender im Master Social Data Science, Universität Mannheim
Die Hackzeit beginnt
In interdisziplinären Teams wurden die großen Themenbereiche Daten und Prozesse zunächst aus diversen Blickwinkeln und Vorerfahrungen der unterschiedlichen Teilnehmenden diskutiert, um das Thema einzugrenzen und eine konkrete Fragestellung zu formulieren. Um zusätzliche Erkenntnisse aus einer breiten Recherche ergänzt, wurden Lösungsansätze entwickelt und erste Schritte zur Erstellung von Prototypen skizziert. Zentrale Pain Points der Zielgruppen im Blick, schlugen die Teams mehrere Wege ein, um ihre Lösungsansätze in Form von Prototypen auszugestalten. Die Teilnehmenden erkundeten verschiedene KI-Tools und setzten ihre Ideen in erste Prototypen um.
Die Prototypen dienten den Teams schließlich dazu die erarbeiteten Lösungsansätze mit den Nutzer*innen zu vertesten und Feedback zur Verfeinerung ihrer Ansätze zu bekommen. Welche Lösungen entstanden, die Wege dort hin sowie die Learnings, die die Teams beim Bearbeiten der Fragestellung und beim Experimentieren gewonnen haben, wurden bei den Abschlusspräsentationen sichtbar.
35 Teilnehmenden von 5 Universitäten
Mitarbeitende der WU Wien, Universität Mannheim, Universität Heidelberg, Hochschule Ravensburg-Weingarten aus unterschiedlichsten Bereichen der Hochschulen
Studierende der WU Wien, Universität Mannheim, Universität Heidelberg und Technischen Hochschule Heidelberg aus unterschiedlichen Bachelor- und Masterprogrammen
Fragestellungen und Lösungsansätze
In den Teams wurde rund um die Themen "Daten" und "Prozesse" recherchiert, experimentiert, getestet und diskutiert: Jedes der Teams setzte sich intensiv mit einer selbst eingegrenzten Fragestellung auseinander:
Starke Duos zurück an den Hochschulen
Die Teilnehmenden standen dieses Jahr als Duos am Start des Hackathons, um zurück im Arbeitsalltag gestärkt in den Transfer zu gehen. Bereits während des Hackathons formulierten die Duos Vorhaben, die sie nun in ihren jeweiligen Bereichen und Abteilungen weiter erkunden und vorantreiben möchten. Mit einer Skizze des Vorhabens und ersten Schritten und Fragen zur Bearbeitung gingen die Duos zurück an die Hochschulen, um ihre Erfahrungen, Learnings und die neuen Skills anwenden und mit ihren Kolleg*innen teilen zu können.
Was nehmen wir uns mit?
Wir brauchen Raum und Zeit zum Experimentieren und Auseinandersetzen
Ausprobieren ist entscheidend: „Einfach machen“, experimentieren und mit KI spielen, um Möglichkeiten und Einsatzfelder zu verstehen
Problemstellungen und Klarheit bleiben wesentlich: weiterhin gilt, dass das Verständnis und die Klarheit rund um das Problem entscheidend sind, um passende Lösungsansätze und qualitative Ergebenisse zu erhalten
KI ermöglicht schnelle, iterative Loops: Lösungsansätze lassen sich mit KI schnelle als Prototypen umzusetzen und somit wird Feedback der Nutzer*innen zu bekommen einfach und schnell möglich
KI ist ein Werkzeug, kein Selbstläufer: Gute Ergebnisse hängen davon ab, die Möglichkeiten und Grenzen von KI zu verstehen und das passende Tool gezielt einzusetzen
Universitätsübergreifende Kooperation: macht Spaß und schafft Möglichkeiten sehr ähnliche Herausforderungen gemeinsam zu diskutieren
Es gilt zu unterscheiden, wann der Einsatz von KI Sinn macht: wann brauchen wir KI nicht und wann liefert KI, wie eingesetzt, einen echten Mehrwert
Die Teilnehmenden konnten sich am Formulieren von Fragestellunge erproben, neue KI Tools ausprobieren und dabei kreative Ideen und vielversprechende Lösungsansätze für die Universität entwicklen.
Ich habe den AI Hackathon sehr genossen. Es war toll, sich einfach mal zwei Tage Zeit zu nehmen und sich intensiv mit den vielen Einsatzmöglichkeiten von KI zu befassen. Ich war begeistert, was für innovative Projekte in der kurzen Zeit erarbeitet wurden und ich bin selbst mit tollen Ideen für meinen eigenen Arbeitsbereich aus diesem Workshop herausgegangen.
Lukas Dausend // Universität Mannheim
Es war richtig spannend, die vielen Tools mal auszuprobieren und in unglaublicher Geschwindigkeit, Anwendungen zu bauen, für die wir sonst ewig brauchen. Gleichzeitig haben wir festgestellt – mit Blick auf unsere Verwaltungsprozesse – nicht alles braucht KI. Und manchmal wirkt es wie mit Kanonen auf Spatzen schießen, wo kleinere Digitalisierungsschritte und Prozessoptimierungen auch reichen würden. - Und das beste war, zu erfahren, was andere Hochschulen machen und nette Menschen kennen zu lernen!
Christina Kasess // Wirtschaftsuniversität Wien
Überwältigend, wie vielfältig die Möglichkeiten von KI im Arbeitsalltag sind und wie einfach der Einstieg sein kann. Ob die Analyse komplexer Daten, die Visualisierung und Optimierung von Arbeitsprozessen oder die Entwicklung von Prototypen in kürzester Zeit und ohne IT-Kenntnisse – die während des Hackathons entstandenen Ergebnisse waren beeindruckend! Besonders inspirierend war für mich die offene Atmosphäre. Es hat großen Spaß gemacht, gemeinsam im Team neue Dinge auszuprobieren, zu testen und voneinander zu lernen. Ich gehe mit vielen neuen Ideen nach Hause und werde KI künftig deutlich häufiger und bewusster nutzen.
Angela Leichtweiß // Universität Mannheim
Der AI in Action Hackathon 2.0 war eine spannende und aufregende Erfahrung! Ich hatte die Gelegenheit KI-Tools auszuprobieren, mit denen ich mich sonst vermutlich nie in diesem Ausmaß beschäftigt hätte. Die Learnings dabei waren vielfältig, insbesondere in der Veranschaulichung was KI besonders gut kann, aber auch wo der menschliche Touch unabdingbar ist. Die Motivation war so groß, dass ich noch bis spät abends versuchte eine KI-Anwendung zum Laufen zu bringen. Darüber hinaus war der Austausch mit Kolleg*innen anderer Universitäten und Bereiche sehr aufschlussreich. Wir konnten über unsere Ideen und Sorgen hinsichtlich KI an der Universität diskutieren und merkten hier viele Ähnlichkeiten.
Riccardo Dell // Wirtschaftsuniversität Wien
Wer steckt hinter dem AI in Action Hackathon?
Mit Unterstützung von
"KI wird die Art, wie wir arbeiten, lehren und lernen, schon bald tiefgreifend und radikal ändern - sehr wahrscheinlich sogar in größerem Umfang, als wir uns das heute vorstellen können. Darin liegen vor allem große Chancen - KI kann es uns ermöglichen, weniger Zeit mit Routineaufgaben zu verbringen und unsere Arbeit effizienter zu erledigen. Haben Sie schon eine Idee, wie KI Sie in Zukunft unterstützen könnte? Beim AI in Action Hackathon können Sie diese gemeinsam mit Kolleg*innen und KI-Expert*innen ausprobieren!"
Heiko Paulheim // UMA Prorektor für Digitalisierung, Gleichstellung und Diversität
"Künstliche Intelligenz wird eine Schlüsselrolle in der Weiterentwicklung unserer Universität spielen – in Forschung, Lehre, Verwaltung und darüber hinaus. Beim AI in Action Hackathon schaffen wir einen Experimentierraum, um innovative Anwendungen zu erproben, und fördern interdisziplinäre sowie universitätsübergreifende Zusammenarbeit. Hier können Mitarbeitende relevantes Know-How aufbauen und gemeinsam ausloten, wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann, um Prozesse zu verbessern und neue Impulse für die Universität von Morgen zu setzen."
Martin Winner // WU Vizerektor für Personal und Digitale Infrastruktur
Ansprechpersonen
Anna-Maria Krulis
Ansprechperson
Projektteam
Innovation Office
WU Wien
Christian Queva
Ansprechperson
Projektteam
Dezernat für Studienangelegenheiten
Universität Mannheim
Nachschau AI in Action 2025