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Diversitätssensible Bildsprache

Bei Illustrationen und Bildern wollen, Vorurteilen und Rollenklischees entgegenwirken sowie traditionelle Zuschreibungen hinterfragen und auflösen, indem möglichst vielfältige Berufs- und Lebensrealitäten abgebildet werden.

Tipps für eine faire & inklusive Bildgestaltung

Bringen Sie Vielfalt in Ihr Bild

  • Zeigen Sie in Ihren Bildern generell Menschen diverser ethnischer und nationaler Zugehörigkeiten sowie sozialer Hintergründe, mit und ohne Behinderung, unterschiedlicher Geschlechter und Altersgruppen.

Diese Vorgehensweise wird mitunter dahingehend kritisiert, dass damit ja nicht die Wirklichkeit abgebildet, sondern „beschönigt“ werde. Deshalb ist es wichtig, dass diese idealistische Herangehensweise zur Förderung von Vielfalt mit Bedacht eingesetzt wird und zeitgleich konkrete Maßnahmen implementiert werden, die helfen sollen, den Soll-Zustand zu erreichen

Brechen Sie themenspezifische Besetzungen auf

  • Verwenden Sie Fotos von People of Color nicht ausschließlich zur Veranschaulichung des Themas „Internationales“ und Bilder von Menschen mit Behinderung nicht nur für den Bereich „Inklusion“.

Brechen Sie Stereotype auf

  • Zeigen Sie Frauen und Männer nicht nur in den jeweils „traditionellen“ Bereichen, in denen Frauen vor allem in Zusammenhang mit Familie, Fürsorge, Emotionalität und Männer in Verbindung mit Technik, beruflichem Erfolg, Entschlossenheit dargestellt werden.

  • Zeigen Sie Menschen mit Behinderung in Alltagssituationen, aktiv und in dominanten Positionen, gemeinsam mit Menschen ohne (sichtbare) Behinderungen.

  • Zeigen Sie Jugendliche nicht nur als Mitglieder der Spaßgesellschaft und ältere Personen nicht ausschließlich als gebrechlich.

  • Bilden Sie Familien auch in nicht-traditionellen Zusammensetzungen und Paare und interagierende Menschen auch in gleichgeschlechtlichen Konstellationen ab.

  • Zeigen Sie Personen so positioniert, dass offenbleibt, in welcher (hierarchischer) Beziehung sie sich befinden.

Achten Sie auf Hierarchien

Seien Sie sich bewusst, dass Personen als unterschiedlich wichtig wahrgenommen werden, je nachdem, wer vorn oder hinten, scharf oder unscharf, klein oder groß, aktiv oder passiv, in der Bildmitte oder am Bildrand gezeigt wird.

Beachten Sie bitte, dass auch über folgende Bildelemente Gleich- bzw. Ungleichwertigkeit vermittelt wird und Geschlechterstereotype verstärkt oder aufgebrochen werden können:

  • Kleidung: Wer trägt einen Anzug, wer ist in Freizeitkleidung dargestellt?

  • Blickrichtungen: Schauen Personen auf oder herab? Sind sie auf gleicher Augenhöhe? Wer schaut wen an?

  • Bildausschnitte bei Porträtfotos: Werden Frauen und Männer gleichwertig in Größe, Mimik, Farbe, etc. dargestellt?

  • Wer wird in welcher Umgebung gezeigt, z.B. Frauen bei der Arbeit, Männer mit Familie etc.

  • Tätigkeit: Wer ist in Vortrags-, wer in Pausensituation (bei Tagungen) dargestellt? Wer erklärt wem etwas? Wer wird als Expert*in abgebildet?