Kooperationen und Mitgliedschaften

KEMÖ

In der seit 2005 bestehenden Kooperation E-Medien Österreich haben sich die Österreichischen Universitäten, Privatuniversitäten, Fachhochschulen, die Österreichische Nationalbibliothek, Landesbibliotheken, Fördergeber, Forschungs- und Bildungseinrichtungen zusammengeschlossen, um gemeinsam Lizenzen für wissenschaftliche Literatur zu erwerben. Neben dem wirtschaftlichen Mehrwert und der bedarfsgerechten Versorgung der Mitglieder mit relevanter Online-Fachinformation steht die Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen am Publikationsmarkt und im wissenschaftlichen Publikationswesen sowie der Wissenstransfer zwischen Expert*innen aus den unterschiedlichsten Institutionen und Fachgebieten im Mittelpunkt. In den letzten Jahren wurden 13 Konsortialverträge mit Open-Access Komponente im Rahmen der KEMÖ abgeschlossen. International ist die Kooperation E-Medien Österreich mit Partnern wie der GASCO (German, Austrian and Swiss Consortia Organisation) und ICOLC (International Coalition of Library Consortia) vernetzt.

Das Projekt Austrian Transition to Open Access (AT2OA) hatte zum Ziel, die Transformation von Closed zu Open Access bei wissenschaftlichen Publikationen mitzutragen und unterstützende Maßnahmen zu setzen. AT2OA startete 2017, setzte sich aus 4 Teilprojekten zusammen und hat eine Laufzeit von 4 Jahren. Alle österreichischen Universitäten waren an diesem Projekt beteiligt. Im Rahmen des Projekts sollten durch Neugestaltung der Lizenzverträge mit den Anbietern und durch gezielte Publikationsunterstützung der Forschenden eine Steigerung des österreichischen Open Access-Publikationsoutputs generiert und neue Wege für das Open Access-Publizieren eröffnet werden. Die UB der WU Wien war in den zwei Teilprojekten „Analyse der Auswirkung einer Umstellung auf Open Access“ und „Förderung von OA-Publikationen und alternativen OA-Publikationsmodellen“ aktiv vertreten.

OpenAIRE (Open Access Infrastructure for Research in Europe) versteht sich als zentrale Open Access-Infrastruktur und Serviceeinrichtung für Forschung. Über 50 Projektpartner haben sich zusammengeschlossen und verfolgen den Aufbau einer elektronischen Forschungsinfrastruktur in der Europäischen Union. Das Ziel ist, Open Science zu propagieren und die Auffindbarkeit sowie die Wiederverwendbarkeit von Publikationen und deren dazugehörige Daten der europäischen Förderprogramme FP7 und Horizon 2020 zu erhöhen. Zukünftig möchte OpenAIRE als wichtigste europäische e-Infrastruktur einen wertvollen Beitrag zur European Open Science Cloud (EOSC) liefern. Die Cloud hat das Ziel, Forschenden aller Disziplinen offenen Zugang zu digitalen Funktionalitäten und Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

Das Institutional Repository der WU, ePubWU, verfügt bereits seit dem Sommer 2015 über eine Schnittstelle zu OpenAIRE. Das bedeutet für die WU-Forscher/innen, dass ihre auf ePubWU eingestellten Publikationen nach den Vorgaben der EU „compliant“ sind.

Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) ist ein von der Universitätsbibliothek der Universität Lund in Schweden betriebenes Verzeichnis von Elektronischen Zeitschriften, die nach den Grundsätzen des Open Access im Internet frei zugänglich sind. Momentan sind über 16000 Zeitschriften gelistet, die alle wissenschaftlichen Fachgebiete umfassen. Die Mission von DOAJ besteht darin, Sichtbarkeit, Zugänglichkeit, Ansehen, Nutzung und Einfluss von peer-reviewten Zeitschriften unabhängig von deren Disziplin, Geografie oder Sprache zu verbessern.